Masterarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Begrifflichkeiten als zentrale Grundlage pädagogischen Handelns
2.1 Wertschätzung aus anerkennungstheoretischer Perspektive
2.2 Wertschätzung im Kontext inklusiver Pädagogik
2.3 Wertschätzung und ihre Auswirkung auf Persönlichkeitsentwicklung
2.4 Kommunikation im Kontext der Untersuchung
3. Gestaltung der Lehrer-Schüler-Beziehung
3.1 Bedeutung und Qualität von Beziehung
3.2 systemische Bedingungen der Lehrer-Schüler-Beziehungen
4. Konzepte zur Umsetzung wertschätzenden Kommunikation
4.1 humanistische Psychologie
4.1.1 Konzept der Erziehungspsychologie nach Tausch und Tausch
4.1.2 Wertschätzung im Kontext der Erziehungspsychologie nach Tausch und Tausch
4.1.3 Erziehungsstile im Kontext von Wertschätzung
4.2 Individualpsychologie
4.2.1 Konzept der Ermutigungspädagogik nach Dreikurs und Adler
4.2.2 Lob im Kontext der Ermutigungspädagogik
4.2.3 Wertschätzung im Kontext der Ermutigungspädagogik
4.3 Vergleich der Konzepte im Kontext wertschätzender Kommunikation
4.3.1 Kategorien für wertschätzende Kommunikation
4.3.2 Kategorien für nicht-wertschätzende Kommunikation
5. empirische Untersuchung
5.1 Darstellung der Untersuchungsmethode
5.2 Darstellung der Ergebnisse
5.3 Zusammenfassung
6. Schlussbetrachtung
6.1 methodische Diskussion
6.2 Fazit
6.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht im schulischen Anfangsunterricht, wie Grundschullehrkräfte wertschätzende Kommunikation umsetzen, und vergleicht hierzu die theoretischen Konzepte der Erziehungspsychologie sowie der Ermutigungspädagogik.
1. Einleitung
Im Rahmen der INTAKT-Studien wurde beobachtet, dass durchschnittlich ein Viertel der pädagogischen Interaktionen in Klassenzimmern verletzend und jede sechzehnte Interaktion sogar missachtend sei (vgl. Prengel 2013:114). Beschämungen können psychische Folgeschäden hinterlassen (vgl. Marks 2013:70) und sich lernhinderlich auswirken (vgl. Prengel 2013:115). Lehrer haben daher die Verantwortung präventiv dazu beizutragen, dass Schüler sich gesund entwickeln können. Sie erreichen Schüler in einer frühen Lebensphase unter konstanten Rahmenbedingungen. Dabei treffen sie auf Individuen, die, familiär und kulturell bedingt, unterschiedlich vorbereitet am Unterricht teilnehmen. Vor der systemischen Bedingung der Selektion und Bewertung (vgl. Prengel 2013:87), stellt sich die Herausforderung, Schüler wertzuschätzen: ihnen zu verdeutlichen, dass jeder Mensch gleichwertig ist, unabhängig von seiner Leistung.
Die Thematik der wertschätzenden Kommunikation erfordert eine stark interdisziplinäre Ausrichtung im Rahmen der Psychologie, Soziologie, Sozialphilosophie (vgl. Prengel 2013:25), Pädagogik und Neurobiologie. Aktuell liegen leider nur wenige Publikationen zu wertschätzender Kommunikation in pädagogischen Beziehungen vor (vgl. Osburg 2015:4). Die vorliegende Studie stellt den Anspruch, einen Beitrag zu leisten, um diese Forschungslücke zu ergänzen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit wertschätzender Kommunikation als präventive Maßnahme gegen verletzende Interaktionen und beschreibt das methodische Vorgehen sowie die theoretische Verankerung der Studie.
2. Begrifflichkeiten als zentrale Grundlage pädagogischen Handelns: Dieses Kapitel nähert sich wertschätzender Kommunikation durch die anerkennungstheoretische Perspektive und den Kontext inklusiver Pädagogik an und definiert sie als universelle Gleichwertigkeit.
3. Gestaltung der Lehrer-Schüler-Beziehung: Es werden die systemischen Voraussetzungen und die hohe Bedeutung der Qualität pädagogischer Beziehungen im schulischen Anfangsunterricht diskutiert.
4. Konzepte zur Umsetzung wertschätzenden Kommunikation: Die Erziehungspsychologie und die Ermutigungspädagogik werden theoretisch beleuchtet und in konkrete Kategorien zur Untersuchung überführt.
5. empirische Untersuchung: Die Untersuchungsmethode nach Mayring wird erläutert und auf Basis von Unterrichtsbeobachtungen werden Ergebnisse zur praktischen Umsetzung und bestehenden Ambivalenzen dargestellt.
6. Schlussbetrachtung: Die Erkenntnisse werden methodisch reflektiert, ein Fazit gezogen sowie ein Ausblick auf notwendige universitäre und systemische Weiterentwicklungen gegeben.
Wertschätzung, Wertschätzende Kommunikation, Erziehungspsychologie, Ermutigungspädagogik, Lehrer-Schüler-Beziehung, Inklusive Pädagogik, Beschämung, Sozialphilosophie, Schulpädagogik, Anfangsunterricht, Qualitative Inhaltsanalyse, Persönlichkeitsentwicklung, Individualpsychologie, Schulkultur, Selbstwertgefühl.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld und die Möglichkeiten der wertschätzenden Kommunikation im schulischen Anfangsunterricht unter Berücksichtigung etablierter psychologischer Konzepte.
Die zentralen Themen sind pädagogische Anerkennungstheorien, die Qualität von Lehrer-Schüler-Beziehungen, systemische Bedingungen des Schulalltags sowie diverse Kommunikationsmodelle im Erziehungskontext.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Grundschullehrkräfte wertschätzende Kommunikation konkret in den ersten beiden Schuljahren umsetzen und wo dabei die Hürden liegen.
Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um beobachtete Unterrichtsszenen theoriegeleitet zu kategorisieren und auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffsbestimmung, die Darstellung und Analyse der Konzepte nach Tausch & Tausch sowie Dreikurs & Adler und den empirischen Teil, in dem die Konzepte anhand von Beobachtungsprotokollen analysiert werden.
Die Arbeit lässt sich am besten über die Begriffe Wertschätzung, Ermutigungspädagogik, Lehrer-Schüler-Interaktion und Inklusion einordnen.
Die Arbeit steht dem pauschalen Lob kritisch gegenüber, da es zu Abhängigkeiten führen kann und Schüler in eine Konkurrenzsituation setzt, anstatt echtes Selbstvertrauen zu fördern.
Die Autorin betont, dass eine Trennung notwendig ist, um Schüler nicht über ihre Leistungsergebnisse zu definieren, sondern sie als gleichwertige Individuen anzuerkennen, was für eine inklusive Schulkultur essentiell ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

