Masterarbeit, 2023
93 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
2 Erklärungsansätze und Modelle für die Mensch-Tier-Beziehung
2.1 Die Biophilie-Hypothese
2.2 Das Konzept der Du-Evidenz
2.3 Bindungstheorie
2.4 Oxytocin
2.5 Rolle des Hundes
3 Klärung und Abgrenzung verschiedener Formen Tiergestützter Interventionen
4 Der Forschungsstand und seine Hindernisse
4.1 Erfahrungen und Rückmeldungen von Lehrerkräften, Schülern und Eltern
4.2 Reduktion von Aggressivität
4.3 Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen
4.4 Förderung (schulbezogener) kognitiver Kompetenzen
4.5 Gesundheitsförderung
4.6 Stressreduktion
4.7 Lernatmosphäre
4.8 Motivationsförderung
4.9 Leseförderung
5 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Einsatz von Hunden in Schulen. Dabei liegt der Fokus auf der Beantwortung der Forschungsfrage, ob die zunehmende Praxis, Hunde zur Förderung der Lern- und Leistungsbereitschaft von Schülern einzusetzen, durch empirisch fundierte Erkenntnisse gestützt werden kann oder primär auf subjektiven Erfahrungsberichten beruht.
2.1 Die Biophilie-Hypothese
Die Biophilie-Hypothese ist ein Ansatz aus der humanistischen Psychologie, der Bindungs- und Lerntheorie und der sozialen Psychosomatik (Menke, Huck & Hagencord, 2018). Der Ansatz verdeutlicht ein soziales System der Entwicklungsgeschichte (Menke et al., 2018), welches einen biologischen Prozess beschreibt, der sich über die Stammesgeschichte hinweg entwickelt hat (Olbrich, 2003a). Wilson stellte die Biophilie-Hypothese 1984 auf. Biophilie bedeutet so viel wie „Die Liebe zum Leben“ oder „Die Liebe zum Lebendigen“ (Menke et al., 2018). Nach Wilson ist die Biophilie ein angeborenes, uraltes Band zwischen den Menschen und der Natur (Greiffenhagen & Buck-Werner, 2015). Die nichtmenschliche Umwelt wird für die Gesundheit des Menschen benötigt, weshalb die psychische Gesundheit des Menschen von der Entfernung zur Natur abhängig ist (Greiffenhagen & Buck-Werner, 2015). D.h., je näher ein Mensch der Natur ist, desto besser steht es um seine psychische Gesundheit. Biophilie bezeichnet die menschliche „inhärente Affinität zur Vielfalt von Lebewesen in ihrer Umgebung ebenso wie zu ökologischen Settings, welche die Entwicklung von Leben ermöglichen“ (Olbrich, 2003b, S. 69).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Präsenz von Hunden im pädagogischen Kontext trotz einer mangelnden empirischen Datenlage und skizziert die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung.
2 Erklärungsansätze und Modelle für die Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel stellt theoretische Modelle wie die Biophilie-Hypothese und die Bindungstheorie vor, um die psychologischen Mechanismen hinter der Mensch-Tier-Verbindung zu ergründen.
3 Klärung und Abgrenzung verschiedener Formen Tiergestützter Interventionen: Es erfolgt eine Definition und terminologische Abgrenzung, um den speziellen Einsatz von Schulhunden klar von anderen Formen tiergestützter Tätigkeit zu unterscheiden.
4 Der Forschungsstand und seine Hindernisse: Dieses Hauptkapitel analysiert den aktuellen Stand der empirischen Forschung sowie die methodischen Herausforderungen und diskutiert spezifische Wirkungsbereiche wie Aggressionsreduktion, Stressabbau und Leseförderung.
5 Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, inwieweit der Einsatz von Schulbegleithunden wissenschaftlich fundiert belegt ist und welche Limitationen bei der Interpretation der Studienlage bestehen.
Schulbegleithund, Mensch-Tier-Beziehung, Tiergestützte Pädagogik, Lernatmosphäre, Bindungstheorie, Oxytocin, Stressreduktion, Aggressionsreduktion, Leseförderung, Schulhund, Empathieentwicklung, empirische Evidenz, Sonderpädagogik, Sozialkompetenz, Motivationsförderung.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung des Einsatzes von Hunden als Schulbegleiter im Unterricht und untersucht deren wissenschaftlich fundierte Wirkung auf Schüler.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, die Differenzierung tiergestützter Pädagogik und eine detaillierte Analyse vorhandener Studien zu verschiedenen Lern- und Verhaltenseffekten ab.
Ziel ist es zu klären, ob die positive Wirkung von Schulhunden auf die Lern- und Leistungsmotivation durch wissenschaftliche Studien belegbar ist oder ob es sich eher um eine subjektive Einschätzung handelt.
Die Autorin führt eine umfassende Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand sowie den Ergebnissen zahlreicher empirischer Studien durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsmodelle zur Mensch-Tier-Beziehung, Begriffsdefinitionen der tiergestützten Pädagogik sowie eine systematische Durchsicht der aktuellen Studienlage zu spezifischen Feldern wie Stress, Aggression und Lesekompetenz.
Kernelemente sind Schulbegleithund, Mensch-Tier-Beziehung, tiergestützte Pädagogik, Stressreduktion und Lernatmosphäre.
Studien belegen, dass sanfte Interaktionen wie das Streicheln eines Hundes zu einem Anstieg der Oxytocin-Ausschüttung führen, was eine stressreduzierende und vertrauensfördernde Wirkung hat.
Es wurden in keiner der untersuchten Studien explizit schädliche Auswirkungen berichtet, allerdings gibt es einige Untersuchungen, bei denen sich keine signifikanten Leistungsunterschiede zwischen den Test- und Kontrollgruppen feststellen ließen.
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