Bachelorarbeit, 2023
207 Seiten, Note: 2,3
1 Hinführung zum Thema
2 Arbeitgeberbewertungsportale
2.1 Kununu
2.2 Weitere Arbeitgeberbewertungsportale
3 Aktueller Wissenstand zu Arbeitgeberbewertungsportalen
3.1 Veränderung der Unternehmensdarstellung
3.2 Mehrwert der Arbeitgeberbewertungsportale
3.3 Glaubwürdigkeit von Angaben auf Arbeitgeberbewertungsportalen
4 Theoretische Modelle zur Motivation
5 Einfluss von Arbeitgeberbewertungsportalen
5.1 Die Anwerbungsertragspyramide als Beispiel für einen Bewerbungsprozess
5.2 Mögliche Einflüsse durch Arbeitgeberbewertungsportale
6 Forschungsmethodik
6.1 Forschungsfragen
6.2 Befragung
6.3 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
7 Analyse und Resultate
7.1 Zusammenfassung der Befragung
7.2 Diskussion der Ergebnisse
8 Handlungsempfehlung
9 Fazit
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, zu ermitteln, welche Glaubwürdigkeit Bewerbende den Bewertungen auf dem Portal Kununu zuschreiben und wie sich diese wahrgenommene Glaubwürdigkeit auf ihre Bereitschaft auswirkt, einen Bewerbungsprozess bei einem Unternehmen zu initiieren oder fortzusetzen.
Hinführung zum Thema
Die Arbeitswelt befindet sich seit einigen Jahren in einer starken Veränderung. Durch Einflüsse, wie dem demographischen Wandel in der Gesellschaft und dem Fachkräftemangel, entsteht ein hoher Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmende zwischen den Unternehmen. Auch die Anforderungen von Arbeitnehmenden gegenüber Arbeitgebern haben sich in den letzten Jahren verändert. Themen wie Work-Life-Balance und Arbeiten unabhängig vom Standort des Unternehmens werden immer bedeutender. Monetäre Faktoren sind nicht mehr die einzigen entscheidenden Kriterien für die kommenden Generationen auf dem Arbeitsmarkt (vgl. Landes et al. 2020: 3; Immerschitt, Stumpf 2019: 1f.).
Arbeitgeberbewertungsplattformen haben einen Beitrag zu den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt geleistet. Im deutschsprachigen Raum nahm im Jahr 2007 das Arbeitgeberbewertungsportal Kununu aus Wien seine Arbeit auf. Damals wurde es in HR-Kreisen wenig ernst genommen. Heute, knapp sechzehn Jahre später, zeichnet das Wachstum von Kununu ein anderes Bild. Im Februar 2023 hatte Kununu über 5,8 Millionen Bewertungen zu über 1,1 Millionen Unternehmen und gilt damit als der Marktführer für Arbeitgeberbewertungen in Europa. Aufgrund der Marktführerschaft und der daraus resultierenden Bedeutung gegenüber Wettbewerbern wie Glassdoor, steht Kununu als Anbieter von Arbeitgeberbewertungen im Zentrum dieser Bachelorarbeit (vgl. Immerschitt, Stumpf 2019: 133; Rütten, Bierer 2021: 101f.).
Durch die Vielzahl von Bewertungen, die Kununu von Bewerbenden, aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden sammelt, ergibt sich für Arbeitgeber eine sehr einflussreiche Veränderung. Die Kommunikationshoheit zur Arbeitgebermarke liegt nicht mehr vollumfänglich in den Händen der Arbeitgeber, sondern wird zusätzlich auch durch Mitarbeitende in Arbeitgeberbewertungsportalen geprägt. Gleichzeitig wird Arbeitgeberbewertungsportalen eine immer größere Bedeutung für das Recruiting zugesprochen (vgl. Rütten, Bierer 2021: 101f.; Dannhäuser 2020: 438).
Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel skizziert den Wandel der Arbeitswelt und die damit einhergehende wachsende Bedeutung von Arbeitgeberbewertungsportalen für das Recruiting.
Arbeitgeberbewertungsportale: Kununu wird als zentraler Marktführer vorgestellt, wobei Funktion, Geschäftsmodell und Seriositätskriterien erläutert werden.
Aktueller Wissenstand zu Arbeitgeberbewertungsportalen: Es wird die Veränderung der Unternehmensdarstellung analysiert sowie der Mehrwert und die Glaubwürdigkeit der Portale aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.
Theoretische Modelle zur Motivation: Hier werden psychologische Grundlagen vorgestellt, um menschliches Arbeitsverhalten und die Rolle von monetären sowie nicht-monetären Faktoren zu erklären.
Einfluss von Arbeitgeberbewertungsportalen: Mithilfe der Anwerbungsertragspyramide wird der Bewerbungsprozess auf Einflusspunkte durch Portale hin untersucht.
Forschungsmethodik: Erläutert wird die Herleitung der Forschungsfragen sowie die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Experteninterviews.
Analyse und Resultate: Die Ergebnisse der Interviews mit Vertretern der Generation Y werden deskriptiv zusammengefasst und anschließend methodisch diskutiert.
Handlungsempfehlung: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden konkrete Empfehlungen für Unternehmen für den Umgang mit Feedback auf Portalen abgeleitet.
Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Arbeitgeberbewertungsportale, Kununu, Employer Branding, Generation Y, Recruiting, Personalauswahl, Unternehmensreputation, Glaubwürdigkeit, Arbeitsmotivation, Bewerbungsprozess, Arbeitgebermarke, qualitative Inhaltsanalyse, Mitarbeiterbindung, Online-Bewertungen, informelles Recruiting.
Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert Arbeitgeberbewertungsportale wie Kununu für Bewerber der Generation Y im Bewerbungsprozess einnehmen.
Die zentralen Felder umfassen die Glaubwürdigkeit von Online-Bewertungen, die Unternehmensreputation aus Sicht potenzieller Mitarbeiter und die Auswirkungen auf das Recruiting.
Es soll geklärt werden, wie glaubwürdig Bewerber Kununu-Rezensionen einstufen und inwiefern diese Einstufung ihre Bewerbungsabsicht beeinflusst.
Die Studie nutzt einen qualitativen Ansatz durch leitfadengestützte Interviews mit 14 Personen der Generation Y samt anschließender Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil deckt den theoretischen Wissensstand, theoretische Motivationsmodelle, eine Analyse des Bewerbungsprozesses und die praktische empirische Untersuchung ab.
Dazu zählen insbesondere Arbeitgeberbewertungsportale, Kununu, Employer Branding, Generation Y und der Aspekt der Glaubwürdigkeit.
Ja, der "Negativity Bias" bezeichnet die Tendenz, negativen Informationen ein höheres Gewicht beizumessen, was sich laut Ergebnissen der Studie stark auf die Entscheidung von Bewerbern auswirkt.
Nein, die Befragten empfinden standardisierte Unternehmensantworten oft als wenig wertvoll oder sogar wenig glaubwürdig, da sie als "rechtlich abgesichert" wahrgenommen werden.
Unternehmen sollten aktiv und individuell auf Bewertungen reagieren, auch Schwächen transparent thematisieren und Lösungsansätze aufzeigen, anstatt nur Marketing-Floskeln zu nutzen.
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