Fachbuch, 2009
353 Seiten
Ein Wort zuvor
Zum Geleit
Der Student in der Antike
... und im Mittelalter
Prag - die Mutteruniversität von Leipzig - prägte auch die deutschen Universitäten
Leipziger Studentenleben im 15. und 16. Jahrhundert
Der Leipziger Student im 17. Jahrhundert
Der Leipziger Student im 18. Jahrhundert
Der Leipziger Student im 19. Jahrhundert
Die Zeit des Napoleonischen Krieges, der Wiener Kongreß und seine Folgen
Wie kam es zum Wartburgfest?
Die weitere Entwicklung - "Grundsätze und Beschlüsse des 18. Oktobers" - Folgen des Wartburgfestes
"Grundsätze und Beschlüsse des 18. Oktobers"
Der schwere Weg bis zur Gründung der Burschenschaft in Leipzig
Zwischen Gründung und Demagogenverfolgung
Die Zeit bis zum Dresdner und Streitberger Burschentag
Vom Adelsclub - Odenwälder Burschentag - Jünglingsbund und Verfolgung
Einigung eines Brauchs mit den Landsmannschaften - Verschärfte Verfolgungen - Die Fechtgesellschaft
Die Entstehung der arminischen und germanischen Richtungen
Woher stammen die Bezeichnungen "Germania" und "Arminia"?
Erweitertes Ehrengericht, gegenseitige Frotzeleien und Leipziger Aufstand 1830
Der Kampf zwischen arminischer und germanischer Richtung bis zum Frankfurter Wachensturm1833
Studentische Aktivitäten bis ca. 1840
Die weitere Entwicklung bis zu den revolutionären Ereignissen 1848/49
Der Weg zur Frankfurter Nationalversammlung, ihr Wirken und ihr Scheitern
Aber die burschenschaftlichen Ideen wirken fort
Neue Ideen, neue Aktivitäten
Überblick über alle von 1818 bis 1860 auftretenden Leipziger Burschenschaften
Leipziger Burschenschafter in der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49
Bekannte Leipziger Burschenschafter von der Gründung 1818 bis 1860 von "A -Z"
Das Burschenschafterlied
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die historische Entwicklung studentischer Gemeinschaften in Leipzig von ihren antiken Wurzeln bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, mit einem besonderen Fokus auf die Entstehung und den Einfluss der Burschenschaft als frühe demokratische Bewegung.
Der Student in der Antike
Wie Überlieferungen zeigen, gab es bereits in den Akademien der antiken Welt, so in Athen, Alexandria, Byzanz (das spätere Konstantinopel) und Berytos in Syrien, studentische Zusammenschlüsse.
Aus Schriften von Libanius und Gregor von Nazianz erfährt man, daß studentische Bräuche teils bis in die Antike zurückreichen. So gab es an der Akademie Athens Studentenverbindungen, die Choroi - der Ursprung für das heutige Wort Corps. Drei Namen sind uns überliefert: "Spartae", "Theseidae" und "Heraklidae".
Wie bereits aus diesen Namen zu erkennen ist, handelt es sich um landsmannschaftlich geprägte Gemeinschaften, die einem jeden Mitglied in der Fremde Schutz, Heimat und Geborgenheit boten.
War der Neuankömmling, der Mulus, geworben, mußte er erst einmal eine Probezeit überstehen, ob er für den Choros tauglich war. Dabei wurde er auf mancherlei Art und Weise mit mehr oder weniger Feingefühl gehänselt und gedemütigt. Danach wurde er endgültig in die Gemeinschaft aufgenommen. Das erfolgte mit einem rituellen Bad auf der Agora, dem Marktplatz. Symbolisch wurde er von seiner unwürdigen und schmutzigen Vergangenheit gereinigt. Er empfing die Weihe eines Studenten. Als äußeres Zeichen seiner neuen Würde erhielt er einen Flaus oder Vlie, ein Stück gefärbtes Lammfell.
Ein Wort zuvor: Einführung in die zweibändige Festschrift zum 150-jährigen Stiftungsfest der Burschenschaft Arminia und deren Bedeutung als erste demokratische Bewegung.
Zum Geleit: Ein kurzes Gedicht über das Lebensband und die Freundschaft im Bunde.
Der Student in der Antike: Beschreibung studentischer Zusammenschlüsse ("Choroi") und Bräuche in der antiken Welt als frühe Vorläufer studentischer Korporationen.
... und im Mittelalter: Darstellung des Übergangs von antiken Akademien zu mittelalterlichen Bildungsstätten unter Karl dem Großen und der Entstehung der ersten Universitäten.
Prag - die Mutteruniversität von Leipzig - prägte auch die deutschen Universitäten: Analyse des Einflusses der Prager Universität und der Ursachen für die Gründung der Universität Leipzig 1409.
Leipziger Studentenleben im 15. und 16. Jahrhundert: Untersuchung des Alltags, der mönchischen Strukturen und der wachsenden Verweltlichung der Studenten.
Der Leipziger Student im 17. Jahrhundert: Beschreibung des Einflusses des Dreißigjährigen Krieges und des Aufkommens des Pennalismus auf das studentische Leben.
Der Leipziger Student im 18. Jahrhundert: Analyse der zunehmenden Individualisierung und Differenzierung der Studentenschaft in verschiedene Klassen.
Der Leipziger Student im 19. Jahrhundert: Darstellung der Entwicklungen hin zu den heutigen Korporationsstrukturen und studentischen Bräuchen.
Burschenschaft, Arminia, Leipzig, Studentenleben, Geschichte, Demokratiebewegung, Korporationen, Landsmannschaften, 19. Jahrhundert, Wachensturm, Wartburgfest, Paukwesen, studentische Freiheit, Nation, Biographien.
Das Buch dokumentiert die Geschichte des studentischen Lebens und Zusammenlebens in Leipzig vom Altertum bis in das 19. Jahrhundert, mit einem Schwerpunkt auf der Entstehung der Burschenschaft.
Die Themen umfassen die soziale Struktur der Studentenschaft, die Entwicklung von studentischen Traditionen, politische Aktivitäten und die Rolle der Burschenschafter in der deutschen Geschichte.
Das Werk dient als Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Burschenschaft Arminia und soll die historischen Hintergründe sowie die demokratischen Bestrebungen der Burschen objektiv darstellen.
Die Verfasser nutzen eine historische Darstellungsweise, basierend auf Archivstudien, Literaturanalysen und persönlichen Überlieferungen, um die Entwicklung nachzuzeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von den mittelalterlichen Wurzeln über die Zeit der Napoleonischen Kriege bis hin zu den politischen Unruhen des 19. Jahrhunderts und den Biografien bekannter Burschenschafter.
Burschenschaft, Leipzig, Demokratiebewegung, studentische Traditionen, Korporationswesen und studentische Geschichte sind die prägenden Begriffe.
Robert Blum wird als bedeutender Vertreter der liberalen Opposition in Leipzig porträtiert, der tief in die burschenschaftlichen und politischen Ereignisse seiner Zeit involviert war.
Die Leipziger Burschenschaft war aktiv an den revolutionären Bestrebungen beteiligt, wobei innerhalb der Mitgliedschaft teilweise unterschiedliche politische Strömungen (arminisch vs. germanisch) existierten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

