Bachelorarbeit, 2023
135 Seiten
1 Einleitung
2 Politischer und legaler Rahmen
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Sprachliche Grundlagen
3.1.1 Definition von Geschlecht
3.1.2 Einordnung in den Zusammenhang der feministischen Diskussion
3.1.3 Definition geschlechtergerechter Sprache
3.1.4 Problematische Umsetzung der geschlechtergerechten Sprache im Alltag
3.2 Möglichkeiten zur nominalen Personenreferenz im Deutschen
3.2.1 Generisches Maskulinum
3.2.2 Generisches Femininum
3.2.3 Doppelnennung
3.2.4 Unterstrich
3.2.5 Klammerschreibweise
3.2.6 Binnen-I
3.2.7 Genderstern
3.2.8 Verwendung genderneutraler Begriffe
3.2.9 Substantivierte Adjektive und Partizipien
3.2.10 Sachbezeichnungen
3.2.11 Geschlechtsneutrale Ausdrücke
3.2.12 Kurzwörter
3.2.13 Direkte Rede
3.2.14 Mithilfe eines Adjektivs umformulieren
3.2.15 Mit dem Passiv oder mit ‚wir‘ umschreiben
3.2.16 Relativsätzen bilden
3.2.17 Zwischenfazit
3.3 Geschlechtergerechte Sprache im Deutschunterricht
3.3.1 Relevanz geschlechtergerechter Sprache im Unterricht
3.3.2 Aktueller Forschungsstand
4 Methodologie
4.1 Forschungsansatz
4.1.1 Qualitatives Vorgehen
4.1.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
4.2 Methoden der Datenerhebung
4.2.1 Stichprobe
4.2.2 Ablauf der Datenerhebung
4.2.3 Interview
4.3 Methoden der Datenanalyse
4.3.1 Codierung und Kategorienbildung
4.3.2 Ethikrichtlinien
5 Daten
5.1 Dokumentation und Darstellung
5.1.1 Geschlechtergerechte Sprache: Verständnis, private Verwendung von Personenbezeichnungen, Bewusstsein durch öffentliche Berichterstattung und Thematisierung im Studium
5.1.2 Integration von geschlechtergerechter Sprache im Unterricht
5.1.3 Herausforderungen im Unterricht
5.2 Analyse und Interpretation
6 Diskussion und Limitationen in Bezug auf die Forschungsfrage
7 Persönliches Fazit und Ausblick
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Stellenwert der geschlechtergerechten Sprache bei luxemburgischen Grundschullehrkräften im Zyklus 4 zu ermitteln und deren Umgang mit inklusiver Sprache im Unterricht zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit geschlechtergerechte Sprache Einzug in den Schulunterricht gehalten hat und welche Ansätze zur Umsetzung von den Lehrpersonen verfolgt werden.
3.1 Sprachliche Grundlagen
Der Begriff ‚Geschlecht‘ hat vier unterschiedliche Bedeutungen. Zunächst wird auf der sprachlichen Ebene zwischen dem grammatikalischen und dem semantischen Geschlecht differenziert. Des Weiteren gibt es das biologische Geschlecht, auch ‚Sexus‘ genannt, sowie das soziale Geschlecht, das auch als ‚Gender‘ bezeichnet wird. Im Folgenden sollen die einzelnen Aspekte näher beleuchtet werden: Beim grammatikalischen Geschlecht (1) wird zwischen dem Maskulinum (dem Mann), dem Femininum (der Frau) und dem Neutrum (dem Kind) unterschieden. Im hier gewählten Beispiel stimmen das grammatikalische und das biologische Geschlecht überein, was jedoch nicht immer der Fall sein muss. Zahlreiche Substantive, die in der Grammatik ein Geschlecht besitzen, haben in Wirklichkeit keines. Beispielsweise heißt es ‚die Brücke‘, obwohl Verbindungswege weder weiblich noch männlich sein können. Das semantische Geschlecht (2) nimmt auf Personenbezeichnungen Bezug, die inhaltlich auf ein Geschlecht verweisen. So enthält das Substantiv ‚Schwester‘ das Merkmal ‚weiblich‘, das Substantiv ‚Bruder‘ hingegen das Merkmal ‚männlich‘. Das biologische Geschlecht (3) steht von Geburt an fest im Personalausweis, gilt für Menschen und Tiere und wird für Personenbezeichnungen vorwiegend auch in der Grammatik verwendet (beispielsweise: der Fremde oder die Fremde). Oft stimmt das biologische Geschlecht mit dem sozialen überein. Es kommt jedoch auch vor, dass sich ein Mensch nicht mit dem Geschlecht identifiziert, das ihm bei der Geburt zugewiesen wurde, oder dass sich die Person gar keinem Geschlecht oder aber beiden zugehörig fühlt. Das soziale Geschlecht (4) ist eng mit gesellschaftlichen Rollen und sozialen Eigenschaften verbunden; so wird Frauen unter anderem nachgesagt, sie seien kommunikativ, während Männer als eher wortkarg gelten. Überdies existieren verschiedene Stereotype über Frauen und Männer.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema geschlechtergerechte Sprache und Begründung des Fokus auf luxemburgische Grundschulen.
2 Politischer und legaler Rahmen: Darlegung internationaler und nationaler Vorgaben hinsichtlich Gleichstellung und Inklusion im Bildungswesen.
3 Theoretische Grundlagen: Erläuterung sprachlicher Begriffe, Methoden der Personenreferenz und Diskussion der Relevanz für den Unterricht.
4 Methodologie: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes und des Ablaufs der Datenerhebung anhand von Experteninterviews.
5 Daten: Dokumentation und Interpretation der Interviewergebnisse hinsichtlich Verständnis, Anwendung und Herausforderungen.
6 Diskussion und Limitationen in Bezug auf die Forschungsfrage: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstands.
7 Persönliches Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Autorin und Ausblick auf künftigen Handlungsbedarf.
Generisches Maskulinum, geschlechtergerechte Sprache, Grundschullehrkräfte, Inklusion, Sprachentwicklung, Sprachwandel, Genderkompetenz, qualitative Inhaltsanalyse, Personenbezeichnungen, Diversität, luxemburgische Grundschulen, Stereotype, Gleichberechtigung
Die Arbeit untersucht den Umgang und Stellenwert geschlechtergerechter Sprache bei luxemburgischen Grundschullehrkräften des Zyklus 4.
Zentrale Felder sind die theoretische Definition, gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen, Möglichkeiten der Personenreferenz im Deutschen sowie die praktische Umsetzung im Unterricht.
Die zentrale Frage lautet: Inwieweit hat eine geschlechtergerechte Sprache Einzug in den Schulunterricht bei luxemburgischen Grundschullehrkräften aus dem Zyklus 4 gefunden?
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz mit halb-strukturierten Experteninterviews, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Sprache, eine Analyse verschiedener Möglichkeiten zur geschlechtergerechten Referenz sowie eine empirische Untersuchung anhand von Interviews mit fünf Lehrkräften.
Generisches Maskulinum, geschlechtergerechte Sprache, luxemburgische Grundschullehrkräfte und Sprachwandel.
Die Befragten bewerten das Thema mehrheitlich positiv und als bedeutsam für ein inklusives Umfeld, sehen jedoch in der praktischen Umsetzung und durch fehlende klare Richtlinien Herausforderungen.
Neben der Gewöhnung und dem erhöhten Arbeitsaufwand werden insbesondere Bedenken bezüglich möglicher Leseflussstörungen, besonders bei mehrsprachigen Kindern, angeführt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

