Bachelorarbeit, 2008
63 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
2. Strategie im betriebswirtschaftlichen Kontext
2.1 Strategischer Rahmen
2.2 Das Wesen der Strategie
2.3 Strategische Unternehmensführung in KMU
2.4 Probleme bei der Umsetzung von Strategien
3. Die Balanced Scorecard - Ein Werkzeug zur Umsetzung von Strategien
3.1 Grundgedanke und Aufbau der Balanced Scorecard
3.2 Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten der Balanced Scorecard
3.3 Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard
3.3.1 Finanzperspektive
3.3.2 Kundenperspektive
3.3.3 Interne Prozessperspektive
3.3.4 Mitarbeiterperspektive
3.3.5 Verknüpfung der Perspektiven
3.4 Kritische Würdigung der Balanced Scorecard
3.5 Wie eine Balanced Scorecard entsteht
4. Grundlagen zur Entwicklung der Balanced Scorecard für das Autohaus Jung
4.1 Die derzeitige Situation des Automobilhandels und des After-Sales-Segments
4.2 Die Notwendigkeit einer Balanced Scorecard bei der Autohaus Jung GmbH
4.3 Das Unternehmen ‚Autohaus Jung‘
4.4 Strategische Ausrichtung der Autohaus Jung GmbH
5. Gestaltung der Balanced Scorecard für die Autohaus Jung GmbH
5.1 Finanzperspektive
5.2 Kundenperspektive
5.3 interne Prozessperspektive
5.4 Mitarbeiterperspektive
5.5 Verknüpfung der Perspektiven
6. kritische Würdigung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer Balanced Scorecard für das After-Sales-Segment der Autohaus Jung GmbH, um die Unternehmensstrategie operationalisierbar zu machen und die Steuerung dieses für den Unternehmenserfolg kritischen Bereichs zu verbessern. Die Arbeit adressiert dabei die Herausforderung, in einem von Verdrängungswettbewerb und rückläufigen Neuwagenverkäufen geprägten Marktumfeld, die Effizienz und Kundenorientierung langfristig zu sichern.
3.1 Grundgedanke und Aufbau der Balanced Scorecard
In Kapitel 2.5 wurde dargelegt, dass die Geschäftsleitungen von Unternehmen häufig auf kurzfristige monetäre Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens zurückgreifen. Dabei erlauben die häufig retroperspektiven Größen, wie zum Beispiel Kapitalrendite oder Gewinn pro Aktie, nur sehr bedingt Aussagen zur künftigen Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Dazu der Harvard Business Manager: “Unternehmen allein über die Finanzzahlen zu führen, gleicht dem Verfolgen eines Fußballspiels via Anzeigetafel.“ Überdies besteht die Gefahr, dass die angesprochenen Finanzzahlen zu Lasten strategischer Investitionen, also Produktentwicklungen, Prozessverbesserungen oder Personalentwicklung, kurzfristig optimiert werden.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die Firma Xerox - bis in die 1970er Jahre Monopolist im Bereich Kopiermaschinen. Der Verkauf von Kopierern und Zubehör war hoch profitabel. Jedoch waren die Kunden über die Fehlerhaftigkeit der Maschinen verärgert, zumal es keine Alternative auf dem Markt gab. Anstatt aber die Produkte zu verbessern, richtete Xerox einen umfangreichen Kundenservice ein und bot Ersatzmaschinen an. Dieser Bereich wurde bald zu einem wichtigen Faktor für den wachsenden Gewinn des Unternehmens. Die finanziellen Kennzahlen wiesen auf ein florierendes Unternehmen hin. Die Kunden jedoch waren nach wie vor unzufrieden und wünschten stabilere Kopiermaschinen statt Kundendienst. Als schließlich andere Unternehmen qualitativ bessere und günstigere Maschinen anboten, ging Xerox beinahe Konkurs. Dies zeigt, wie wenig ausschließlich finanzielle Kennzahlen geeignet sind ein Unternehmen zu steuern.
Vor diesem Hintergrund setzt die Balanced Scorecard auch auf nicht-finanzielle Kennzahlen. Bereits 1951 forderte Peter Drucker eine pluralistische Balance von kurzfristigen wie langfristigen Zielen. Bei der Balanced Scorecard werden insbesondere jene Kennzahlen berücksichtigt, die über eine kausale Wirkungskette letztlich auch die finanziellen Kennzahlen beeinflusst. Die Balanced Scorecard misst und bewertet also die Erfolgstreiber, die Basis der finanziellen Kennzahlen, und setzt somit nachhaltiger an als klassische Kennzahlensysteme.
1. Einführung: Darstellung der Problematik der Strategieumsetzung in Unternehmen und Vorstellung des Konzepts der Balanced Scorecard als Lösungsansatz.
2. Strategie im betriebswirtschaftlichen Kontext: Erläuterung der theoretischen Grundlagen von Strategie, Mission, Vision und der Herausforderungen bei der Umsetzung in kleinen und mittleren Unternehmen.
3. Die Balanced Scorecard - Ein Werkzeug zur Umsetzung von Strategien: Detaillierte Einführung in das Konzept, die vier Perspektiven und die kritische Würdigung der Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument.
4. Grundlagen zur Entwicklung der Balanced Scorecard für das Autohaus Jung: Analyse der Marktsituation im Automobilhandel sowie der spezifischen strategischen Ausrichtung des Autohauses.
5. Gestaltung der Balanced Scorecard für die Autohaus Jung GmbH: Konkrete Anwendung der Balanced Scorecard für das After-Sales-Segment mit Definition der Ziele, Kennzahlen und Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
6. kritische Würdigung und Ausblick: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die notwendige Implementierung der Scorecard im Unternehmen.
Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, After-Sales-Segment, Autohaus Jung GmbH, Kennzahlensystem, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Mitarbeiterperspektive, Ursache-Wirkungs-Ketten, Wettbewerbsvorteil, Strategisches Management, Kundenzufriedenheit, Deckungsbeitrag, Marktpotential.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Balanced Scorecard (BSC), um die strategische Planung im After-Sales-Segment der Autohaus Jung GmbH effizienter umzusetzen und messbar zu machen.
Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen des strategischen Managements, das Konzept der Balanced Scorecard, die Marktsituation im Automobilhandel sowie die praktische Implementierung einer BSC in einem mittelständischen Autohaus.
Das Hauptziel ist die Überwindung von Problemen bei der Strategieumsetzung durch die Einführung eines ausbalancierten Kennzahlensystems, das finanzielle und nicht-finanzielle Ziele miteinander verknüpft.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie empirischen Erhebungen, primär durch Interviews mit der Geschäftsführung des Autohauses und der Nutzung interner Unternehmensdaten.
Im Hauptteil werden zunächst das Konzept der Balanced Scorecard sowie die spezifische Ausgangslage im After-Sales-Bereich analysiert. Darauf aufbauend werden konkrete Ziele und Kennzahlen für die vier BSC-Perspektiven entwickelt und mittels Ursache-Wirkungs-Ketten vernetzt.
Wichtige Begriffe sind Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, After-Sales, Autohaus, Kundenorientierung und Kennzahlensteuerung.
Das Segment ist für die Autohaus Jung GmbH aufgrund der hohen Bedeutung für den Deckungsbeitrag und des zunehmenden Wettbewerbsdrucks strategisch essenziell, wurde jedoch bisher oft als „Selbstläufer“ vernachlässigt.
Die Arbeit benennt vier Hauptbarrieren: die Visions-Barriere (Mitarbeiter verstehen die Strategie nicht), die Mitarbeiter-Barriere (Anreize nicht an die Strategie gekoppelt), die Ressourcen-Barriere (Budget nicht an Strategie gekoppelt) und die Management-Barriere (fehlendes strategisches Feedback).
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