Masterarbeit, 2008
138 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
1.1 Summary
1.2 Inhalt der Arbeit
1.3 Begründung zur Auswahl der ausgewälten Thematik
1.3.1 Analyse der Ausgangs- / Ist-Situation
1.3.2 Persönlicher Hintergrund des Autors
2. ZIELFORMULIERUNG
2.1 Ziele
2.2 Abgrenzung
3. METHODISCHE ERLÄUTERUNGEN
3.1 Vorgehensweise
3.2 Leitspruch
4. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN PROJEKTMANAGEMENT / IT-PROJEKTMANAGEMENT
4.1 Historie des Projektmanagements, agilen Projektmanagements und der Theory of Constraints
4.2 Was ist ein Projekt?
4.2.1 Merkmale eines Projektes
4.2.2 Arten von Projekten
4.3 Projektmanagementdefinition
4.4 Der Projektmanagementprozess
4.4.1 Der Projektmanagementprozess nach Nextlevel
4.4.2 Der Projektmanagementprozess am Praxisbeispiel der T-Systems
4.5 Aufgaben des Projektmanagements
4.6 Ziele des Projektmanagements
4.6.1 Magisches Zieldreieck
4.6.2 Teufelsquadrat
4.6.3 Funktion von Zielen
4.7 Projektrisikomanagement
4.8 Projektcontrolling
4.9 Multiprojektmanagement / Programm-Management
4.9.1 Programm-Management
4.9.2 Multiprojektmanagement
4.10 Management by Projects
4.11 Systemisches Projektmanagement
5. IT-PROJEKT / SOFTWAREENTWICKLUNGSPROJEKT
5.1 Aktivitäten / Phasen eines Softwareprojektes
5.2 Beispiel aus der Informatiklehre
5.3 Beispielhafter Ablauf eines IT-Projektes bei der T-Home
5.4 Beispielhafter Ablauf eines IT-Projektes bei der T-Systems
5.5 Basisziele im Rahmen der Softwareentwicklung
5.6 Fazit Softwareentwicklungsprojekte
6. SITUATION IN IT-PROJEKTEN
6.1 Situation in IT-Projekten generell
6.2 Bisherige alternative Projektmanagementansätze in der IT
6.3 Agile Softwareentwicklung
6.4 Agiles Projektmanagement
6.5 Bekannte Ansätze Projektmanagement in der SW-Entwicklung
6.5.1 Scrum
6.5.2 Rational Unified Process - RUP
6.5.3 V-Modell XT
6.5.4 Spiralmodell
6.5.5 Rapid Application Development
6.5.6 Extreme Programming - XP
6.6 Fazit, bisherige Ansätze
7. CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT
7.1 Theory of Constraints / Constraint Management
7.1.1 Allgemeines zur Theory of Constraints
7.1.2 Übersicht der TOC-Denkprozesse
7.1.3 Die zugrunde liegenden Logiken der TOC-Denkprozesse
7.1.4 Logikdiagramme der Theory of Constraints
7.1.4.1 Gegenwartsbaum (engl: Current Reality Tree - CRT)
7.1.4.2 Konfliktlösungsbaum oder auch Dilemma-Wolke
7.1.4.2.1 Konfliktlösungsbaum
7.1.4.2.2 Dilemma-Wolke
7.1.4.3 Zukunftsbaum (engl.: Future Reality Tree - FRT)
7.1.4.4 Vorbehaltsbaum
7.1.4.5 Umsetzungsbaum (engl: Transition Tree - TRT)
7.1.5 Regeln zur Erstellung und Prüfung der TOC-Bäume
7.2 Critical Chain Project Management Theory
7.2.1 Vorgänge werden mit Zeitpuffer geschätzt
7.2.2 Wie eingebaute Reserven verbraucht werden
7.2.2.1 Parkinsons Gesetz
7.2.2.2 Studentensyndrom
7.2.2.3 Negatives Multitasking
7.2.2.4 Managen von Unsicherheiten
7.2.3 Der Critical Chain Projektplan
7.2.3.1 Das Late-Start-Prinzip
7.2.3.2 Staffelläuferprinzip
7.2.3.3 Definition der kritischen Kette
7.2.3.4 Ressourcenabgleich bei CCPM
7.2.3.5 Einfügen von Puffer
7.2.3.5.1 Projektpuffer
7.2.3.5.2 Zulieferkettenpuffer
7.2.3.5.3 Ressourcenpuffer
7.2.3.5.4 Pufferberechnungsmethoden
7.3 Die wesentlichen Unterschiede zum herkömmlichen PM
8. CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT ALS ANSATZ FÜR SOFTWAREENTWICKLUNGSPROJEKTE
8.1 Grundsätze zur Beachtung
8.2 Schätzmethoden als Grundlage
8.3 Denkbarer Ablauf im Rahmen einer Iteration
8.4 CCPM gespiegelt an den Hauptproblemen der Softwareentwicklung
8.5 CCPM in der Softwareentwicklung
9. WARUM HAT SICH CCPM BISHER NICHT DURCHGESETZT BZW. WIRD ES SICH IN ZUKUNFT DURCHSETZEN KÖNNEN?
10. ERFOLGSFAKTOREN BEI EINER MÖGLICHEN EINFÜHRUNG
10.1 Changemanagement für die Einführung von CCPM
10.2 Das Seven-S-Modell - passend für CCPM
10.3 Pilotierung von Critical Chain Project Management
10.4 Ganzheitliche Einführung von Critical Chain Project Management
11. WELCHE SOFTWARE UNTERSTÜTZT CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT?
12. HANDLUNGSEMPFEHLUNG BEZÜGLICH DES EINSATZES VON CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT
12.1 Zusammenfassung
12.2 Fazit / Empfehlung
13. EIGENER ANSATZ – SCRUM MEETS CCPM
14. AUSBLICK PROJEKTMANAGEMENT IN DER SOFTWAREENTWICKLUNG
14.1 Status Quo - Projektmanagement in der Softwareentwicklung
14.2 Zukünftiges Projektmanagement in der Softwareentwicklung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz der Methode "Critical Chain Project Management" (CCPM) im Kontext von Softwareentwicklungsprojekten. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen dieser aus der Produktionswelt stammenden Methode zu beleuchten und ihre Anwendbarkeit sowie Potenziale zur Beschleunigung und Optimierung von IT-Projekten zu bewerten, um letztlich eine Handlungsempfehlung für deren Einführung abzuleiten.
1.1 Summary
In dieser Arbeit wird der Einsatz der Methode Critical Chain Management (CCM) im Rahmen von Softwareentwicklungsprojekten (IT-Projekten) näher untersucht. Die Methode selbst beruht auf den Erkenntnissen der so genannten „Theory of Constraints“ von Dr. Eliyahu M. Goldratt. Im Rahmen von Projekten der produzierenden Industrie wurden hier schon beachtliche Geschwindigkeitsvorteile erzielt.
Dieser Ansatz selbst ist in Deutschland, ja sogar in Gesamt-Europa, noch nicht stark verbreitet. Sie stammt aus der Produktionsplanung und hatte zunächst das klare Ziel, den Durchsatz in der Produktion deutlich zu erhöhen. Aus der Systemtheorie und der Kybernetik entstand dann letzten Endes die „Theory of Constraints“, die die Begrenzungen der Produktion verdeutlicht und auf Basis der analysierten Daten Maßnahmen ableiten lässt, die zur Erhöhung der Produktion und zur Erhöhung des Durchsatzes führen. Grundsätzlich ist es doch so, dass ein Projektmanager oder Multi-Projektmanager (auch Programm-Manager) und ein Produktionsmanager zwei sehr ähnliche Zielvorgaben erfüllen müssen. Auf der einen Seite wollen sie so wirtschaftlich wie möglich arbeiten und alle vorhandenen Ressourcen vollständig auslasten; auf der anderen soll die Flexibilität, kurzfristig auf geänderte Markt- oder Kundenbedürfnisse reagieren zu können, erhalten bleiben (vgl. Schragenheim, 2008).
In der Praxis ergibt sich aus diesen beiden Zielen sehr häufig ein Zielkonflikt, man spricht hier auch von der so genannten „Zielkonkurrenz“ (Schell 2005, S. 144). Dieser Zielkonflikt lässt sich, wie der Begründer der "Theory of Constraints" (TOC) Dr. Eliyahu M. Goldratt in seinen Büchern erläutert, durch eine Fokussierung auf den so genannten Engpass im Unternehmen auflösen. Projekt- wie Produktionsmanager könnten also mittels Konzentration auf den Engpass die Organisation zur höchstmöglichen Leistung und auf Wachstumskurs bringen. So kann die Effizienzreduzierung eines Produktionsschritts oder eines Prozesses den Durchsatz und die Produktivität der Linien bzw. der Projektorganisation erhöhen.
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Motivation für die Untersuchung von CCPM in IT-Projekten und Beschreibung der Zielkonflikte in der Praxis.
2. ZIELFORMULIERUNG: Definition der Forschungsziele und Abgrenzung des Untersuchungsumfangs der Arbeit.
3. METHODISCHE ERLÄUTERUNGEN: Erläuterung des Vorgehens durch Literaturanalyse und Expertenbefragungen sowie Darlegung des Leitspruchs.
4. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN PROJEKTMANAGEMENT / IT-PROJEKTMANAGEMENT: Historischer Rückblick und theoretische Einordnung des Projektmanagements, agiler Methoden und der Theory of Constraints.
5. IT-PROJEKT / SOFTWAREENTWICKLUNGSPROJEKT: Beschreibung der Phasen eines Softwareprojekts und Darstellung praxisnaher Ablaufbeispiele bei T-Home und T-Systems.
6. SITUATION IN IT-PROJEKTEN: Analyse der aktuellen Situation, des Kostendrucks und Evaluierung bisheriger agiler Projektmanagementansätze in der IT.
7. CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT: Detaillierte theoretische Abhandlung der Theory of Constraints (TOC) und der speziellen CCPM-Methodik, inklusive Puffer und kritischer Kette.
8. CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT ALS ANSATZ FÜR SOFTWAREENTWICKLUNGSPROJEKTE: Übertragung der CCPM-Methodik auf die Softwareentwicklung unter Berücksichtigung spezifischer Schätzmethoden.
9. WARUM HAT SICH CCPM BISHER NICHT DURCHGESETZT BZW. WIRD ES SICH IN ZUKUNFT DURCHSETZEN KÖNNEN?: Diskussion der Herausforderungen und kulturellen Barrieren bei der Einführung von CCPM.
10. ERFOLGSFAKTOREN BEI EINER MÖGLICHEN EINFÜHRUNG: Analyse von Change-Management-Aspekten und Erfolgsfaktoren bei der Implementierung von CCPM-Ansätzen.
11. WELCHE SOFTWARE UNTERSTÜTZT CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT?: Übersicht und Vergleich marktüblicher Softwarelösungen zur Unterstützung von CCPM.
12. HANDLUNGSEMPFEHLUNG BEZÜGLICH DES EINSATZES VON CRITICAL CHAIN PROJECT MANAGEMENT: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Ableitung konkreter Empfehlungen für den Praxiseinsatz.
13. EIGENER ANSATZ – SCRUM MEETS CCPM: Vorstellung eines hybriden Modells, das agile Scrum-Elemente mit der Pufferlogik des CCPM kombiniert.
14. AUSBLICK PROJEKTMANAGEMENT IN DER SOFTWAREENTWICKLUNG: Analyse der zukünftigen Entwicklungstrends und des Potenzials für professionelles Projektmanagement.
Critical Chain Project Management, CCPM, Theory of Constraints, TOC, Softwareentwicklung, IT-Projektmanagement, Projektcontrolling, Puffer-Management, Agiles Projektmanagement, Engpassmanagement, Multiprojektmanagement, Ressourcenplanung, Changemanagement, Risikomanagement.
Die Arbeit untersucht, ob die aus der Produktionsindustrie bekannte "Critical Chain"-Methode dazu beitragen kann, Softwareentwicklungsprojekte effizienter und schneller abzuwickeln.
Die Arbeit verknüpft klassisches und agiles Projektmanagement mit der "Theory of Constraints" und analysiert, wie diese Ansätze auf die spezifischen Herausforderungen der Softwareentwicklung übertragen werden können.
Das Hauptziel ist eine kritische Würdigung von CCPM im IT-Umfeld, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für Projektleiter und Unternehmen abzuleiten.
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse, interne Prozessdokumentationen der T-Systems sowie Interviews mit Experten (wie Uwe Techt) auf dem Gebiet der Theory of Constraints.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Projektmanagements, die Analyse agiler Ansätze, die detaillierte Funktionsweise der Critical Chain Methodik (inkl. Puffer und Ressourcenmanagement) sowie Strategien zur erfolgreichen Implementierung.
CCPM, Theory of Constraints, Softwareentwicklung, Engpassmanagement, Projektpuffer und Agilität sind die prägenden Fachbegriffe dieser Studie.
Nein, der Autor betont, dass CCPM kein "Allheilmittel" ist. Insbesondere bei Dienstleistungsunternehmen mit vielen externen Kunden und Festpreisen sieht er erhebliche Hürden bei der Anwendung.
Der Autor schlägt ein hybrides Modell vor ("Scrum meets CCPM"), das agile Iterationszyklen (Sprints) mit der Pufferlogik aus der Critical Chain Methode kombiniert, um sowohl Flexibilität als auch Terminsicherheit zu verbessern.
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