Bachelorarbeit, 2009
73 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Einführung in die Rechnungslegung nach HGB
2.1.1 Geschichtlicher Hintergrund
2.1.2 Zielsetzung
2.1.3 Aufbau der Rechnungslegung
2.1.4 Grundsätze der nationalen Rechnungslegung
2.2 Einführung in die Rechnungslegung nach IFRS / IAS
2.2.1 Geschichtlicher Hintergrund
2.2.2 Zielsetzung
2.2.3 Aufbau der Rechnungslegung
2.2.4 Grundsätze der internationalen Rechnungslegung
2.3 Zwischenfazit – Wichtige Unterschiede zwischen HGB und IFRS
3. Bilanzierung des Eigenkapitals nach HGB und IFRS
3.1 Die Rechnungslegung des Eigenkapitals nach HGB
3.1.1 Definition des Eigenkapitals
3.1.2 Funktionen des Eigenkapitals
3.1.3 Bilanzierung des Eigenkapitals eines Kreditinstitutes gemäß HGB
3.2 Die Rechnungslegung des Eigenkapitals nach IFRS / IAS
3.2.1 Der Eigenkapitalbegriff gemäß Framework und IAS 32
3.2.2 Bilanzierung des Eigenkapitals Kreditinstitutes nach IAS / IFRS
3.3 Vergleichende Betrachtung des Eigenkapitalausweises nach HGB / IFRS
4. Analyse des Eigenkapitalausweises in der Bilanz
4.1 Methodik
4.2 Ergebnisse der Untersuchung
4.2.1 Darstellung des Eigenkapitals in der Bilanz der LBBH
4.2.2 Darstellung des Eigenkapitals in der Bilanz anderer Kreditinstitute
4.3 Zwischenfazit – Allgemeiner Vergleich der Kreditinstitute
5. Fazit
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Unterschiede in der Bilanzierung und im Ausweis des Eigenkapitals von Kreditinstituten zwischen den deutschen HGB-Vorschriften und den internationalen IFRS-Standards aufzuzeigen und deren Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung kritisch zu analysieren.
3.1.2 Funktionen des Eigenkapitals
Dem Eigenkapital kommen nach deutschem handelrechtlichen Verständnis mehrere Funktionen zu: die Gründungs- / Errichtungsfunktion, Finanzierungsfunktion, Haftungs- / Garantiefunktion, Herrschafts- / Geschäftsführungsfunktion, Gewinnbeteiligungs- und Verlustausgleichsfunktion.
Bei der Unternehmensgründung kommt dem Eigenkapital eine Gründungs- bzw. Errichtungsfunktion zu. Zum Zeitpunkt der Gründung muss dem Unternehmen von den Gesellschaftern Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden, da „neue“ Unternehmen in der Regel noch kein Fremdkapital aufnehmen können. Die Höhe des Mindestkapitals, welches benötigt wird, ist abhängig vom Geschäftszweck und von der Rechtsform. Für AG schreibt das AktG ein Mindestkapital i.H.v. 50.000,00 € vor. Damit die Anmeldung zum Handelsregister erfolgen kann, muss gemäß § 36 a AktG i.V.m. § 54 AktG die Sacheinlage vollständig geleistet und auf Bareinzahlungen mindestens ¼ des Mindestkapitals eingezahlt werden.
In der Literatur wird die Finanzierungsfunktion auch teilweise als Kontinuitäts- oder Arbeitsfunktion bezeichnet. Im Rahmen der Kontinuitätsfunktion soll durch die Zuführung von Eigenkapital dem Unternehmen ermöglicht werden, zu arbeiten, beispielsweise zu produzieren und den Fortbestand zu sichern. Durch die unbefristete Zurverfügungstellung des Eigenkapitals und ohne Kündigungsmöglichkeit durch den Kapitalgeber wird das Unternehmen vor Kapitalentzug geschützt. Außerdem kann Eigenkapital für Investitionen oder zur Anschaffung von Gütern, die das Unternehmen benötigt, verwendet werden.
Die dritte Funktion, die dem Eigenkapital zu kommt ist die Haftungs- und Garantiefunktion, da es „in der Rangstelle der liquidations- und insolvenzbedingten Rückzahlbarkeiten ganz am Ende steht (Nachrangigkeit des Eigenkapitals).“ Das bedeutet, dass die Ansprüche der Gläubiger in einem Insolvenz- bzw. Liquiditätsfall zuerst bedient werden und anschließend die der Eigenkapitalgeber. Das Eigenkapital, welches dem Unternehmen von den Kapitalgebern überlassen wird, haftet für die Verbindlichkeiten des Unternehmens gegenüber den Gläubigern.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der veränderten Rechnungslegungsumwelt ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Bachelor-Thesis.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die geschichtlichen Hintergründe, Zielsetzungen und Grundsätze der nationalen Rechnungslegung nach HGB sowie der internationalen Standards nach IFRS/IAS.
3. Bilanzierung des Eigenkapitals nach HGB und IFRS: Hier erfolgt eine tiefgehende Analyse der Definition und Bilanzierung des Eigenkapitals unter den jeweiligen regulatorischen Anforderungen für Kreditinstitute.
4. Analyse des Eigenkapitalausweises in der Bilanz: Dieses Kapitel stellt die Methodik und Ergebnisse einer empirischen Untersuchung dar, die die Eigenkapitaldarstellung ausgewählter Banken in den Jahren 2006 bis 2008 vergleicht.
5. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Konsequenzen der uneinheitlichen Rechnungslegungspraxis für Adressaten von Abschlüssen.
Eigenkapital, HGB, IFRS, Kreditinstitute, Bilanzierung, Eigenkapitalausweis, Gewinnrücklagen, Kapitalrücklagen, Finanzmarktkrise, Gläubigerschutz, Investorenschutz, Neubewertungsrücklagen, Konzernabschluss, Einzelabschluss, Rechnungslegungsstandards.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bilanzierung des Eigenkapitals von Kreditinstituten und untersucht dabei die Unterschiede zwischen den nationalen deutschen Vorschriften (HGB) und den internationalen Standards (IFRS).
Die zentralen Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen der Rechnungslegung, die spezifischen Bilanzierungsregeln für das Eigenkapital und die praktische Umsetzung dieser Regeln bei deutschen Großbanken.
Das primäre Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die theoretischen Grundlagen zu verschaffen und aufzuzeigen, welche Auswirkungen eine Umstellung auf IFRS für Kreditinstitute hat und wie die Vorschriften in der Bilanzierungspraxis umgesetzt werden.
Es wird eine empirische Analyse der Geschäftsberichte ausgewählter Banken (Commerzbank, Postbank, BayernLB, NordLB, LBBH) für den Zeitraum von 2006 bis 2008 durchgeführt, um einen Soll-Ist-Vergleich der Eigenkapitalausweise vorzunehmen.
Der Hauptteil behandelt die grundlegende Charakterisierung des Eigenkapitals nach HGB und IFRS, die speziellen Bilanzierungsvorschriften für Banken sowie die empirische Untersuchung der Eigenkapitalstrukturen in den Geschäftsberichten der genannten Kreditinstitute.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Eigenkapital, HGB, IFRS, Bilanzierung und Kreditinstitute charakterisiert.
Der Vergleich ist schwierig, da die IFRS keine verbindliche Gliederung vorschreiben und den Unternehmen Spielräume bei der Darstellung lassen, während das HGB für Kreditinstitute strengere Formblätter vorgibt.
Die Finanzmarktkrise führte zu drastischen Abwertungen in den Neubewertungsrücklagen, was das Eigenkapital vieler Banken schmälerte und die Geschäftstätigkeit behinderte, weshalb staatliche Stützungsmaßnahmen (wie der SoFFin) notwendig wurden.
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