Bachelorarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 1,8
1. Die Sexualität des Menschen
1.1 Begriffliche Erklärung der menschlichen Sexualität
1.2 Die Aspekte der Sexualität
1.3 Die Sexualforschung
1.4 Sexualität im Islam
2. Die Sexualpädagogik
2.1 Begriffserklärung
2.1.1 Sexualpädagogische Richtungen
2.1.1.1 Die traditionell- repressive Sexualpädagogik
2.1.1.2 die politisch-emanzipatorische Sexualpädagogik
2.1.1.3 Die individuell-emanzipatorische Sexualpädagogik
2.1.1.4 Die affirmativ-liberale Sexualpädagogik
2.1.1.5 Die skeptische Sexualpädagogik
2.2 Womit beschäftigt sich Sexualpädagogik
2.3 Sexualpädagogik und Gender
2.3.1 sexualpädagogische Mädchenarbeit
2.3.2 sexualpädagogische Jungenarbeit
3. Kindersexualität in der Sexualpädagogik
3.1 Auch Kinder sind sexuelle Wesen von Anfang an
3.2 Die Theorie nach Freud zur psycho-sexuellen Entwicklung
3.3 Sexuelle Erziehung des Kindes in der Familie
3.4 Was will Sexualpädagogik im Kindergarten erreichen?
3.5. Sexualpädagogische Handlungskompetenz der Pädagogen/innen
3.6. Das sexualpädagogische Konzept in Kindertageseinrichtungen
4. Geschichtlicher Abriss der Sexualpädagogik
4.1 Entwicklung der Sexualität in der NS- Zeit
4.1.1 Sex, um den arischen Gedanken zu wahren
4.1.2 Zwangssterilisation
4.1.3 Lebensborn e.V.
4.2 Entwicklung in der DDR
4.2.1 Das Schulsystem
4.3 Entwicklung in der BRD
5. Sexualpädagogik im Kindergarten als Prävention
5.1 Die Schattenseite der Sexualität- sexueller Missbrauch
5.2 Sexualpädagogische Präventionsbeispiele
5.2.1 Die Kindergartenbox
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung einer frühkindlichen Sexualerziehung im Kindergarten. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob sexuelle Bildung bereits in der frühesten Kindheit beginnen sollte, um Persönlichkeitsbildung, Identitätsfindung und Prävention vor sexuellem Missbrauch zu fördern.
Die orale Phase
“ Ich bin, was man mir gibt.”
In den ersten beiden Lebensjahren durchlebt ein Kind die orale Phase. In dieser Phase ist der Mund die erogene Zone. Durch den Mund beginnt das Kind in diesem Alter seine Umwelt kennenzulernen. Zwischen dem vierten und zehnten Lebensmonat gelten die Nervenenden der Zunge als eine wichtige Quelle für Informationen. In diesem Alter wird das Saugen und Nuckeln als befriedigend und Geborgenheit spendendes Gefühl verstanden. Freud geht davon aus, dass die ES Triebe in dieser Zeit dominieren. Das Kind ist noch nicht durch Moralvorstellungen über die Sexualität geprägt. In diesem Alter äußern sich die Gefühle zur Mutter oder zu einer anderen Bezugsperson durch das Urvertrauen. Das Neugeborene versteht die Gründe seines Handelns noch nicht, und alles, was es tut, geschieht aus natürlichen Gefühlen heraus. Nach Freud lässt sich das Triebziel in dieser Zeit als ein Einverleiben der Mutter beschreiben. Das bedeutet, dass der Säugling die Mutter durch das Stillen zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse für sich allein hat. Die Triebobjekte sind die mütterliche Brust, die eigenen Finger und diverses Spielzeug. Die Triebquelle ist der Mund. Doch was geschieht mit einem Säugling, der die orale Phase aufgrund verschiedener Probleme nicht durchlebt? Laut der Freud`schen Lehre haben die Kinder kaum eine Möglichkeit, sich gut zu entwickeln.
1. Die Sexualität des Menschen: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den Begriff der menschlichen Sexualität, beleuchtet deren Aspekte und Funktionen und diskutiert die Sexualforschung sowie die Bedeutung der Sexualität im Islam.
2. Die Sexualpädagogik: Hier werden grundlegende Richtungen der Sexualpädagogik definiert und erläutert, wobei ein besonderer Fokus auf geschlechtsspezifische Ansätze in der Mädchen- und Jungenarbeit liegt.
3. Kindersexualität in der Sexualpädagogik: Dieses Kapitel behandelt die kindliche Sexualität, Freuds psycho-sexuelle Entwicklungstheorie, die Rolle der Familie bei der Sexualerziehung und Ziele der Arbeit im Kindergarten.
4. Geschichtlicher Abriss der Sexualpädagogik: Ein historischer Rückblick auf die Entwicklung der Sexualität und Sexualpädagogik in der NS-Zeit, der ehemaligen DDR und der BRD.
5. Sexualpädagogik im Kindergarten als Prävention: Hier wird die Prävention von sexuellem Missbrauch als Kernziel der Sexualpädagogik im Kindergarten thematisiert und durch Praxisbeispiele wie die „Kindergartenbox“ konkretisiert.
Sexualpädagogik, Sexualerziehung, Kindersexualität, Prävention, sexueller Missbrauch, Identitätsbildung, Kindergarten, psycho-sexuelle Entwicklung, Geschlechterrollen, Körperaufklärung, Kinderschutz, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, sexuelle Bildung, sexuelle Identität.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Bedeutung der Sexualpädagogik, insbesondere im Kontext der frühkindlichen Bildung im Kindergarten.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Sexualität, die historische Entwicklung der Sexualpädagogik, geschlechtsspezifische Erziehung sowie die Prävention von sexuellem Missbrauch.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, dass sexuelle Bildung bereits in der frühen Kindheit einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zum Selbstschutz der Kinder leistet.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener sexualpädagogischer Strömungen sowie deren historische Einordnung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Sexualpädagogik, die Darstellung der kindlichen Sexualentwicklung (nach Freud), den historischen Kontext und die pädagogische Präventionsarbeit.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sexualpädagogik, Prävention, kindliche Identitätsbildung und Kinderschutz definieren.
Es dient dazu, über die reine Aufklärung hinaus eine präventive Erziehung zu leisten, die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärkt und ihnen hilft, Grenzen zu erkennen und zu wahren.
Sie bietet strukturierte Materialien und Methoden an, um das sensible Thema Sexualität altersgerecht, offen und methodisch fundiert in den Kindergartenalltag zu integrieren.
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