Masterarbeit, 2014
105 Seiten, Note: 14/20
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
KAPITEL 0: EINLEITUNG
0.1. Begründung des Themas und Problematik
0.2. Forschungsstand
0.3. Arbeitshypothesen
0.4. Arbeitsmethode
0.5. Ziele der Arbeit
0.6. Aufbau der Arbeit
ERSTER TEIL: THEORETISCHER RAHMEN
KAPITEL 1: ALLGEMEINES ÜBER DAS PHÄNOMEN „FAUX AMIS“
1.1. Terminologischer Ursprung und begriffliche Vielfalt
1.2. Das Problem der terminologischen Definition
1.2.1. „Faux ami“
1.2.2. Cognate – Deceptive cognate
1.2.3. Heteronym –zwischensprachliche Homonyme und Paronyme
1.2.4. Interlingues
1.2.5. Pseudo – Analogonyme
1.3. Die Typologie von „faux amis“
1.3.1. Die semantischen „faux amis“
1.3.2. Die formalen „faux amis“
1.3.3. Die interlingualen „faux amis“
1.3.4. Die intralingualen „faux amis“
KAPITEL 2: EINORDNUNG DER „FAUX AMIS“ IN DIE SPRACHWISSENSCHAFT
2.1. Die historisch – vergleichende Sprachwissenschaft
2.2. Die Sprachtypologie
2.3. Die kontrastive Linguistik
2.3.1. Die Fehlerlinguistik
2.3.2. Zur Fehlerart „faux amis“
KAPITEL 3: WEITERFÜHRENDE ERKLÄRUNGSHYPOTHESEN ZU „FAUX AMIS“
3.1. Die kognitionspsychologischen Hypothesen
3.1.1. Das mentale Lexikon
3.1.2. Fremdsprachendidaktische Hypothesen
ZWEITER TEIL: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
KAPITEL 4: DAS DATENMATERIAL
4.1. Die Primärdaten
4.1.1. Die schriftlichen Texte: Kontexte und Erhebungsverfahren
4.1.2. Die Probanden (Versuchspersonen)
4.2. Die Sekundärdaten
KAPITEL 5: DIE ANALYSEVERFAHREN
5.1. Die Fehleranalyse
5.2. Die Retrospektion
KAPITEL 6: DATENANALYSE UND –AUSWERTUNG
6.1. Beschreibung und Analyse der einzelnen Kategorien
6.1.1. Die semantischen „faux amis“
6.1.2. Die formalen „faux amis“
6.2. Ergebnisse der Datenanalyse
6.3. Hypothesenüberprüfung
DRITTER TEIL: DIDAKTISCHES UND SCHLUSSFOLGERUNG
KAPITEL 7: DIDAKTISCHE KONSEQUENZEN
7.1. Didaktisch-methodische Überlegungen
7.2. Praktische Strategien zur Vermeidung der „falschen Freunde“
7.2.1. Vorwegnahme, Bewusstmachung der Risiken
7.2.2. Sammeln und Lernen.
7.2.3. Textkompetenz entwickeln
7.2.4. Paraphrase
7.2.5. Mutiple-choice Übungen
KAPITEL 8: SCHLUSSBEMERKUNGEN
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der sogenannten „faux amis“ (falsche Freunde) in den schriftlichen Sprachproduktionen kamerunischer Deutschlernender der Sekundarstufe. Ziel ist es, die Ursachen für diese Fehlerart zu identifizieren, kognitionspsychologische und didaktische Einflussfaktoren zu analysieren sowie praktische Lösungsstrategien für den Unterricht zu entwickeln.
1.2.4. Interlinguas
Eine weitere Bennenung von faux amis ist der Begriff interlingues, der von Svobodová–Chemlová (1982) geprägt wurde. In ihrer Arbeit an lexikalischen Interferenzen verfolgt sie vor allem didaktisch–praktische Ziele, nämlich die Erweiterung der Übersetzungskompetenz (im Bereich der Lexik) von tschechischen Studenten der französischen Sprache. Mit dieser terminologischen Neuprägung ist es ihr gelungen, Internationalismen, Fremdwörter in den zu kontrastierenden Sprachen unter einem Oberbegriff zusammenzufassen. Unter „interlingue“ soll ein muttersprachliches Wort verstanden werden, das einen „aspect international“ aufweist, das heißt, dass es ein formaler Bezug zu einem fremdsprachlichen Lexem besteht, der von dem L1-Wort selbst ausgeht. Somit hat Svobodová–Chemlová die etymologischen und formalen Zusammenhänge zwischen einem L1–Lexem und einem L2–Lexem geachtet. Bei ihrer Klassifizierung von falschen Freunden spricht sie auch das Kriterium der inhaltsseitigen Divergenzen an.
KAPITEL 0: EINLEITUNG: Dieses Kapitel begründet das Forschungsthema der „faux amis“ und definiert die zentrale Fragestellung, Hypothesen sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
KAPITEL 1: ALLGEMEINES ÜBER DAS PHÄNOMEN „FAUX AMIS“: Es erfolgt eine theoretische Klärung des Begriffs durch die Darstellung verschiedener Terminologien und Typologien von „falsche Freunden“.
KAPITEL 2: EINORDNUNG DER „FAUX AMIS“ IN DIE SPRACHWISSENSCHAFT: Dieses Kapitel verortet das Thema in den Kontext der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft, der Sprachtypologie und der kontrastiven Linguistik.
KAPITEL 3: WEITERFÜHRENDE ERKLÄRUNGSHYPOTHESEN ZU „FAUX AMIS“: Hier werden kognitionspsychologische Ansätze, insbesondere das Konzept des mentalen Lexikons, zur Erklärung von Lernfehlern herangezogen.
KAPITEL 4: DAS DATENMATERIAL: Die Erhebungsmethode der Primär- und Sekundärdaten, bestehend aus Schülertexten und Interviews, wird hier ausführlich dargelegt.
KAPITEL 5: DIE ANALYSEVERFAHREN: Detaillierte Erläuterung der verwendeten linguistischen Methoden, speziell der Fehleranalyse und der Retrospektion als Instrumente zur Dateninterpretation.
KAPITEL 6: DATENANALYSE UND –AUSWERTUNG: Die empirischen Ergebnisse werden präsentiert, wobei die identifizierten „faux amis“ nach Kategorien beschrieben und interpretiert werden.
KAPITEL 7: DIDAKTISCHE KONSEQUENZEN: Dieses Kapitel formuliert konkrete didaktisch-methodische Überlegungen und praktische Übungsstrategien zur Vermeidung von „falschen Freunden“.
KAPITEL 8: SCHLUSSBEMERKUNGEN: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Untersuchung für den DaF-Unterricht.
Faux amis, falsche Freunde, Deutsch als Fremdsprache, DaF, Wortschatz, Fehleranalyse, Interferenz, kontrastive Linguistik, mentales Lexikon, Fremdsprachendidaktik, Sprachlernerfolg, Kamerun, Sekundarstufe, Mehrsprachigkeit, Fehlerkunde
Die Arbeit befasst sich mit dem sprachlichen Phänomen der „faux amis“, also täuschend ähnlichen Wörtern zwischen Sprachen, und deren Auswirkung auf das schriftliche Ausdrucksvermögen kamerunischer Deutschlernender.
Im Mittelpunkt stehen die linguistische Einordnung dieser Wortpaare, ihre Ursachen im Lernprozess sowie die Frage, wie Lehrende durch didaktische Strategien die Schüler für diese Risiken sensibilisieren können.
Das Ziel ist es, zu erklären, warum Lernende trotz Strukturähnlichkeiten häufig Fehler machen, und Wege aufzuzeigen, wie die Wortschatzkompetenz durch gezielte methodische Ansätze verbessert werden kann.
Die Autorin kombiniert eine linguistische Fehleranalyse mit psychologischen Methoden wie der Retrospektion, bei der Probanden ihre bewussten Gedanken während des Schreibprozesses reflektieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine empirische Analyse der gesammelten Schülertexte und eine didaktische Diskussion zur Vermeidung von Fehlern im Unterricht.
Zentrale Begriffe sind neben „Faux amis“ vor allem Interferenz, mentales Lexikon, kontrastive Linguistik sowie die gezielte Fehlerdidaktik.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Ähnlichkeiten zwischen der Ausgangssprache (Französisch/Englisch) und der Zielsprache (Deutsch) oft zu negativem Transfer führen, da die Lernenden fälschlicherweise von Identität bei ähnlicher Form ausgehen.
Statt das Problem nur als linguistisches Defizit zu betrachten, bezieht die Arbeit psychologische Prozesse wie das Erinnerungsvermögen und die kognitiven Strategien der Schüler mit ein.
Die Autorin plädiert dafür, „falsche Freunde“ nicht nur passiv zu korrigieren, sondern diese aktiv durch Übungen (wie Paraphrasierung oder Vergleichslisten) als Lernchancen zur Entwicklung der Textkompetenz zu nutzen.
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