Diplomarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretische Fundierung
2.1 Aufbau einer Input-Output-Tabelle
2.1.1 Typen regionaler Input-Output-Tabellen
2.1.2 Determinanten des Aufbaus einer regionalen Input-Output-Tabelle
2.2 Nutzungsmöglichkeiten von regionalen Input-Output-Tabellen
3. Methoden der Erstellung einer Input-Output-Tabelle für die Region Ostwestfalen-Lippe
3.1 Modellmäßige Methoden der Tabellenerstellung
3.1.1 Die derivative Methode
3.1.2 Die Methode des Standortquotienten
3.1.3 Biproportionale Methoden
3.1.4 Die ENTROP-Methode
3.2 Die (quasi-)originäre Methode der Tabellenerstellung
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Erstellungsmethoden von Input-Output-Tabellen, um die Machbarkeit einer solchen Konzeption speziell für die Region Ostwestfalen-Lippe zu eruieren.
3.1 Modellmäßige Methoden der Tabellenerstellung
Ziel der derivativen Methode ist die Erstellung einer RIO-Tabelle, wobei angenommen wird, dass gesamtwirtschaftliche Input-Koeffizienten hinreichend sind, um als regionalwirtschaftliche Input-Koeffizienten fungieren zu können. Prinzipiell können gesamtwirtschaftliche Input-Koeffizienten dargestellt werden als
A(N)ij = I(aN)ij + mNij, i, j = 1,...,N,
wobei in dieser Gleichung definiert ist als Aufkommenskoeffizient, einen inländischen Input-Koeffizienten und die Importneigung in einer Gesamtwirtschaft widerspiegelt. Es soll im Folgenden davon ausgegangen werden, dass ein gesamtwirtschaftlicher inländischer Input-Koeffizient als repräsentativ für einen regionalen Input-Koeffizienten gelten kann.
Grundlegend für die Anwendung der derivativen Methode ist die Annahme, dass die betrachtete Regionalwirtschaft als Teil einer räumlich übergeordneten Gesamtwirtschaft ein verkleinertes Abbild derselben darstellt. Darauf aufbauend wird angenommen, dass die jeweiligen Wirtschaftsstrukturen kongruent zueinander sind und somit die durchschnittlichen, gesamtwirtschaftlichen Input-Strukturen als repräsentativ für die Input-Strukturen der entsprechenden regionalen Produktionssektoren angesehen werden können. Insbesondere wird unterstellt, dass in beiden Wirtschaftsr¨äumen die gleiche Technologie verwendet wird.
1. Einleitung: Einführung in die Komplexität wirtschaftlicher Verflechtungen und Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Input-Output-Konzeption für Ostwestfalen-Lippe.
2. Theoretische Fundierung: Darstellung des Aufbaus einer Input-Output-Tabelle, ihrer verschiedenen regionalen Typen sowie der Determinanten für deren Konzeption.
3. Methoden der Erstellung einer Input-Output-Tabelle für die Region Ostwestfalen-Lippe: Detaillierte Betrachtung verschiedener modellmäßiger sowie (quasi-)originärer Verfahren zur Erstellung von Tabellenwerken für die Region.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der verschiedenen Möglichkeiten und erste Ansätze für ein Programm zur Erstellung einer regionalen Input-Output-Tabelle.
Input-Output-Analyse, RIO-Tabelle, Wirtschaftsstruktur, Standortquotient, Derivativmethode, ENTROP-Methode, Ostwestfalen-Lippe, Regionalwirtschaft, Produktionssektoren, Input-Koeffizienten, Strukturkoeffizienten, Modelltheorie, Sektorenbildung, Vorleistungsverflechtungen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Konzeption und den methodischen Ansätzen zur Erstellung einer regionalen Input-Output-Tabelle (RIO-Tabelle) für die Region Ostwestfalen-Lippe.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Aufbau und der Struktur regionaler Tabellen, der Diskussion verschiedener Schätzmethoden sowie der Nutzungsmöglichkeiten solcher Daten für politische und wirtschaftliche Analysen.
Das Ziel ist die Sondierung der prinzipiellen Machbarkeit einer solchen Tabelle für die Region OWL, basierend auf existierenden Methoden der modellmäßigen Schätzung und originären Datenerhebung.
Die Arbeit analysiert modellmäßige Methoden wie die derivative Methode, Standortquotienten (LQ/CIQ), biproportionale Verfahren (RAS) und die ENTROP-Methode, ergänzt durch Überlegungen zur primärstatistischen Befragung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Tabellenstrukturen und eine detaillierte Erläuterung der mathematischen und konzeptionellen Instrumente zur Erstellung lokaler Wirtschaftsdaten.
Die Arbeit fokussiert primär auf Input-Output-Analyse, regionale Wirtschaftsstrukturen, Standortquotienten, Datenerhebungsmethoden und die mathematische Schätzung von Verflechtungen.
Während die derivative Methode gesamtwirtschaftliche Strukturen direkt auf die Region überträgt, nutzt die ENTROP-Methode informationstheoretische Ansätze zur Optimierung der Tabellenwerte unter Einhaltung gegebener Randbedingungen.
Die Region dient als konkretes Anwendungsbeispiel, für das die Arbeit ein „initiales Leitprogramm“ skizziert, da für OWL derzeit noch keine eigene Input-Output-Tabelle vorliegt.
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