Bachelorarbeit, 2021
70 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Methodisches Vorgehen
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Addition und Subtraktion im Zahlenraum bis 100
3.2 Prozess des Rechnens
3.2.1 Formen
3.2.2 Referenzen
3.2.3 Lösungswerkzeuge
3.2.4 Forschungsergebnisse
3.3 Flexibles Rechnen
4 Analysegrundlagen
4.1 Anforderungen an den Mathematikunterricht
4.2 Bildungsplan Baden-Württemberg
4.3 Anforderungen an Schulbücher
4.4 Einordnung des Analysematerials
4.5 Kriterienkatalog
5 Analyse
5.1 Analyse „Das Zahlenbuch 2“
5.2 Analyse „Nussknacker – Mein Mathematikbuch“
6 Diskussion der Analyseergebnisse
7 Fazit
8 Literaturverzeichnis
9 Anhang
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit Mathematikschulbücher für die zweite Klassenstufe Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung sogenannter strategischer Werkzeuge unterstützen oder ob fachdidaktische Mängel diese Entwicklung behindern. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf den Beitrag des Schulbuchs zur Ablösung vom zählenden Rechnen hin zum flexiblen Rechnen.
Subtraktion
Die Subtraktion stellt die Umkehroption der Addition dar und wird zeitgleich zur Addition erarbeitet. Padberg und Benz (2020) ordnen der Subtraktion die Sachsituationen des Abziehens, des Ergänzens, des Vergleichens und des Vereinigens zu. Ähnlich zur Addition wird zwischen dynamischen Situationen, wie dem Abziehen und dem Ergänzen, und statischen Situationen, wie dem Vergleichen und dem Vereinigen, unterschieden. Auch die syntaktische Struktur von Subtraktionsaufgaben ist, ausgenommen des Rechenzeichens, mit der der Addition gleichzusetzen und besteht aus den folgenden drei Strukturen: a - b = □ (Ergebnis wird gesucht), a - □ = b (Veränderung wird gesucht) und □ - a = b (Ausgangsgröße wird gesucht). Alle Aufgabenarten können durch Subtraktion gelöst werden, jedoch bietet sich bei Aufgaben, die der Vorstellung des Ergänzens, des Vergleichens oder des Vereinigens entsprechen, in manchen Fällen eine additive Lösung an. Für den Anfangsunterricht sind die Vorstellungen des Abziehens und des Ergänzens am relevantesten, da das Abziehen der natürlichen Vorstellung der Subtraktion am meisten entspricht und das Ergänzen das zählende Lösen der Subtraktionsaufgabe erleichtert sowie den Zusammenhang zwischen Subtraktion und Addition aufzeigt. Trotz des Zusammenhangs zwischen Addition und Subtraktion ist die Subtraktion im Vergleich zur Addition die deutlich schwierigere Rechenoperation und stellt auch bereits im Zahlenraum bis 20 eine Herausforderung dar.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Entwicklung strategischer Werkzeuge im Mathematikunterricht ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Methodisches Vorgehen: Es wird die Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2010) vorgestellt und ihr Einsatz für die vorliegende Arbeit begründet.
3 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel fundamentiert die Arbeit durch die Darstellung der Addition und Subtraktion im Zahlenraum bis 100 sowie des Prozesses des Rechnens.
4 Analysegrundlagen: Hier werden die Kriterien für die Schulbuchanalyse, basierend auf Bildungsplan und Fachdidaktik, hergeleitet und definiert.
5 Analyse: In diesem Kapitel erfolgt die detaillierte Untersuchung der beiden ausgewählten Schulbücher anhand der zuvor festgelegten Leitfragen.
6 Diskussion der Analyseergebnisse: Die Ergebnisse aus Kapitel 5 werden gegenübergestellt und kritisch im Hinblick auf ihre fachdidaktische Eignung reflektiert.
7 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und schlägt weiterführende Optimierungsmöglichkeiten für die Schulbuchgestaltung vor.
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Die Arbeit untersucht, wie gut Mathematikschulbücher für die zweite Klasse Kinder dabei unterstützen, strategische Rechenwerkzeuge zu entwickeln, anstatt nur zählend zu rechnen.
Untersucht wurden die beiden Lehrwerke „Das Zahlenbuch 2“ sowie „Nussknacker – Mein Mathematikbuch“.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob diese Schulbücher eine fachdidaktisch begründete Entwicklung hin zum flexiblen Rechnen fördern oder durch Mängel eher behindern.
Die Autorin nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, um die beiden Lehrwerke systematisch und regelgeleitet zu untersuchen.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zum Rechnen, die Definition eines Kriterienkatalogs und die konkrete Analyse der Schulbuchinhalte hinsichtlich Zahlenraumerarbeitung, Rechenstrategien und Kommunikation.
Zentrale Themen sind das Verständnis des dezimalen Stellenwertsystems, der Erwerb von Rechenmethoden, die Notwendigkeit von Kommunikationsanlässen und die Bedeutung des Zahlenblicks.
Das „Zahlenbuch“ geht methodisch breiter und tiefgehender vor, während der „Nussknacker“ kleinschrittiger agiert und die Hundertertafel stärker als Rechenhilfe statt als Mittel zur Strukturierung nutzt.
Die Autorin kritisiert, dass trotz der Zulassung durch das Land Baden-Württemberg fachdidaktische Mängel bestehen bleiben, und hinterfragt die Befreiung von einer detaillierten inhaltlichen Prüfung für Verlage.
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