Masterarbeit, 2009
65 Seiten, Note: 1,3
1. Ziel der Arbeit
2. Besonderheiten der Immobilienökonomie und Immobilieninvestition
3. Wertschöpfungsketten bei der Immobilieninvestition
3.1 Equity / Debt - direkt / indirekt
3.2 Die direkte Immobilieninvestition
3.2.1 Bestandshaltung
3.2.2 Bestandsentwicklung
3.2.3 Projektentwicklung
4. Strategien der Immobilieninvestition
4.1 Strategie der Ertragsmaximierung
4.1.1 Abschlagsgeschäfte und Nutzung der Immobilienzyklen
4.1.2 Performancemanagement / Assetmanagement
4.1.3 Performancemanagement auf Portfolioebene
4.1.4 Finanzmanagement
4.2 Exkurs: Finanzmanagement - Chance oder Risiko?
4.3 Strategie der Risikosteuerung
5. Die Finanzkrise 2007 und ihre bisherigen Auswirkungen auf die (Immobilien-)wirtschaft
5.1 Die Entstehung der Finanzkrise
5.2 Die allgemeinen Auswirkungen der Finanzkrise
5.2.1 Die Auswirkungen für Immobilieninvestoren
5.2.2 Finanzkrise - Ein ganz normaler Bestandteil des Immobilienzyklusses?
6. Die empirische Untersuchung
7. Ergebnisse der Experteninterviews
7.1 Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf den Immobilienresearch
7.2 Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf das Risikomanagement
7.3 Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Immobilieninvestitionen und die Investitionsstrategien
7.3.1 Bisherige Auswirkungen der Finanzkrise auf das Portfolio sowie aktuelle Projekte
7.3.2 Auswirkungen der Finanzkrise auf zukünftige Investitionen und Projekte
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Finanzkrise die Risikoeinschätzungen von Immobilien-Researche und die daraus resultierenden Investitionsstrategien international agierender Immobilienfonds verändert hat.
4.1.1 Abschlagsgeschäfte und Nutzung der Immobilienzyklen
Die in der Immobilienwirtschaft seit langer Zeit und wahrscheinlich am häufigsten angewendete Strategie lautet: „Kaufe preiswert und verkaufe teuer.“ So simpel dieses Konzept der Wertschöpfung durch Abschlagsgeschäfte klingt, so schwierig ist es in der Ausführung. Zum einen versuchen fast alle Marktteilnehmer, diese Strategie zu verwenden, zum anderen basiert das Einkaufen mit einem Abschlag zum Marktwert und das Verkaufen über Marktwert auf mehreren Erfolgsfaktoren, die nicht einfach umzusetzen sind und letztendlich immer auf einer asynchronen Informationsverteilung beruhen.
Eine mögliche Strategie besteht darin, eine Immobilie zu finden, deren Besitzer unter einem gewissen Verkaufsdruck (sogenannte „Fire Sales“) stehen, um einen gewissen Preisabschlag beim Ankauf der Immobilie realisieren zu können. Ein Verkaufsdruck entsteht üblicherweise aus einem Liquiditätsproblem, das entweder von außen oder aus der Immobilien heraus begründet sein kann, zum Beispiel Mittelrückflüsse bei offenen Immobilienfonds oder ausbleibende Mieteinnahmen bei High Leverage Buyern.
Da der Preis einer Immobilie immer zwischen zwei Parteien ausgehandelt wird, wird der Ankaufspreis nicht unwesentlich von dem Verhandlungsgeschick der beteiligten Personen beeinflusst. So einfach auch wieder diese Erkenntnis ist, um so mehr sollte man in der Praxis bedenken, dass beide Parteien in der Verhandlungsphase häufig unter einem hohen Druck stehen und beispielsweise der jährliche Bonus der Akquisiteure sich oft nach den erfolgreich abgeschlossenen Projekten richtet und nicht nach den erreichten Verhandlungsergebnissen, die sich auch schwer messen lassen.
1. Ziel der Arbeit: Einleitung in die Unsicherheit von Immobilienprognosen und Erläuterung der Forschungsfrage hinsichtlich der Auswirkungen der Finanzkrise auf Investitionsstrategien.
2. Besonderheiten der Immobilienökonomie und Immobilieninvestition: Darstellung der theoretischen Grundlagen der Immobilienanlage unter Berücksichtigung spezifischer Charakteristika wie Immobilität und Heterogenität.
3. Wertschöpfungsketten bei der Immobilieninvestition: Analyse der verschiedenen Investitionsarten und deren spezifische Wertschöpfungsbausteine bei Bestandshaltung, Entwicklung und Projektentwicklung.
4. Strategien der Immobilieninvestition: Erläuterung der Ansätze zur Ertragsmaximierung und Risikosteuerung, inklusive einer vertiefenden Betrachtung des Finanzmanagements und Leverage-Effekts.
5. Die Finanzkrise 2007 und ihre bisherigen Auswirkungen auf die (Immobilien-)wirtschaft: Analyse der Ursachen der globalen Finanzkrise und deren Übertragung auf den Immobilienmarkt.
6. Die empirische Untersuchung: Methodische Beschreibung der qualitativen Experteninterviews zur Überprüfung der aufgestellten Thesen.
7. Ergebnisse der Experteninterviews: Präsentation der Studienergebnisse in Bezug auf Immobilienresearch, Risikomanagement und strategische Neuausrichtungen der Investoren.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Krisenfolgen und Ausblick auf die notwendige Verzahnung von Research und Risikomanagement.
Finanzkrise, Immobilieninvestition, Immobilienfonds, Investitionsstrategie, Risikomanagement, Assetmanagement, Immobilienresearch, Diversifikation, Markowitz, Leverage-Effekt, Bonitätsrisiko, Marktzyklen, Projektentwicklung, Immobilienwirtschaft, Performance.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Finanzmarktkrise 2007 auf die Strategien und Entscheidungsprozesse international investierender Immobilienfonds.
Im Fokus stehen die Analyse von Immobilienzyklen, Investitions- und Wertschöpfungsstrategien, Risikomanagement-Methoden sowie die Anpassung von Prognosemodellen.
Die Autor untersucht, wie sich die Einschätzung von Risiken durch die Finanzkrise verändert hat und ob dies zu einer nachhaltigen Anpassung der Anlagestrategien internationaler Fonds geführt hat.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Untersuchung in Form von qualitativen Experteninterviews mit Geschäftsführern, Fondsmanagern und Research-Spezialisten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Investitionsstrategien (Bestandshaltung, Entwicklung, Projektentwicklung), die Analyse der Finanzkrise und die Auswertung der Experteninterviews.
Kernbegriffe sind Finanzkrise, Immobilieninvestition, Assetmanagement, Risikomanagement, Immobilienresearch und Portfoliostrategien.
Die Experteninterviews zeigen, dass insbesondere das Bonitätsrisiko von Mietern kritischer geprüft wird und Liquiditätsrisiken stärker in den Fokus rücken.
Das Konzept nach Taleb wird genutzt, um zu verdeutlichen, dass extreme, seltene Marktereignisse wie die Finanzkrise bisher kaum in den klassischen Gauß-Verteilungsmodellen abgebildet wurden.
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