Bachelorarbeit, 2022
62 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Charakterisierung von Genossenschaftsbanken
2.1 Genossenschaftliches Grundprinzip
2.1.1 Genossenschaftliche Idee, Werte und Prinzipien
2.1.2 Historische Grundlage
2.1.3 Rechtsform der Genossenschaft
2.2 Genossenschaftlicher Bankensektor
3 Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsrisiken
3.1 Prinzip der Nachhaltigkeit
3.1.1 Drei-Dimensionen-Konzept
3.1.2 Prinzipien eines Nachhaltigkeitsleitbildes
3.2 ESG-Konzept
3.3 Nachhaltigkeitsrisiken
3.3.1 Begriff
3.3.2 Klima- und Umweltrisiken
3.3.3 Soziale Risiken
3.3.4 Governance-Risiken
3.3.5 Herausforderungen bei der Integration von ESG-Risiken
3.3.6 Übersetzung in bekannte Risikoarten
4 ESG-(Investment-)Strategien im Kreditgeschäft mit Firmenkunden
4.1 Zentrale ESG-(Investment-)Strategien im Überblick
4.1.1 Negatives, positives und normbasiertes Screening
4.1.2 Best-in-Class-Ansatz
4.1.3 Themenansatz
4.1.4 Impact Investing
4.1.5 ESG-Integration
4.1.6 Engagement und Stimmrechtsausübung
4.1.7 Volumen nachhaltiger Anlagestrategien in Deutschland
4.2 Praxisbeispiel: Nachhaltige Kreditvergabe der DZ BANK
4.3 Kritische Betrachtung des Screening-Ansatzes
4.3.1 Grundlegende Vor- und Nachteile
4.3.2 Eignung für eine Begrenzung von ESG-Risiken
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Übertragbarkeit von ESG-Investmentstrategien auf die Vergabeverfahren im Neukreditgeschäft mit Firmenkunden bei Genossenschaftsbanken, um Nachhaltigkeitsrisiken in deren Kreditportfolios effizient zu begrenzen.
1 Einleitung
Die Begrenzung des Klimawandels sowie das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung stellen zwei der großen und miteinander in Verbindung stehenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Einen wesentlichen Meilenstein für die Begrenzung des Klimawandels und im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung kennzeichnete im Dezember 2015 die Verabschiedung des Übereinkommens von Paris auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris durch 195 Vertragsparteien, zu denen auch die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedsstaaten zählten. Das Übereinkommen stellt „[…] die erste umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung […]“ dar, auf die sich die Weltgemeinschaft verständigt hat. In dem Übereinkommen wurde in dem Artikel 2 (1) a) das Ziel vereinbart, den Anstieg der durchschnittlichen Temperatur auf der Erde deutlich unterhalb von 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.
Gleichzeitig wurde das Bekenntnis zu einem 1,5°C-Szenario festgehalten, das die Risiken und Auswirkungen von Klimaveränderungen deutlich reduzieren würde. Der Finanzmarkt wird als wesentlicher Stellhebel zur Erreichung der internationalen Klima- und Nachhaltigkeitsziele angesehen. So verfolgt das Übereinkommen von Paris mit dem Artikel 2 (1) c) des Weiteren das Ziel, dass „[…] die Finanzmittelflüsse in Einklang gebracht werden mit einem Weg hin zu einer hinsichtlich der Treibhausgase emissionsarmen und gegenüber Klimaänderungen widerstandsfähigen Entwicklung.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen des Klimawandels und der nachhaltigen Entwicklung ein und erläutert die zentrale Rolle des Finanzsektors bei der Umlenkung von Kapitalströmen sowie die regulatorischen Anforderungen an Kreditinstitute.
2 Charakterisierung von Genossenschaftsbanken: Dieses Kapitel beschreibt das genossenschaftliche Grundprinzip mit seinen Werten und Prinzipien sowie die historische Entstehung und die rechtliche Struktur der eingetragenen Genossenschaft (eG) als Basis des genossenschaftlichen Bankensektors.
3 Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsrisiken: Dieses Kapitel erläutert das Drei-Dimensionen-Konzept der Nachhaltigkeit, das ESG-Konzept sowie die regulatorische Definition und Charakteristik von Nachhaltigkeitsrisiken im Bankensektor.
4 ESG-(Investment-)Strategien im Kreditgeschäft mit Firmenkunden: Dieses Kapitel kategorisiert zentrale ESG-Strategien, vergleicht deren Bedeutung am Markt, analysiert ihre Übertragbarkeit auf die Kreditvergabe am Praxisbeispiel der DZ BANK und führt eine kritische Bewertung der Eignung insbesondere von Screening-Ansätzen durch.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse hinsichtlich der Eignung von ESG-Strategien zur Risikobegrenzung in Firmenkundenkreditportfolios von Genossenschaftsbanken zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Methoden wie Stresstests.
Genossenschaftsbanken, Nachhaltigkeitsrisiken, ESG-Strategien, Firmenkundenkreditgeschäft, Nachhaltigkeitsprüfung, Risikomanagement, BaFin-Merkblatt, Screening, Kreditvergabe, Transformation, Nachhaltige Geldanlagen, Klimarisiken, Kreditportfolio, Banksteuerung, Proportionalitätsprinzip.
Die Arbeit analysiert, wie Genossenschaftsbanken ESG-Investmentstrategien in ihre Vergabeverfahren für Firmenkundenkredite übertragen können, um Nachhaltigkeitsrisiken proaktiv zu begrenzen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem genossenschaftlichen Bankenmodell, der regulatorischen Einordnung von Nachhaltigkeitsrisiken sowie der funktionalen Eignung von Screening- und Integrationsstrategien für die Kreditvergabe.
Das primäre Ziel besteht darin, zu ermitteln, welche ESG-Anlagestrategien geeignet sind, um Nachhaltigkeitsrisiken im Firmenkundenkreditportfolio schon im Vorfeld der Kreditentscheidung gezielt zu minimieren.
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, bei der vorhandene Fachliteratur, regulatorische Dokumente und Daten zu nachhaltigen Geldanlagen zusammengetragen und im Hinblick auf die Forschungsfrage analysiert werden.
Nach einer theoretischen Fundierung zum ESG-Konzept und zu Nachhaltigkeitsrisiken werden verschiedene ESG-Strategien (Negativ-/Positiv-Screening, Impact Investing etc.) vorgestellt und deren praktische Anwendung durch das Beispiel der DZ BANK illustriert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Genossenschaftsbanken, ESG-Risiken, Kreditvergabe, Screening-Strategien und regulatorische Anforderungen wie die des BaFin-Merkblatts charakterisiert.
Das genossenschaftliche Modell, das auf Gemeinschaft, Hilfe zur Selbsthilfe und regionaler Bindung basiert, bietet laut Analyse einen sehr guten kulturellen Anknüpfungspunkt, um die soziale Dimension der Nachhaltigkeit in Beratung und Kreditvergabe zu integrieren.
Die DZ BANK dient als konkretes Praxisbeispiel für die nachhaltige Kreditvergabe. Ihre etablierten Prozesse, insbesondere das Screening und die Nachhaltigkeitsprüfliste, zeigen auf, wie ESG-Ansätze in großem Maßstab in Kreditvergaberegelwerke implementiert werden können.
Der Autor stellt fest, dass für kleine und mittlere Unternehmen bislang kaum standardisierte und vergleichbare ESG-Daten existieren, was eine präzise Bewertung dieser Risiken für lokale Banken erschwert.
Das Screening wird als ein nützlicher erster Ansatz betrachtet, um grobe Risiken auszuschließen, reicht aber allein nicht aus, um die komplexen, langfristigen Nachhaltigkeitsrisiken eines Portfolios vollständig zu steuern; weiterführende Methoden sind daher erforderlich.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

