Magisterarbeit, 2005
129 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Geschichte, Definitionen und aktuelle Trends: Einige Vorbetrachtungen
2.1 “A Nation of Nations“: Kurze Geschichte der Einwanderung
2.1.1 Ursprünge der Immigration in die Vereinigten Staaten
2.1.2 Die 1920er Jahre: Flucht aus Südosteuropa
2.1.3 Das Jahr 1965: Tiefgreifende Veränderungen
2.1.4 Das Jahr 2000: Aktuelle demographische Trends
2.1.5 Zukunftsperspektiven: Bedrohung oder Chance?
2.2 Hispanische Immigration in die USA: Ein Überblick
2.2.1 Herkunftsländer und bevorzugte Siedlungsregionen von Hispanics
2.2.2 Ausgewählte hispanische Einwanderergruppen im Blickpunkt
2.2.2.1 Mexican Americans
2.2.2.2 Puertoricaner
2.2.2.3 Cuban Americans
2.2.2.4 Zentral- und Südamerikaner
2.2.3 Zwischenfazit
2.3 Hispano, Latino, Chicano: Zur Begriffs- und Identitätsfrage
2.3.1 Hispanic America und Hispanic Americans
2.3.2 Latino
2.3.3 Chicano, Mexicano, Cubano und andere
2.3.4 Begriffliche Festlegungen für die folgenden Untersuchungen
2.3.5 “A Pan-ethnic Latino consciousness“: Abgrenzung, Gemeinsamkeit und Doppelidentitäten
3 Mexicanos, Cubanos und die politischen Parteien: Genauere Betrachtungen
3.1 Mexican und Cuban Americans als Untersuchungsbeispiele
3.2 Mexican Americans: Die ambivalente Minderheit?
3.2.1 Demographische Fakten
3.2.2 Geschichte, Immigrationsmotivation und Assimilation
3.3.3 Bildung und sozioökonomischer Status
3.3.4 Parteienzugehörigkeit, Wählerregistrierung und Wahlbeteiligung
3.3 Cuban Americans: Eine amerikanische Erfolgsstory?
3.3.1 Demographische Fakten
3.3.2 Geschichte, Immigrationsmotivation und Assimilation
3.3.3 Bildung und sozioökonomischer Status
3.3.4 Wählerregistrierung, Wahlbeteiligung und Parteienzugehörigkeit
4 Der Latino-Faktor in der US-Präsidentenwahl 2000 (und 2004): “Grabbing For Hispanic Votes“?
4.1 Der Latino-Faktor
4.1.1 Latinos in den USA: Eine Minderheit gewinnt an Macht?
4.1.2 Wahlergebnisse und Wahlverhalten der Latinos: Präsidentenwahl 2000
4.2 Der Kampf um die Latino-Stimmen: Die republikanische Wahlkampagne 2000
4.2.1 Bush und “Compassionate Conservatism“: Ideologische Grundlagen
4.2.2 Der Wahlkampf 2000: Ein politisches Programm für Latino-Wähler
4.2.2.1 Bildungspolitik und bilinguale Bildung
4.2.2.2 Affirmative Action
4.2.2.3 Einwanderungspolitik
4.2.3 Der Wahlkampf 2000: Strategien mit Wirkung auf Latinos?
4.2.3.1 Fernsehspots und öffentliche Auftritte: Image der Multikulturalität?
4.2.3.2 Bush und die spanische Sprache: “Un poco goes far?“
4.2.3.3 Bush und die hispanische Kultur: Familiäre Unterstützung
4.2.4 Zusammenfassung
4.3 Die US-Präsidentenwahl 2004: Einsichten und Aussichten
4.3.1 Vier Jahre danach: Eine Evaluation aus hispanischer Sicht
4.3.2 Der Latino-Faktor 2004: Prognosen und Ergebnisse
4.3.3 Zukunftsperspektiven
5 Resümee
Diese Arbeit analysiert die wachsende politische Bedeutung der hispanischen Bevölkerung in den USA, insbesondere im Kontext der US-Präsidentenwahlen 2000 und 2004, und untersucht, wie die republikanische Partei unter George W. Bush versuchte, diesen wachsenden Wählerblock für sich zu gewinnen.
4.2.1 Bush und “Compassionate Conservatism“: Ideologische Grundlagen
Lange Zeit hatte die Republikanische Partei das Image der „sozial kalten“, marktwirtschaftlich orientierten Partei (vgl. Pinzler/Wessel 2001: 100). Vor allem nach den großen Verlusten bei der Präsidentenwahl 1996 gab es grundlegende, interne Diskussionen über eine effektivere Strategie, mit der auch die hispanische Wählerschaft zu erreichen sei. Der traditionelle republikanische Widerstand gegenüber solchen Themen wie die Rechte der Immigranten, Affirmative Action, sowie bilinguale Bildung hatte der Partei bisher nur wenig Unterstützung von den Latinos gebracht (vgl. Sierra 2000: 334).
Compassionate Conservatism, “mitfühlender Konservatismus“, ist eine politische Philosophie (vgl. Olasky 2000: 1), die die Grundlage für ein neues republikanisches Image bildet. Eine sozialpolitische Komponente ergänzt die streng marktwirtschaftliche Orientierung und soll die Republikaner dem amerikanischen Volk näher bringen. “Texas governor George W. Bush said election night 1998 that he hoped to give the GOP a `compassionate conservative´ face” (Olasky 2000: 1f.).
Marvin Olasky, Professor der University of Texas in Austin und Journalist, ist auch bekannt als der Erfinder des „Compassionate Conservatism“. Ihm zufolge beinhaltet diese politische Philosophie sieben wichtige, charakterisierende Prinzipien (vgl. Pinzler/Wessel 2001: 102), die stark von der christlich-konservativen Strömung geprägt sind. Erstens sollen Missstände im Land nicht in erster Linie durch staatliches Eingreifen verändert werden. Der Staat erfüllt die Funktion, die karitativen Kräfte des Landes bei ihrer Sorge um die öffentliche Wohlfahrt zu unterstützen (vgl. Pinzler/Wessel 2001: 101).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel in den USA und das Aufkommen der Hispanics als wachsende Wählergruppe, deren Einfluss bei der Präsidentschaftswahl 2000 erstmals eine entscheidende Rolle spielte.
2 Geschichte, Definitionen und aktuelle Trends: Einige Vorbetrachtungen: Dieses Kapitel liefert den historischen Kontext der US-Einwanderung, definiert die Heterogenität hispanischer Gruppen und erörtert die Komplexität ihrer Identitätsbildung.
3 Mexicanos, Cubanos und die politischen Parteien: Genauere Betrachtungen: Hier werden die zwei zentralen Fallbeispiele – Mexican Americans und Cuban Americans – hinsichtlich ihrer sozioökonomischen Struktur, Geschichte und Parteipräferenz detailliert gegenübergestellt.
4 Der Latino-Faktor in der US-Präsidentenwahl 2000 (und 2004): “Grabbing For Hispanic Votes“?: Der Hauptteil untersucht die republikanische Wahlkampagne 2000, die ideologische Strategie des „Compassionate Conservatism“ und bewertet deren Erfolg bei der Mobilisierung hispanischer Wähler im Vergleich zur Wahl 2004.
5 Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die wachsende Bedeutung der hispanischen Wähler als zukünftig dominierenden Faktor in der US-Politik.
USA, Latinos, Hispanics, Präsidentenwahl 2000, Präsidentenwahl 2004, George W. Bush, Republikaner, Wahlkampf, Migration, Assimilation, Compassionate Conservatism, Affirmative Action, Bilinguale Bildung, politische Mobilisierung, Swing States.
Die Arbeit analysiert, wie sich die demographische Verschiebung in den USA hin zu einer größeren hispanischen Bevölkerung auf das politische Wahlverhalten auswirkt und wie die Republikanische Partei versuchte, diese Gruppe im Wahlkampf 2000 für sich zu gewinnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Einwanderungsgeschichte, den sozioökonomischen Unterschieden zwischen hispanischen Gruppen (insbesondere Mexikaner und Kubaner), sowie der politischen Kommunikation und Wahlkampfstrategien.
Das Ziel ist es, den „Latino-Faktor“ bei US-Präsidentenwahlen zu untersuchen und zu bewerten, ob und wie die strategischen Bemühungen der Republikaner unter George W. Bush bei dieser Wählergruppe erfolgreich waren.
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Untersuchung, die auf dem Auswerten von Statistiken, Wahlumfragen und historischem Hintergrundmaterial zur Einwanderungsdebatte basiert.
Im Hauptteil liegt das Augenmerk auf der republikanischen Kampagne von 2000, der Anwendung von „Targeting“-Strategien und der Bedeutung ideologischer Konzepte wie des „Compassionate Conservatism“.
Die wichtigsten Begriffe sind Hispanics, Latinos, US-Wahl 2000/2004, Wahlkampfstrategie, Einwanderung, Integration und politische Partizipation.
Sie repräsentieren die zwei größten und politisch einflussreichsten hispanischen Untergruppen, die sich durch ihre unterschiedliche Einwanderungsmotivation und historische Parteibindung als ideale Vergleichsbeispiele eignen.
Es handelt sich um eine politische Philosophie Bushs, die staatliche Eingriffe reduziert und auf private, karitative Hilfe setzt, um Minderheiten besser zu integrieren und das Image der Partei als „sozial kalt“ zu korrigieren.
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