Bachelorarbeit, 2009
109 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
1.1 Problemhintergrund
1.2 Zielsetzung und Nutzen der Arbeit
2. Public Private Partnership (PPP) – mehr als die private Finanzierung öffentlicher Aufgaben
2.1 Definition von PPP-Modellen
2.2 PPP-Modelle, die bei internationalen Infrastrukturprojekten herangezogen werden
2.3 Verfolgte Ziele der öffentlichen Hand und der privaten Wirtschaft
2.4 Mögliche Partner in PPP-Modellen
2.5 Kriterien für die Auswahl von PPP-Modellen
2.5.1 Leistungskontrolle, Vergütung, Effektivität und finanzierungsrechtliche Aspekte
2.5.2 Kontrolle, Transparenz und Risiko
2.6 SWOT - Analyse am Beispiel realisierter Projekte mit Konzentration auf den Finanzierungsbereich
2.6.1 SWOT-Analyse realisierter Projekte in tabellarischer Darstellung nach Kotler und Armstrong
2.6.2 Optimierungsvorschläge durch den Einsatz von hybriden Finanzierungsinstrumenten
2.7 Abgrenzung Public Private Partnership gegenüber anderen Kooperationsformen
3. Berechnungsmodell für ein Parkhaus in der Stadt Holzminden
3.1 Investitionszeitraum und Baukosten der Immobilie
3.2 Konventionelle Beschaffungsvariante
3.3 PPP-Beschaffung
3.4 Kapitalwerte und Zahlungsreihen PPP und KBV
3.5 Projektspezifische Kapitalstruktur
3.5.1 Sensitivitätsanalyse des Effizienzvorteils
3.5.2 Ergebnisse des Wirtschaftlichkeitsvergleiches
3.5.3 Optimale Kapitalstruktur
3.6 Das Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital und darauf Einfluss nehmende Faktoren
3.7 Das Berechnungsmodell für das Privatwirtschaftliche Finanzierungsmodell
3.8 Strategische Analyse
3.9 Umweltanalyse / PEST-Analyse
3.10 Umfrage und Auswertung der Umfrage
4. Geeignete hybride Finanzierungsformen für den Einsatz im PPP-Projekt Parkhaus für die Stadt Holzminden
4.1 Begriffsdefinition und Merkmale hybrider Finanzierungsinstrumente
4.2 Ausgewählte Formen hybrider Finanzierungsinstrumente
4.2.1 Hybride Finanzierungsinstrumente mit Fremdkapitalausrichtung
4.3 Hybride Finanzierungsinstrumente mit Eigenkapitalcharakter
4.3.1 Genussrechte
4.3.2 Mezzanin Fonds
5. Renditekomponenten bei der Anwendung hybrider Finanzierungsinstrumente
5.1 Beteiligung am Unternehmenserfolg (Equity Kicker)
5.2 Möglichkeiten zur Gestaltung der Zinskomponente
5.2.1 Zero-Bonds
5.2.2 Floating Rate Notes (Floater)
6. Einsatz hybrider Finanzierungsinstrumente in Abhängigkeit vom Projektverlauf eines PPP-Projektes
6.1 Einleitung
6.2 Kriterien zur Bewertung hybrider Finanzierungsinstrumente in Bezug auf ihren Einsatz in PPP-Modellen
6.2.1 Lebenszyklusansatz
6.2.2 Übernahme von Projektrisiken
6.2.3 Transparenz durch öffentlich-private Partnerschaften
6.2.4 Cashflowbasierende Rückzahlung
6.3 Monetarisierung von Risiken (Bewertung)
6.3.1 Einfache analytische Ansätze zur Risikokostenbestimmung
6.3.2 Komplexe analytische Ansätze zur Risikokostenbestimmung
6.3.3 Marktorientierte Ansätze zur Risikokostenbestimmung
6.4 Risikoklassen und PPP-Risikoverteilung
6.5 Rahmenbedingungen für die hybride Finanzierung von PPP-Modellen
6.5.1 Beschaffungsvariantenvergleich von Projekten konventionell und durch PPP
6.5.2 Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
6.5.3 Risiko-Rendite Relation
7. Prüfung der Einsatzfähigkeit hybrider Finanzierungsinstrumente am Beispiel des PPP-Projektes Parkhaus für die Stadt Holzminden
7.1 Einleitung
7.2 Betreibermodell
7.2.1 Einsatz typisch stiller Beteiligung
7.2.2 Einsatz von Nachrangdarlehen
7.2.3 Einsatz von Genussrechten
7.3 PPP-Leasingmodell
7.3.1 Einsatz typisch stiller Beteiligung
7.3.2 Einsatz von Nachrangdarlehen
7.3.3 Einsatz von Genussrechten
7.4 Konzessionsmodell
7.4.1 Einsatz typisch stiller Beteiligung
7.4.2 Einsatz von Nachrangdarlehen
7.4.3 Einsatz von Genussrechten
7.5 Kooperationsmodell
7.5.1 Einsatz typisch stiller Beteiligung
7.5.2 Einsatz von Nachrangdarlehen
7.5.3 Einsatz von Genussrechten
7.6 Musterhafte Darstellung der Ergebnisse
8. Kostenbetrachtung der Finanzierungsalternativen
8.1 Finanzierungskostenunterschied
8.2 Kosten der Due Dilligence und Projektüberwachung
8.3 Bewertung von Risiken und deren Kosten
8.3.1 Baukosten und Bauzeitüberschreitung
8.3.2 Insolvenz des Privaten in der Bau- und Betriebsphase
8.3.3 Instandhaltungs- und Betriebskostenüberschreitung
8.4. SWOT Analyse für die beiden Finanzierungsalternativen
Y. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten hybrider Finanzierungsinstrumente bei Public Private Partnership (PPP) Projekten. Ziel ist es, unter Berücksichtigung eines konkreten Parkhaus-Projektes in der Stadt Holzminden, Wege zur Optimierung der Kapitalstruktur aufzuzeigen und das durch knappe öffentliche Haushalte bedingte Eigenkapitalproblem durch eine effizientere Finanzierung zu lösen.
1.1 Problemhintergrund
Das Geld, was man besitzt, ist das Mittel der Freiheit.
Das Geld, dem man nachjagt, ist das Instrument der Knechtschaft.
Liest man, was Rousseau vor mehr als 200 Jahren gesagt hat, so erkennt man den Geist der bürgerlichen Revolution. Es war Geld, welches es dem Bürgertum ermöglichte, sich von der Abhängigkeit des Adels zu befreien. Auf der Basis von Privateigentum entwickelten sich die bürgerlichen Staaten Westeuropas und Nordamerikas, die noch heute die Geschichte der Welt bestimmen.
Sieht man heute diejenigen, die das Geld ihr Eigen nennen und die unabhängig im Sinne Rousseaus sind, so scheint es manches Mal, dass die Verwendung der Mittel schwieriger ist als ihr Erwerb. Die Ereignisse der letzten Jahre haben das Vertrauen der Anleger in die Kapitalmärkte verändert. Die Hausse-Jahre, in denen der schnelle Aufstieg für alle zu erreichen schien, sind vorbei. Die Volatilität an den Märkten steigt und klare Prognosen sind nicht mehr durchzuführen.
Das schwächelnde Wirtschaftswachstum, die hohe Inflationsgefahr und die Bedrohung durch den internationalen Terror lassen viele Anleger umschwenken und etwas Neues suchen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die ökonomische Ausgangslage und die Notwendigkeit von PPP-Projekten vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen.
2. Public Private Partnership (PPP) – mehr als die private Finanzierung öffentlicher Aufgaben: Hier werden Definitionen, Ziele, Akteure und verschiedene PPP-Modelle (Betreiber-, Leasing-, Konzessions-, Kooperationsmodell) theoretisch fundiert.
3. Berechnungsmodell für ein Parkhaus in der Stadt Holzminden: Dieses Kapitel wendet die PPP-Theorie auf ein konkretes Fallbeispiel an und führt Wirtschaftlichkeitsvergleiche sowie eine Umfrage zur Bürgerakzeptanz durch.
4. Geeignete hybride Finanzierungsformen für den Einsatz im PPP-Projekt Parkhaus für die Stadt Holzminden: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit hybriden Finanzierungsinstrumenten und deren Eignung als Mezzanin-Kapital im Kontext des Parkhaus-Projekts.
5. Renditekomponenten bei der Anwendung hybrider Finanzierungsinstrumente: Fokus auf die konkrete Ausgestaltung der Rendite, insbesondere durch Equity Kicker und Zinskomponenten wie Zero-Bonds oder Floating Rate Notes.
6. Einsatz hybrider Finanzierungsinstrumente in Abhängigkeit vom Projektverlauf eines PPP-Projektes: Untersuchung der verschiedenen Lebenszyklusphasen eines Projekts und der damit verbundenen Risikobewertung und -verteilung.
7. Prüfung der Einsatzfähigkeit hybrider Finanzierungsinstrumente am Beispiel des PPP-Projektes Parkhaus für die Stadt Holzminden: Die theoretischen Ansätze der hybriden Finanzierung werden in den vier betrachteten PPP-Modelltypen auf ihre praktische Anwendbarkeit geprüft.
8. Kostenbetrachtung der Finanzierungsalternativen: Eine abschließende Analyse der Finanzierungskosten unter Berücksichtigung von Due Dilligence, Risiken und spezifischen Überschreitungsszenarien.
Y. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Rolle der Finanzinstitute bei der Umsetzung von PPP-Projekten.
Public Private Partnership, PPP, Hybride Finanzierungsinstrumente, Mezzanin-Kapital, Projektfinanzierung, Parkhaus, Wirtschaftlichkeitsvergleich, Risikomanagement, Betreibermodell, Leasingmodell, Konzessionsmodell, Eigenkapital, Fremdkapital, Finanzierungskosten, Kommunalfinanzierung
Die Arbeit untersucht, wie hybride Finanzierungsinstrumente dazu beitragen können, das Finanzierungsproblem von Public Private Partnership (PPP) Projekten zu lösen und die Kapitalstruktur effizient zu optimieren.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen von PPP-Modellen, der theoretischen Analyse hybrider Finanzierungsformen, der Risikoanalyse im Projektverlauf sowie der praktischen Anwendung an einem konkreten Fallbeispiel (Parkhausbau in Holzminden).
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass durch den Einsatz hybrider Finanzierungsmittel (wie stille Beteiligungen oder Genussrechte) in PPP-Modellen die Effizienz gesteigert und die Finanzierungskosten im Vergleich zu konventionellen Methoden gesenkt werden können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu Finanzierungstheorien und PPP-Modellen sowie ein quantitatives Berechnungsmodell, das durch eine empirische Bürgerumfrage ergänzt wird.
Der Hauptteil analysiert die spezifischen hybriden Instrumente, prüft deren Einsatzfähigkeit in verschiedenen Betreiber- und Leasingmodellen und betrachtet kritisch die Kosten sowie die Risikoverteilung während des gesamten Projektlebenszyklus.
Zentrale Begriffe sind Public Private Partnership, Mezzanin-Kapital, Risikokostenbestimmung, Effizienzvorteil und Kapitalstruktur.
Das Parkhaus dient als praxisnahes Fallbeispiel, um die theoretischen Berechnungsmodelle (Kapitalwerte, Zahlungsreihen) und die Auswirkungen von Risikofaktoren auf die Rentabilität eines konkreten kommunalen Bauvorhabens zu demonstrieren.
Die Analyse zeigt, dass hybride Instrumente eine sehr flexible Gestaltung der Kapitalstruktur ermöglichen und dazu beitragen, die Bonität der Projektgesellschaft zu stärken, wobei jedoch die spezifischen Risiken des jeweiligen PPP-Modells strikt zu berücksichtigen sind.
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