Bachelorarbeit, 2022
142 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Annäherung an die Kommunikation von Unternehmen
2.1. Begriff der Unternehmenskommunikation
2.2. Marketingkommunikation als Gegenstand der Unternehmenskommunikation
2.2.1. Entwicklungsphasen der Marketingkommunikation
2.2.2. Marketingkommunikationsmaßnahmen im Kundenbeziehungslebenszyklus
2.2.3. Prozessmodell der Marketingkommunikation
3. Media Richness Theory als methodische Herangehensweise
3.1. Grundlagen der Medienreichhaltigkeit
3.1.1. Feldstudie nach Daft, Lengel und Trevino
3.1.2. Kritischer Blick der Media Synchronicity Theory
3.2. Instrumente und Medien der Marketingkommunikation
4. Fallbeispiel Weingut Brennfleck: Der Weinmarkt
4.1. Übersicht über die Konsumgüterbranche
4.2. Besonderheiten der Weinkommunikation
5. Methodisches Vorgehen
5.1. Aufbau der empirischen Untersuchung
5.2. Von der Forschungsfrage zu den Analysedimensionen
5.3. Entwicklung der Interviewleitfäden
5.4. Auswahl und Kontaktierung der Interviewpartner
5.5. Interviewdurchführung
5.6. Auswertung der Experteninterviews
6. Ergebnisdarstellung und Diskussion
7. Fazit
Die Arbeit untersucht im Kontext einer globalen Pandemie die Wirksamkeit verschiedener Kommunikationsinstrumente und -medien. Das primäre Ziel ist es, den Beitrag dieser Instrumente zur Neukundengewinnung und zur Bindung von Stammkunden in einer krisengeprägten Zeit zu analysieren und theoretisch fundierte Empfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
Problemstellung und Zielsetzung
In der Forschungsliteratur der Kommunikations- und Medienwissenschaften wird sich bereits seit einigen Jahren mit der Medienwahl auseinandergesetzt. Die Vielfalt, der heute zur Verfügung stehenden Medien macht deutlich, dass der Einsatz eines bestimmten Mediums für einen konkreten Kommunikationsanlass das Ergebnis eines Medienwahlprozesses darstellt. Es ist dabei keine neue Erkenntnis, dass die Medienwahl v.a. auf sachlich-rationale, individuelle, kollektiv-soziale, emotionale oder normative Gründe zurückzuführen ist (vgl. Wilhelm/Podschuweit/Hofer/Koch 2018; Fulk et al. 1987; Schmitz 1987; Blumler 1969; Misoch 2006; Ajzen/Fishbein 1980; Daft/Lengel 1984, 1986). Ebenso wie die Gründe der Medienwahl als weitgehend erforscht gelten, sind auch die verschiedenen Kommunikationsinstrumente und -medien vielfach untersucht worden (Kotler 1967, 2017; Mast et al. 2005; Meffert 1986; Homburg 2020). Es bestehen nicht nur Kenntnisse darüber, welches Medium für welchen Kommunikationsanlass geeignet ist, sondern auch für welches kommunikative Ziel.
Heutzutage stellt sich daher vielmehr die Frage, ob diese Erkenntnisse auch in Zeiten einer globalen Pandemie Rechnung tragen. Daher widmet sich die vorliegende Arbeit der folgender Forschungsfrage: Welchen Beitrag leisten die verschiedenen Kommunikationsinstrumente und -medien bei der Gewinnung von Neukunden und der Bindung von Stammkunden während einer globalen Pandemie?
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der veränderten Kommunikationsanforderungen durch die Coronapandemie ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Theoretische Annäherung an die Kommunikation von Unternehmen: Dieses Kapitel legt die begrifflichen Grundlagen der Unternehmens- und Marketingkommunikation dar und erläutert verschiedene Entwicklungsphasen sowie prozessuale Ansätze.
3. Media Richness Theory als methodische Herangehensweise: Hier werden die theoretischen Modelle zur Medienwahl, insbesondere die Media-Richness-Theory und ihre kritische Betrachtung durch die Media Synchronicity Theory, analysiert.
4. Fallbeispiel Weingut Brennfleck: Der Weinmarkt: Dieser Teil beleuchtet die betriebswirtschaftliche Situation des Weinguts Brennfleck und analysiert die Besonderheiten der Weinkommunikation innerhalb der Konsumgüterbranche.
5. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Entwicklung der Experteninterviews und deren Auswertungsmethodik zur Beantwortung der Forschungsfrage.
6. Ergebnisdarstellung und Diskussion: Hier werden die gewonnenen Daten aus den Experteninterviews präsentiert, strukturiert und im Kontext der theoretischen Modelle diskutiert.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bietet einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Forschungsfeld.
Marketingkommunikation, Media Richness Theory, Coronapandemie, Kundenbindung, Neukundenakquise, Weingut, digitale Kommunikation, face-to-face Kommunikation, Konsumgütermarketing, Kundenbeziehungslebenszyklus, Experteninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, Medienwahl, Weinbranche, Krisenkommunikation.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Kommunikationskanälen für Unternehmen in krisenhaften Zeiten, konkret unter dem Einfluss einer globalen Pandemie.
Die zentralen Felder umfassen die moderne Marketingkommunikation, die Theorie der Medienreichhaltigkeit (Media Richness Theory) sowie deren Anwendung in der Weinwirtschaft.
Die Arbeit erforscht, welchen Einfluss verschiedene Kommunikationswerkzeuge auf die Neugewinnung sowie die dauerhafte Bindung von Stammkunden bei kleinen bis mittleren Betrieben während einer Pandemie haben.
Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Vertretern eines konkreten Fallbeispiels (Weingut Brennfleck).
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung der Unternehmenskommunikation über die Erläuterung der angewandten Medientheorien bis hin zur Präsentation und detaillierten Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Marketingkommunikation, Kundenbeziehungszyklus, Media Richness Theory und Krisenkommunikation im Digitalzeitalter.
Es dient als repräsentatives Modell für kleine bis mittlere Betriebe, die trotz ihrer Größe signifikant von den pandemiebedingten Einschränkungen betroffen waren und einen persönlichen Kundenstamm pflegen.
Die Krise erzwang eine verstärkte Nutzung digitaler Instrumente wie Social Media und Online-Weinproben, da traditionelle persönliche Verkostungen vor Ort zeitweise nicht möglich waren.
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