Bachelorarbeit, 2009
141 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Entwicklung des Tons in der Filmgeschichte
2.1 Der Ton im Stummfilm
2.2 Technische Verfahren
2.2.1 Das Nadeltonverfahren
2.2.2 Das Lichttonverfahren
2.3 Die Phasen der Entwicklung des Tonfilms
2.3.1 Frühgeschichte: Die Tonbildepoche (1895 – 1914)
2.3.2 Zäsurphase: Der 1. Weltkrieg (1914 – 1918)
2.3.3 Die Phase der Realisierung des Tonfilms (1918 – 1925)
2.3.4 Die Durchsetzung des Tonfilms (1926 – 1927)
2.3.5 Die Einführung des Tonfilms in Deutschland
2.3.6 Die Ära der Hollywood- Symphonik
2.4 Konsequenzen der Einführung des Tonfilms
2.4.1 Soziale und wirtschaftliche Folgen
2.4.2 Organisatorische und technische Herausforderungen
2.4.3 Ästhetische Auswirkungen
2.4.4 Kritiken und Theorien
3. Der deutsche Film im Zeichen der Neuen Sachlichkeit
3.1 Zeitgeschichtliche Voraussetzungen
3.2 Inhalte und Gestaltungsweisen
3.3 Der Querschnittfilm
4. Die auditive Ebene im Film
4.1 Problemstellung: Das audiovisuelle Ungleichgewicht
4.2 Die Elemente des audiovisuellen Tons
4.2.1 Musik
4.2.2 Atmo
4.2.3 Gesprochene Sprache
4.3 Ton- Bild- Beziehungen
4.3.1 Formale Relation
4.3.2 Inhaltliche Relation
5. Filmanalyse: Die Rolle des Tons im Film „Melodie der Welt“
5.1 Plot
5.2 Theoretische Vorbemerkungen
5.3 Methoden
5.3.1 Filmprotokolle und Sequenzgrafiken
5.3.2 Die audiovisuelle Analyse nach Michel Chion
5.4 Analyse der akustischen Mittel
5.4.1 Sequenz 2 „Ausfahrt in die Welt“ (2:27 – 7:23)
5.4.2 Sequenz 6 „Ihr Kriegslärm“ (15:05 – 17:23)
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
7.1 Verwendete Literatur
7.2 Internetquellen
8. Anhang
8.1 Anhang A – Stab „Melodie der Welt“
8.2 Anhang B – Filmografie Walter Ruttmanns
8.3 Anhang C – Sequenzprotokoll
8.4 Anhang D – Einstellungsprotokoll der 2. Sequenz „Ausfahrt in die Welt“ (E1)
8.5 Anhang E – Einstellungsprotokoll der 6. Sequenz „Ihr Kriegslärm“ (E2)
8.6 Anhang F – Sequenzgrafiken
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die detaillierte Untersuchung der Rolle des Tons im ersten abendfüllenden deutschen Tonfilm „Melodie der Welt“ von Walter Ruttmann (1929) mittels einer strukturierten Filmanalyse der akustischen Gestaltungsmittel.
Die erste Tonoffensive
In die erste Phase der Experimente auf dem Gebiet des Tonfilms, der Tonbildepoche, fallen die ersten zwei von Toeplitz' insgesamt vier gezeichneten Offensivphasen, die die Stummfilmära durch bedeutende Experimente auf dem Gebiet des Tonfilms zu beenden drohten.29
Die erste erfolgte um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert und war durch Bemühungen der Wissenschaftler gekennzeichnet, den Phonographen mit dem Filmprojektor mechanisch zu verbinden.30 Bis 1900 fanden die Experimente lediglich unter Verwendung des Nadeltonverfahrens statt.31 Die meisten Versuche auf dem Gebiet des Tonfilms wurden zu dieser Zeit in Frankreich unternommen32, „dort entschieden sich die Geschicke der Kinematografie, das Sein oder Nichtsein der Erfindung der Brüder Lumière.“33 Im Jahre 1896 erhielt der französische Erfinder Auguste Baron das Patent für die erste Synchronvorrichtung.34
Auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 wurden dem Publikum erstmals „Tonbilder“ präsentiert, die auf dem Prinzip der synchronen Verbindung zwischen Kinematographen und Grammophon beruhten.35
1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Gegenstand der Untersuchung vor, den Film „Melodie der Welt“ von Walter Ruttmann, und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Rolle des Tons auf Basis einer Filmanalyse.
2. Die Entwicklung des Tons in der Filmgeschichte: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die technischen Etappen des Tonfilms, von den Anfängen im Stummfilm bis hin zur Etablierung des Tonfilms in Deutschland und der Hollywood-Symphonik.
3. Der deutsche Film im Zeichen der Neuen Sachlichkeit: Es werden die zeitgeschichtlichen Voraussetzungen und inhaltlichen Merkmale der Strömung „Neue Sachlichkeit“ dargelegt und der Film „Melodie der Welt“ als Querschnittfilm innerhalb dieses Stils eingeordnet.
4. Die auditive Ebene im Film: Hier erfolgt eine theoretische Herleitung der akustischen Elemente (Musik, Atmo, Sprache) und deren Verbindungsmöglichkeiten zur visuellen Bildebene.
5. Filmanalyse: Die Rolle des Tons im Film „Melodie der Welt“: Das Kernkapitel beinhaltet die praktische Anwendung der audiovisuellen Analyse nach Michel Chion auf zwei ausgewählte Sequenzen des Films zur Untersuchung der Ton-Bild-Beziehungen.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, wie der Ton im Film „Melodie der Welt“ als gestalterisches Mittel ein weltumspannendes Gemeinschaftsgefühl vermittelt.
Melodie der Welt, Walter Ruttmann, Tonfilm, Filmgeschichte, Neue Sachlichkeit, Querschnittfilm, Filmanalyse, audiovisuelle Analyse, Michel Chion, Filmmusik, Atmo, Synchronisation, Ton-Bild-Beziehung, Dokumentarfilm.
Die Arbeit analysiert die Funktion und Gestaltung der Tonspur im ersten abendfüllenden deutschen Tonfilm „Melodie der Welt“ (1929) von Walter Ruttmann.
Die Arbeit behandelt die technische Entwicklung des Tonfilms, die ästhetische Strömung der „Neuen Sachlichkeit“, die theoretischen Ansätze der Filmanalyse sowie die spezifische Rolle der Musik und Geräusche im Dokumentarfilm.
Das Ziel ist es, auf Basis einer detaillierten Filmanalyse zu untersuchen, welche Rolle der Ton in Ruttmanns Film einnimmt und wie dieser im Zusammenspiel mit den Bildern Bedeutung erzeugt.
Die Autorin nutzt einen hermeneutischen Ansatz und wendet die Methode der audiovisuellen Analyse nach Michel Chion (u.a. Maskierung) auf zwei repräsentative Filmsequenzen an.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Entwicklung des Tonfilms und zu den akustischen Elementen (Musik, Atmo, Sprache) sowie die konkrete Filmanalyse der Sequenzen „Ausfahrt in die Welt“ und „Ihr Kriegslärm“.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Melodie der Welt, Walter Ruttmann, Tonfilm, Neue Sachlichkeit, Filmanalyse, Michel Chion und Ton-Bild-Beziehung.
Da es sich um den ersten abendfüllenden deutschen Tonfilm handelt, bietet er ein historisch bedeutsames Beispiel für die frühe Experimentierphase und das gestalterische Ringen um die neue Ausdrucksform des Tonfilms.
Die Musik fungiert als zentrales Element, das nicht nur Stimmungen illustriert, sondern durch eine kontrapunktische Verwendung auch dramaturgische, narrative und strukturelle Funktionen übernimmt, um ein weltumspannendes Gemeinschaftsgefühl zu evozieren.
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