Masterarbeit, 2023
54 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Politische Kommunikation im Wandel
2.1.1 Die Rolle der sozialen Medien
2.1.2 Bedeutsamkeit von Facebook als politisches Medium im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken
2.2 Populismus
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Populistische Kommunikationsmuster
2.2.3 Negative Emotionen in der politischen Kommunikation
2.3 Ideologische Einordnung der Parteien im deutschen Bundestag
2.3.1 AfD
2.3.2 Die Linke
2.3.3 CDU/CSU, SPD, Die Grünen und FDP
2.4 Aktueller Forschungsstand und Herleitung zur Fragestellung
3 METHODEN
3.1 Vorgehen in der Datenerhebung und Beschreibung der Analyseeinheiten
3.2 Datenerfassung via CrowdTangle
3.3 Datenaufbereitung
3.4 Textdatenanalyse mit LIWC (Linguistic Inquiry and Word Count)
3.5 Statistische Analyse
3.5.1 Prüfung der Voraussetzungen für die einfaktorielle Varianzanalyse
3.5.2 Hypothesentestung
4 ERGEBNISSE
4.1 Wortanzahl und Häufigkeiten emotionalisierter Wörter der einzelnen Parteien
4.2 Hypothesentestung – parteispezifische Unterschiede in der Nutzung emotionalisierter Wörter
5 DISKUSSION
5.1 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
5.2 Einordnung der Ergebnisse in die aktuelle Studienlage
5.3 Limitationen
5.4 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Parteizugehörigkeit auf die Verwendung negativer Emotionen in Facebook-Beiträgen von Bundestagsabgeordneten. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf einem Vergleich zwischen den populistischen Parteien AfD und Die Linke sowie den übrigen Parteien des 19. Deutschen Bundestages.
1 Einleitung
Im September 2022 gewinnt die die rechtspopulistische Partei „Fratelli d'Italia“ in der italienischen Parlamentswahl (Pasquino & Valbruzzi, 2023) und ist damit Beweis, dass populistische Parteien weiter an Stellenwert gewinnen. In den letzten Jahren erlebt der Populismus insgesamt auf der politischen Bühne ein Comeback. Ökonomische und politische Krisen sowie Veränderungen in Gesellschaftsstrukturen haben seinen Aufschwung vor allem in Europa und in westlichen Demokratien möglich gemacht (Salmela & von Scheve, 2018).
In der Wissenschaft besteht dabei eine lange Tradition, Populismus als einen Kommunikationsstil einzuordnen (Jagers & Walgrave, 2007; Cranmer, 2011), der sich an inhaltlichen Bezügen zum Volk oder der Kritik am Establishment messen lässt. Auch Themenschwerpunkte wie Einwanderung und nationale Identität oder Souveränität und nationale Unabhängigkeit können ihm zugeschrieben werden (Cranmer, 2011; Blassnig, Ernst, Büchel & Engesser, 2018). Vergleichsweise wenig empirische Forschung existiert zu dem Zusammenhang von Emotionen und Populismus.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Erstarken populistischer Parteien ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs von Emotionen und Populismus in den sozialen Medien.
2 THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert den Wandel der politischen Kommunikation durch das Internet, definiert Populismus und seine Kommunikationsmuster und ordnet die Parteien des 19. Bundestages ideologisch ein.
3 METHODEN: Hier wird das Vorgehen bei der Datenerhebung via CrowdTangle, die Datenaufbereitung sowie die statistische Auswertung mittels LIWC detailliert beschrieben.
4 ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Auswertungen und testet die aufgestellten Hypothesen hinsichtlich parteispezifischer Unterschiede bei der Nutzung emotionalisierter Wörter.
5 DISKUSSION: Die Arbeit schließt mit einer Interpretation der Ergebnisse, einer kritischen Einordnung in die bestehende Forschung, einer Reflexion der Limitationen sowie einem Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Populismus, Politische Kommunikation, Facebook, Bundestag, Negative Emotionen, Angst, Wut, Traurigkeit, Soziale Medien, Politische Psychologie, Affective Intelligence Theory, quantitative Textanalyse, LIWC, Parteienvergleich, Online-Engagement.
Die Arbeit analysiert, inwieweit die Parteizugehörigkeit von Bundestagsabgeordneten deren Nutzung negativer Emotionen in Facebook-Beiträgen beeinflusst.
Die Schwerpunkte liegen auf Populismus, digitaler politischer Kommunikation sowie der Rolle von Affekten (Angst, Wut, Traurigkeit) im parlamentarischen Diskurs.
Das primäre Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die strategische Dimension negativer Emotionen in der Kommunikation populistischer Akteure auf der Plattform Facebook zu schaffen.
Die Studie verwendet eine quantitative Textdatenanalyse unter Nutzung des Software-Programms LIWC (Linguistic Inquiry and Word Count), flankiert von statistischen Verfahren wie dem Wilcoxon-Rangsummen-Test und Dunn-Tests.
Der Hauptteil deckt den theoretischen Hintergrund zum Populismus, die Beschreibung der verwendeten Datensätze sowie die differenzierte statistische Hypothesentestung ab.
Zentrale Begriffe sind Populismus, Facebook, Bundestag, Emotionen sowie spezifisch die Kategorien Angst, Wut und Traurigkeit.
Die Untersuchung zeigt, dass Abgeordnete der AfD und der Linken insgesamt signifikant häufiger negative Emotionswörter in ihren Facebook-Posts verwenden als Abgeordnete anderer Parteien.
Die Arbeit postuliert, dass populistische Abgeordnete die Emotion Angst strategisch nutzen, um Aufmerksamkeit zu generieren und Wähler für ihre politischen Positionen zu mobilisieren.
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