Diplomarbeit, 2023
42 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen
2.1 Definition der Depression
2.2 Klassifizierung
2.3 Symptomatik
3. Erklärungsansätze
3.1 Biologische Faktoren
3.2 Psychosoziale Faktoren
3.2.1 Risikofaktoren und Schutzfaktoren einer Depression
3.2.2 Diathese-Stress-Modell
3.3 Psychologische Faktoren
3.3.1 Kognitive Depressionsmodell
3.3.2 Erlernte Hilflosigkeit
3.3.3 Verstärkungstheoretisches Modell
3.4 Zusammenfassung
4. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche
4.1 Aufbau der COPSY-Studie
4.2 Ergebnis der COPSY – Studie
4.3 Weitere aktuelle Forschungsergebnisse
5. Empirische Studie
5.1 Ziel und Aufbau der Studie
5.2 Ergebnis der Studie
5.3 Vergleich mit der COPSY-Studie und Schlussfolgerung
6. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, inwieweit die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie das Risiko für die Entwicklung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen erhöht haben, indem theoretische Erklärungsmodelle mit aktuellen Studienergebnissen und einer eigenen empirischen Erhebung verknüpft werden.
3.2.2 Diathese-Stress-Modell
Das Diathese-Stress-Modell bzw. Vulnerabilitäts-Stress-Konzept, beschreibt die Entstehung einer Depression, durch die Interaktion zwischen der Vulnerabilität einer Person (Diathese) und belastenden Erlebnissen (Stress). Damit die Theorie besser erklärt werden kann, muss zunächst auf einige Begrifflichkeiten eingegangen werden. Vulnerabilität ins Deutsche übersetzt bedeutet Anfälligkeit und bezieht sich darauf, wie der Mensch auf psychologischer, biologischer und sozialer Sicht auf belastende Situationen reagiert. Diese kann zum einen genetisch beeinflusst sein, zum anderen erlernt. Meistens liegt eine Kombination der beiden Faktoren vor. Die Vulnerabilität alleinstehend, führt zu keiner Depression, sondern viel mehr die Verbindung zu einer belastenden, sogenannten „Auslösesituation“.
Das Wort „Stress“ beschreibt, im Zusammenhang mit dem Diathese-Stress-Modell, die Anforderungssituation einer Person. Stressfaktoren können bestimmte kritische Lebensereignisse sein, die zeitlich bestimmt sind, bis hin zu unbestimmten Vorkommnissen, die über Wochen und Monate andauern.
Viele von uns kennen das Sprichwort „der Tropfen hat das Fass zum Überlaufen gebracht“. Dieses Sprichwort kann auch auf das Diathese-Stress-Modell angewendet werden, um die Theorie besser erklären zu können. Das Fass kann verbildlicht für die individuelle Verletzlichkeit eines Menschen stehen. Das Fass wird mit Wasser befüllt. Dabei soll das Wasser belastende Erlebnisse darstellen, wie z. B. Stress bei der Arbeit, privater Stress durch Familie oder Freunde, sowie die Anforderungen der Gesellschaft an die eigene Person. Lässt man das Wasser laufen und kommen immer Stressoren dazu, läuft das Fass irgendwann über und es kommt zu einer psychischen Erkrankung wie der Depression. Wichtig dabei zu sagen ist, dass jeder Mensch unterschiedlich belastbar ist und somit das Fass verschieden schnell gefüllt wird. Nimmt man beispielsweise eine Person, die sehr anfällig ist bzw. eine hohe Vulnerabilität aufweist, so reicht bereits eine geringere Menge an Stressoren bzw. Stress, das „das Fass zum Überlaufen“ gebracht wird. Im Gegensatz dazu stehen Menschen, die eine geringe Vulnerabilität aufweisen. Diese können hohem Stress ausgesetzt werden und es benötigt mehr belastende Ereignisse, bis das Fass zum Überlaufen gebracht wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen durch die Corona-Pandemie ein und erläutert die Relevanz der Thematik.
2. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Depression, erläutert verschiedene Klassifizierungssysteme und beschreibt die spezifische Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen.
3. Erklärungsansätze: Hier werden biologische, psychosoziale sowie psychologische Erklärungsmodelle zur Entstehung von Depressionen detailliert aufgeführt und kritisch betrachtet.
4. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Studien, insbesondere die COPSY-Studie, hinsichtlich der psychischen Auswirkungen der Pandemie auf die junge Zielgruppe.
5. Empirische Studie: Das Kapitel beschreibt das Design, die Durchführung und die Auswertung der eigenen Online-Umfrage und setzt die Ergebnisse in Bezug zur bestehenden Forschungslage.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die zugrunde liegende Forschungsfrage unter Abwägung der verschiedenen Einflussfaktoren.
Depression, Corona-Pandemie, Kinder, Jugendliche, psychische Gesundheit, COPSY-Studie, Lockdown, soziale Isolation, Vulnerabilität, Diathese-Stress-Modell, Resilienz, Erlernte Hilflosigkeit, Homeschooling, Angststörungen, Empirische Studie.
Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen während der Corona-Pandemie und analysiert den Zusammenhang zwischen den pandemiebedingten Einschränkungen und dem Auftreten depressiver Symptome.
Zentrale Themen sind die klinische Definition und Symptomatik der Depression, theoretische Erklärungsmodelle für deren Entstehung sowie die Analyse empirischer Daten zur Lebensqualität junger Menschen während der Pandemie.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob Kinder und Jugendliche durch die Corona-Pandemie stärker von Depressionen betroffen sind als in der Zeit vor der Krise.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien und Theorien mit einer eigenen empirischen Online-Umfrage unter Kindern und Jugendlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Depressionsursachen (biologisch/psychosozial) und eine empirische Analyse der Auswirkungen von Lockdowns, Homeschooling und sozialem Rückzug.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Depression, Pandemie-Folgen, psychische Gesundheit, Resilienz und kindliche Entwicklungspsychologie charakterisiert.
Das Modell dient als zentraler theoretischer Rahmen, um zu erklären, warum individuelle Anfälligkeiten (Vulnerabilität) in Kombination mit externen Stressoren (Lockdown) zu einer psychischen Erkrankung führen können.
Die COPSY-Studie dient als wissenschaftliche Referenz, an der die Ergebnisse der eigenen kleinen empirischen Befragung gespiegelt und validiert werden können.
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