Bachelorarbeit, 2016
66 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung und Forschungsüberblick
2 Der junge Hofmannsthal und die Farben
2.1 Selbstäußerungen zum Thema Farbe
2.2 Hofmannsthals Rezeption von Fremdäußerungen zum Thema Farbe
2.2.1 Hofmannsthal und Goethes Farbenlehre
2.2.2 Die Rezeption weiterer Farbtheoretiker/-Philosophen
2.3.3 ‚Farbpraktische‘ Einflüsse: Die Rezeption der Farbgebung anderer Autoren
3 Verwendung und Bedeutung der Farben in Hofmannsthals Frühwerk
3.1 Methodische Erläuterungen
3.1.1 Das Korpus
3.1.2 Definition des Farbkatalogs
3.1.3 Exkurs: Der Gebrauch von ‚impliziten‘ Farben
3.1.4 Die Tabellen
3.2 Die Quantitative Auswertung des Farbvorkommens
3.3 Die Qualitative Auswertung des Farbvorkommens
3.3.1 Tendenzen aller Farbkategorien
3.3.2 Analyse der Einzelfarben
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Verwendung von Farben im dichterischen Frühwerk Hugo von Hofmannsthals, um deren poetische Funktion sowie Hofmannsthals Farbwahrnehmung im Kontext symbolistischer und naturwissenschaftlicher Einflüsse kritisch zu beleuchten.
2 Der junge Hofmannsthal und die Farben
Um die spätere Untersuchung der Farben in den poetischen Texten des frühen Hofmannsthals vorzubereiten, soll im Folgenden zunächst die Bedeutung der Farben für den Autor selbst erschlossen werden. Hierfür wurden die gesamten, im Rahmen der Kritischen Hofmannsthal-Ausgabe herausgegebenen Aufzeichnungen (SW XXXVIII, SW XXXIX), sowie der in einer engeren Auswahl zusammengestellte Briefwechsel aus den Jahren 1890 – 1901 (BW I) auf explizite Selbstäußerungen zum Thema Farbe, sowie auf Hinweise einer Rezeption farbtheoretischer Fremdäußerungen geprüft. Eine genauere Auswertung der schon zur Zeit des Frühwerkes sehr zahlreichen Reden und Aufsätze (SW XXXII), die sich in ihren detailreichen Farbwahrnehmungen (vgl. u.a. Südfranzösische Eindrücke) bereits bei einem groben Überblick als ein weiterer aussagekräftiger Anhaltpunkt herausstellten, musste hierbei für zukünftige Arbeiten aufgespart werden. Denn obwohl die Aufzeichnungen zu den Farben bei weitem nicht so zahlreich ausfallen, wie die zu anderen, für Hofmannsthals Schaffen charakteristischen Themen, so umfassen sie doch eine in Anbetracht der bereits festgestellten wissenschaftlichen Vernachlässigung nicht erwartete Fülle.
1 Einleitung und Forschungsüberblick: Dieses Kapitel identifiziert die Leerstelle in der Forschung bezüglich Hofmannsthals Farbverwendung und steckt den Rahmen der Untersuchung ab.
2 Der junge Hofmannsthal und die Farben: Hier wird anhand von Selbstzeugnissen und Lektürenotizen Hofmannsthals persönliche Einstellung zu den Farben und deren intertextuelle Einflüsse rekonstruiert.
3 Verwendung und Bedeutung der Farben in Hofmannsthals Frühwerk: Diese zentrale Sektion beinhaltet die methodische Herleitung des Farbkataloges sowie die detaillierte quantitative und qualitative Auswertung des Farbvorkommens.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und weist auf weiterführende Möglichkeiten zur farbtheoretischen Erforschung von Hofmannsthals Werk hin.
Hugo von Hofmannsthal, Frühwerk, Farben, Symbolismus, Goethes Farbenlehre, Farbvorkommen, Farbästhetik, Lyrisches Drama, Farbwahrnehmung, Sprachskepsis, Farbsymbolik, Impressionismus, Farbdichte, Gold, Weiß.
Die Arbeit analysiert die Verwendung und Bedeutung von Farben in den literarischen Texten des jungen Hugo von Hofmannsthal, um das bislang wenig erforschte Frühwerk farbtheoretisch zu erschließen.
Zentral sind Hofmannsthals theoretische Auseinandersetzung mit der Farbe, die statistische Erfassung von Farbwörtern in seinem Œuvre sowie die Untersuchung der ästhetischen und poetischen Funktion dieser Farben.
Das Ziel ist es, eine empirische Grundlage für das Farbworkommen im Frühwerk zu schaffen und zu überprüfen, ob sich eine spezifische Hofmannsthal’sche Farbsemantik oder -symbolik nachweisen lässt.
Die Autorin kombiniert eine empirisch-textstatistische Analyse (Quantitative Auswertung) mit literaturwissenschaftlichen Interpretationsmethoden, um Kontext und Konnotation der Farbwörter zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Rekonstruktion (Kapitel 2) und eine methodisch fundierte, empirische Analyse der Farbe als poetisches Gestaltungsmittel im Frühwerk (Kapitel 3).
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Farbsymbolik, Impressionismus, Symbolismus, Sprachskepsis und der detaillierten Analyse von speziellen Farben wie Gold und Weiß.
Gold erweist sich als die am häufigsten verwendete und stilistisch bedeutsamste Farbe im Frühwerk, die sowohl als ästhetisches Attribut als auch als ambivalentes Symbol zwischen Lebensbejahung und Todesverfallenheit fungiert.
Obwohl Hofmannsthal von symbolistischen Ideen beeinflusst wurde, bleibt sein Farbgebrauch im Frühwerk stärker an objektiv-realistische Gegebenheiten gebunden und dient primär der Erzeugung suggestiver Stimmungen statt rein abstrakter Symbolwerte.
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