Examensarbeit, 2020
48 Seiten
A. Einleitung
B. Grundlagen
I. Die Stellung der EMRK im europäischen Mehrebenensystem des Grund- und Menschenrechtsschutzes
II. Zur Auslegung der EMRK
C. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Versammlungsfreiheit im Geltungsbereich der EMRK
I. Deutschland
1. Bundesebene
2. Landesebene
A) Niedersachsen
AA) Eröffnung des Schutzbereichs und Beschränkung der Versammlungsfreiheit
BB) Rechtfertigung der Beschränkung
(1) “Prescribed by law”
(2) “Legitimate aim”
(3) “Necessary in a democratic society”
B) Brandenburg
AA) Eröffnung des Schutzbereichs und Beschränkung der Versammlungsfreiheit
BB) Rechtfertigung der Beschränkung
(1) “Prescribed by law” / “Legitimate aim”
(2) “Necessary in a democratic society”
3. Kommunale Ebene: Ausgangssperre in der Stadt Mitterteich
A) “Prescribed by law”/“Legitimate aim”
B) “Necessary in a democratic society”
II. Beschränkungen im internationalen Vergleich: Schweden
D. Rechtsschutzmöglichkeiten
I. Nationale Ebene
II. Internationale Ebene
1. EGMR
2. Unionsgerichte
E. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen staatlicher Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie auf die Versammlungsfreiheit und prüft deren Vereinbarkeit mit den Anforderungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Dabei steht insbesondere das Spannungsfeld zwischen grundrechtlichen Gewährleistungen und dem staatlichen Schutzauftrag im Vordergrund.
C. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Versammlungsfreiheit im Geltungsbereich der EMRK
Die Gewährleistung der Versammlungsfreiheit ist für demokratische und pluralistische Gesellschaften seit jeher eine der grundlegendsten Voraussetzungen. Sie gewährleistet einen Raum der unmittelbaren und öffentlich wirksamen Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Fragen gleich welcher Art und damit eine leicht zugängliche Möglichkeit der politischen Partizipation der Bürger*innen neben dem aktiven und passiven Wahlrecht.
Die in Deutschland ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie waren und sind mit erheblichen Grundrechtseingriffen verbunden, die in dieser Form seit dem Bestehen der Bundesrepublik ohne Beispiel sind. Und wenn sich die Bemühungen zur Bekämpfung der Pandemie auch föderalismusbedingt in der konkreten Ausgestaltung durchaus unterscheiden, so gleichen sie sich doch dahingehend, dass größere Menschenansammlungen unter freiem Himmel wie auch in geschlossenen Räumen möglichst vermieden werden sollen.
A. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Herausforderungen für die grund- und menschenrechtlichen Standards, insbesondere im Hinblick auf die Versammlungsfreiheit.
B. Grundlagen: Es wird das europäische Mehrebenensystem des Grundrechtsschutzes erläutert und die Auslegungsprinzipien der EMRK, insbesondere die dynamische Auslegung, dargelegt.
C. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Versammlungsfreiheit im Geltungsbereich der EMRK: Das Kernkapitel analysiert konkrete Maßnahmen in Deutschland (Bund, Länder Niedersachsen und Brandenburg, Kommune Mitterteich) sowie in Schweden unter Anwendung der Kriterien der EMRK.
D. Rechtsschutzmöglichkeiten: Hier werden die prozessualen Wege zur Wahrung der Konventionsrechte auf nationaler und internationaler Ebene dargelegt.
E. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Krisenbewältigung durch den Rechtsstaat und betont die Notwendigkeit einer rationalen Abwägung widerstreitender Interessen auch in Ausnahmesituationen.
Versammlungsfreiheit, EMRK, COVID-19-Pandemie, Grundrechtsschutz, Verhältnismäßigkeit, margin of appreciation, Infektionsschutzgesetz, Absonderung, Menschenrechte, Rechtsstaat, Notwendigkeit, Schutzpflichten, Eingriff, Demokratie, Rechtsschutz.
Die Arbeit analysiert, wie staatliche Maßnahmen während der Corona-Pandemie die grundgesetzlich und durch die EMRK geschützte Versammlungsfreiheit beeinflusst haben und ob diese Eingriffe völkerrechtlich gerechtfertigt sind.
Die Schwerpunkte liegen auf der Auslegung der EMRK, der Verhältnismäßigkeitsprüfung bei staatlichen Grundrechtseingriffen sowie dem Rechtsschutz gegenüber Pandemie-Beschränkungen.
Das Ziel ist festzustellen, ob die verschiedenen Eindämmungsmaßnahmen der staatlichen Behörden den hohen Anforderungen der EMRK an Gesetzmäßigkeit und Verhältnismäßigkeit gerecht werden.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die rechtswissenschaftliche Analyse von Rechtsprechung, völkerrechtlichen Verträgen und bestehenden Regelungen (einschließlich des IfSG).
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den verfassungs- und konventionsrechtlichen Voraussetzungen für Grundrechtsbeschränkungen, illustriert durch Beispiele aus Niedersachsen, Brandenburg, Mitterteich und einem internationalen Vergleich mit Schweden.
Versammlungsfreiheit, EMRK, Verhältnismäßigkeit, Infektionsschutzgesetz, margin of appreciation und Schutzpflichten.
Weil der Staat nach der EMRK nicht nur verpflichtet ist, Grundrechtseingriffe zu unterlassen (negative Verpflichtung), sondern unter Umständen auch aktiv zum Schutz der Rechte seiner Bürger beitragen muss, was bei der Pandemiebekämpfung neue Fragen aufwirft.
Die Arbeit kritisiert die damalige Ausgangssperre unter dem Aspekt, dass die zugrundeliegende Ermächtigungsgrundlage (§ 28 IfSG a.F.) nicht hinreichend klar war, um solche weitreichenden Beschränkungen zu legitimieren.
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