Diplomarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Prämissen
2. Personengesellschaften im Zivil-, Steuer- und Abkommensrecht
2.1 Zivilrechtliche Behandlung nach inländischem Recht
2.2 Steuerrechtliche Behandlung nach inländischem Recht
2.2.1 Personengesellschaften als teilrechtsfähige Steuersubjekte
2.2.2 (Zweistufige) Gewinnermittlung und Vermögensabgrenzung
2.2.3 Beschränkung des Verlustausgleichs bei Kommanditisten
2.3 Abkommensberechtigung von Personengesellschaften
2.3.1 Ansässige Personen im Sinne des OECD-MA
2.3.1.1 „Person“ im abkommensrechtlichen Sinne
2.3.1.2 „Ansässigkeit“ im abkommensrechtlichen Sinne
2.3.2 Konsequenz fehlender Abkommensberechtigung
3. Inländische Personengesellschaften mit ausländischen Mitunternehmern (Inbound-Fall)
3.1 Besteuerung in Deutschland (Sitzstaat)
3.1.1 Betriebsstättenprinzip und beschränkte Steuerpflicht
3.1.2 Besteuerung im Gewinnfall
3.1.2.1 Gewinnanteil
3.1.2.1.1 Nicht-DBA-Fall
3.1.2.1.2 DBA-Fall
3.1.2.1.2.1 Der abkommensrechtliche Unternehmensbegriff
3.1.2.1.2.2 Der abkommensrechtliche Gewinnbegriff
3.1.2.1.2.3 Das abkommensrechtliche Betriebsstättenprinzip
3.1.2.1.2.4 Drittstaatseinkünfte
3.1.2.2 Sondervergütungen
3.1.2.2.1 Nicht-DBA-Fall
3.1.2.2.2 DBA-Fall
3.1.2.2.2.1 Das Spezialitätsprinzip des Art. 7 Abs. 7 OECD-MA
3.1.2.2.2.2 Die differenzierte Einordnung von Sondervergütungen
3.1.2.2.2.2.1 Überlassung unbeweglichen Vermögens
3.1.2.2.2.2.2 Dividendenbezug
3.1.2.2.2.2.3 Zinsbezug aus Darlehensgewährung
3.1.2.2.2.2.4 Lizenzgebühren
3.1.2.2.2.2.5 Selbständige Arbeit
3.1.2.2.2.2.6 Unselbständige Arbeit
3.1.2.2.2.3 Herrschende Meinung
3.1.2.2.2.4 Jüngere BFH-Rechtssprechung
3.1.2.2.2.5 Lösungsvorschlag des OECD-Partnership-Reports
3.1.2.2.2.6 Auffassung der Finanzverwaltung
3.1.2.3 Double-Dip-Modelle
3.1.2.4 Thesaurierungsbegünstigung des § 34a EStG
3.1.3 Besteuerung im Verlustfall
3.1.3.1 Nicht-DBA-Fall
3.1.3.2 DBA-Fall
3.2 Besteuerung im Ausland (Wohnsitzstaat)
3.3 Gewerbesteuerliche Aspekte
4. Ausländische Personengesellschaften mit inländischen Mitunternehmern (Outbound-Fall)
4.1 Besteuerung in Deutschland (Wohnsitzstaat)
4.1.1 Unbeschränkte Steuerpflicht und Welteinkommensprinzip
4.1.2 Besteuerung im Gewinnfall
4.1.2.1 Gewinnanteil
4.1.2.1.1 Nicht DBA-Fall
4.1.2.1.1.1 Direkte Anrechnung von Quellensteuern
4.1.2.1.1.2 Quellensteuerabzug
4.1.2.1.1.3 Pauschalierung bzw. Erlass von Quellensteuern
4.1.2.1.2 DBA-Fall
4.1.2.1.2.1 Anwendung der Methodenartikel
4.1.2.1.2.2 Übergang von der Befreiungs- zur Anrechnungsmethode unter bestimmten Voraussetzungen
4.1.2.2 Sondervergütungen
4.1.2.2.1 Nicht-DBA-Fall
4.1.2.2.2 DBA-Fall
4.1.2.3 Thesaurierungsbegünstigung des § 34a EStG
4.1.3 Besteuerung im Verlustfall
4.1.3.1 Nicht-DBA-Fall
4.1.3.2 DBA-Fall
4.1.3.3 Verlustverrechnungsbeschränkungen
4.2 Problematik der Hinzurechnungsbesteuerung (§§ 7 – 14 AStG)
4.2.1 Zielsetzung und Regelungsgehalt
4.2.2 Tatbestandsvoraussetzungen
4.2.3 Rechtsfolgen
4.2.4 Bedeutung im Rahmen der Untersuchung
4.3 Besteuerung im Ausland (Sitzstaat)
4.3.1 Nicht-DBA-Fall
4.3.2 DBA-Fall
4.4 Gewerbesteuerliche Aspekte
5. Fazit und Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die komplexe ertragsteuerliche Behandlung von Personengesellschaften im Kontext des internationalen Steuerrechts. Das primäre Ziel besteht darin, die steuerlichen Konsequenzen bei grenzüberschreitenden Beteiligungen von Inländern an ausländischen Personengesellschaften (Outbound) sowie von Ausländern an inländischen Personengesellschaften (Inbound) unter Berücksichtigung von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) und nationalem Recht, insbesondere im Hinblick auf Sondervergütungen und Qualifikationskonflikte, kritisch zu beleuchten.
3.1.2.2.2.2.1 Überlassung unbeweglichen Vermögens
Jede Art von Nutzung unbeweglichen Vermögens kann im Quellenstaat unbeschränkt besteuert werden (Belegenheitsprinzip). Überlässt der Gesellschafter seiner Personengesellschaft unbewegliches Vermögen gegen ein besonderes Entgelt, erfüllen diese Zahlungen die Voraussetzungen des Art. 6 Abs. 1 OECD-MA.
Doppelbesteuerung wird durch die Anwendung des Methodenartikels durch den Wohnsitzstaat vermieden. Deutschland stellt in seinen vereinbarten DBA die Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen i.d.R. unter Progressionsvorbehalt frei.
1. Einleitung: Die Einleitung legt die Problematik der ertragsteuerlichen Behandlung von Personengesellschaften im internationalen Kontext dar und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Personengesellschaften im Zivil-, Steuer- und Abkommensrecht: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Grundlagen von Personengesellschaften nach inländischem Recht sowie deren Abkommensberechtigung.
3. Inländische Personengesellschaften mit ausländischen Mitunternehmern (Inbound-Fall): Hier werden die Besteuerungsfolgen für ausländische Mitunternehmer bei inländischen Personengesellschaften analysiert, mit Fokus auf das Gewinn- und Verlustszenario sowie Sondervergütungen.
4. Ausländische Personengesellschaften mit inländischen Mitunternehmern (Outbound-Fall): Dieses Kapitel beleuchtet die Besteuerung von inländischen Mitunternehmern bei ausländischen Personengesellschaften und geht auf die Hinzurechnungsbesteuerung ein.
5. Fazit und Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Rechtsunsicherheit aufgrund divergierender Auffassungen von Finanzverwaltung und Rechtsprechung hervor.
Personengesellschaften, Mitunternehmerschaft, Internationales Steuerrecht, Doppelbesteuerungsabkommen, Sondervergütungen, Betriebsstättenprinzip, DBA, Qualifikationskonflikt, Hinzurechnungsbesteuerung, Thesaurierungsbegünstigung, § 34a EStG, Gewinnermittlung, Inbound-Fall, Outbound-Fall, Zinsschranke.
Die Arbeit befasst sich mit der ertragsteuerlichen Behandlung von Personengesellschaften im deutschen internationalen Steuerrecht, insbesondere bei grenzüberschreitenden Beteiligungen zwischen dem In- und Ausland.
Im Fokus stehen die Besteuerung im Inbound- und Outbound-Fall, die abkommensrechtliche Einordnung von Sondervergütungen, die Vermeidung von Doppelbesteuerung und die Auswirkungen nationaler Regelungen wie der Zinsschranke oder der Thesaurierungsbegünstigung.
Ziel ist es, die bestehende Rechtsunsicherheit bei der steuerlichen Behandlung grenzüberschreitender Personengesellschaftsbeteiligungen zu analysieren und die kontroversen Standpunkte von Finanzverwaltung und Rechtsprechung einzuordnen.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen und steuerfachlichen Literaturanalyse unter Einbeziehung relevanter BFH-Rechtsprechung, Verwaltungsanweisungen des BMF sowie internationaler Abkommensregelungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse inländischer Personengesellschaften mit ausländischen Mitunternehmern (Inbound) und ausländischer Personengesellschaften mit inländischen Mitunternehmern (Outbound), jeweils unterteilt in Gewinn- und Verlustfälle.
Wichtige Begriffe sind Mitunternehmerschaft, Sondervergütungen, Betriebsstättenprinzip, Qualifikationskonflikte, Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) und Thesaurierungsbegünstigung gemäß § 34a EStG.
Die Arbeit betrachtet diese gesetzliche Neuregelung kritisch und diskutiert, ob sie einen unzulässigen "treaty override" darstellt und inwieweit sie das Steuersubstrat beeinflusst.
Es herrscht erhebliche Rechtsunsicherheit, da die Finanzverwaltung Sondervergütungen pauschal als Unternehmensgewinne nach Art. 7 OECD-MA einordnet, während die aktuelle BFH-Rechtsprechung differenziertere, zivilrechtlich orientierte Ansätze verfolgt.
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