Masterarbeit, 2022
137 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Finanzielle Kennzahlen und Kennzahlprognose
2.2 Literaturüberblick
2.3 Ausgewählte Machine Learning-Verfahren
2.3.1 Einführung Machine Learning
2.3.2 Lineare Regression
2.3.3 Random Forest
2.3.4 Neuronale Netze
3 Daten
3.1 Datenexploration
3.1.1 Managementschätzung
3.1.2 Kennzahlprognose mit Machine Learning
3.2 Datenaufbereitung
3.2.1 Managementschätzung
3.2.2 Kennzahlprognose mit Machine Learning
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Modellvalidierung
4.2 Modellerstellung
4.2.1 Managementschätzung
4.2.2 Kennzahlprognose mit Machine Learning
4.2.3 Analyse des Schätzfehlers
5 Modellergebnisse und Interpretation
5.1 Prognosefähigkeit der Managementschätzung
5.2 Prognosefähigkeit der Machine Learning-Modelle
5.2.1 Lineare Regression
5.2.2 Lineare Regression mit Regularisierung
5.2.3 Random Forest
5.2.4 Neuronale Netze
5.3 Vergleich der Prognosefähigkeit
5.4 Analyse des Schätzfehlers
6 Schlussbetrachtung
6.1 Fazit
6.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Prognosefähigkeit von Machine Learning-Verfahren im Vergleich zu manuellen Managementschätzungen bei zentralen finanziellen Unternehmenskennzahlen. Dabei wird analysiert, ob datengetriebene Ansätze eine höhere Vorhersagegenauigkeit ermöglichen und welche Faktoren für die Schätzfehler des Managements verantwortlich sind.
1 Einleitung
Der Einsatz von Machine Learning (ML) gewinnt seit Jahren an Bedeutung. In vielen Bereichen wird die Technologie bereits angewandt, um die immer größer werdenden Datenmengen zu verarbeiten, die vom Menschen selbst nicht auswertbar sind. Dies ist auf die Vielzahl der Daten, aber auch die Diversität und Schnelllebigkeit hinsichtlich Entstehung und Verfügbarkeit dieser (Big Data) zurückzuführen. Auch im Financial Accounting & Auditing bietet ML vielfache Einsatzmöglichkeiten, wie z. B. die Vorhersage von Insolvenzen oder das Aufdecken von Bilanzbetrug. Ein bislang recht unerforschter, derzeit aber mehr in den Fokus rückender Anwendungsbereich im Financial Accounting ist die Prognose von finanziellen Kennzahlen und ihrer zukünftigen Entwicklung. Jene werden im Rahmen der Unternehmensberichterstattung, z. B. in Geschäftsberichten, auf der Website oder auf Veranstaltungen des Unternehmens an dessen Stakeholder veröffentlicht.
Grundsätzlich basiert eine Vielzahl der finanziellen Kennzahlen in der Berichterstattung auf Schätzungen, die durch das Management erfolgen, wie z. B. Rückstellungen oder die Abschreibung von Anlagevermögen im Rahmen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Allerdings ist die Qualität derartiger Schätzungen umstritten. Untersuchungen, wie z. B. von Petroni/Beasley (1996), stellen signifikante Abweichungen zwischen Managementschätzung und dem tatsächlich eingetretenen Wert fest. Einige Autoren führen diese Schätzfehler auf das bewusste Verzerren der Schätzungen durch die Manager als Reaktion auf Anreize insbesondere finanzieller Art zurück. Andere wiederum sehen die Ursache in intuitiven Fehleinschätzungen und mangelnder Qualifikation der Manager. Zudem stellt die Überprüfung der Managementschätzungen in Geschäftsberichten für Wirtschaftsprüfer eine Herausforderung dar. Es mangelt somit an Objektivität im Rahmen der Schätzungen und der Möglichkeit ihrer Überprüfbarkeit. Daher liegen in der Literatur eine Vielzahl von Untersuchungen zur
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz von Machine Learning für Finanzprognosen dar und definiert die Zielsetzung, die Prognosefähigkeit von ML-Modellen mit denen des Managements zu vergleichen.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen finanzieller Kennzahlen sowie die eingesetzten Machine Learning-Verfahren wie Lineare Regression, Random Forest und Neuronale Netze.
3 Daten: Hier wird die Datenbasis (IBES und Compustat) beschrieben sowie die notwendige Datenexploration und -aufbereitung für die Modellierung erläutert.
4 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Strategie der Modellvalidierung durch rollierende Zeitfenster sowie die technische Umsetzung der verschiedenen ML-Algorithmen.
5 Modellergebnisse und Interpretation: In diesem Hauptteil werden die Fehlermaße (MAE, RMSE) der verschiedenen Modelle ausgewertet und die Prognosegüte der ML-Modelle mit der Managementschätzung verglichen.
6 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch die Anwendbarkeit von ML-Verfahren zur Verbesserung der Unternehmensberichterstattung.
Machine Learning, Finanzkennzahlen, Managementschätzung, Prognosefähigkeit, Financial Accounting, Random Forest, Neuronale Netze, Lineare Regression, Umsatzprognose, EPS, Feature Importance, Datenaufbereitung, rollierende Validierung, Schätzfehler, Bilanzanalyse
Die Masterarbeit vergleicht, wie präzise Machine Learning-Modelle finanzielle Unternehmenskennzahlen prognostizieren können im Vergleich zu den offiziellen Schätzungen des Managements.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle von Financial Accounting, moderner Datenanalyse (Machine Learning) und der empirischen Untersuchung von Prognosequalität.
Die Arbeit fragt, ob ML-Verfahren die Prognosefähigkeit des Managements übertreffen können und welche Gründe für eventuelle Schätzfehler des Managements vorliegen.
Es kommen verschiedene ML-Modelle wie Lineare Regression (mit und ohne Regularisierung), Random Forest und Neuronale Netze zum Einsatz, deren Güte anhand von MAE und RMSE gemessen wird.
Der Hauptteil analysiert die Datenaufbereitung, die methodische Modellbildung sowie die detaillierte Auswertung der Modellergebnisse und eine Ursachenanalyse für Schätzfehler mittels Feature Importance.
Wichtige Begriffe sind Machine Learning, Finanzkennzahlen, Prognosegüte, Managementschätzung, Feature Importance und Bilanzanalyse.
Die Arbeit zeigt, dass Manager über Insiderwissen und makroökonomische Informationen verfügen, die in rein historischen Finanzdaten nicht enthalten sind.
Die Analyse zeigt, dass ML-Modelle als objektive Kontrollinstanz dienen können, um Verzerrungen in den Schätzungen des Managements in Geschäftsberichten frühzeitig zu identifizieren.
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