Diplomarbeit, 2009
71 Seiten, Note: 13,0
1 Einleitung
2 Überblick über die gesetzliche Altersversorgung
2.1 Die gesetzliche Rentenversicherung
2.2 Die landwirtschaftlichen Alterskassen
2.3 Die berufsständischen Versorgungseinrichtungen
3 Die Rürup-Rente
3.1 Allgemeines
3.2 Die Konditionen der Rürup-Rente
3.3 Kosten von Rürup-Renten-Verträgen
3.4 Sicherheit der Rürup-Rente
3.4.1 Absicherung bei Arbeitslosigkeit
3.4.2 Absicherung bei Insolvenz
4 Steuerliche Grundlagen
4.1 Einzahlungsphase
4.1.1 Steuerliche Förderung
4.1.1.1 Sonderausgaben
4.1.1.2 Altersvorsorgeaufwendungen
4.1.1.3 Sonstige Vorsorgeaufwendungen
4.1.1.4 Nichtabziehbare Vorsorgeaufwendungen
4.1.2 Günstigerprüfung
4.2 Auszahlungsphase
4.2.1 Besteuerung
4.2.1.1 „Doppelbesteuerung“
4.2.1.2 Öffnungsklausel
4.2.2 Rentenbezugsmitteilung
5 Das System der Rürup-Rente
5.1 Altersvorsorge
5.2 Erwerbsminderungsschutz
5.3 Hinterbliebenenschutz
5.4 Anlageformen
5.4.1 Die klassische Rürup-Rente
5.4.2 Die fondsgebundene Rürup-Rente
5.4.3 Die Mischform
5.4.4 Variable Annuities
5.5 Formen der Beitragszahlung
5.5.1 Zuzahlungen
5.5.2 Einmalbeiträge
5.5.3 Beitragsfreistellung
5.6 Auszahlungsformen
5.6.1 Kapitalabfindung
5.6.2 Die Sofortrente
6 Typische Personenkreise und deren Renditeerwartungen
6.1 Allgemein
6.2 Selbständige
6.3 Gutverdienende Arbeitnehmer
6.4 Berufsständler über die Grundversorgung hinaus
6.5 Renditeerwartungen
6.5.1 Renditeerwartungen bei Verträgen mit dem Fokus auf Risikoschutz
6.5.2 Renditeerwartung bei Verträgen mit dem Fokus auf Altersvorsorge
6.5.2.1 Rendite in Abhängigkeit vom Eintrittsalter und der Vertragslaufzeit
6.5.2.2 Renditeerwartung vor der steuerlichen Betrachtung
6.5.2.3 Renditeerwartung nach der steuerlichen Betrachtung
6.5.3 Die Rendite der Rürup-Rente im Vergleich mit anderen Produkten aus der Basisversorgung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rürup-Rente als staatlich geförderte Säule der Basisversorgung zur Altersvorsorge, bei Erwerbsminderung und zum Hinterbliebenenschutz. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, für welche spezifischen Personenkreise – insbesondere Selbständige und gutverdienende Arbeitnehmer – dieses Vorsorgemodell unter Berücksichtigung steuerlicher Aspekte, Renditeerwartungen und Sicherheitsfaktoren tatsächlich sinnvoll ist.
3.2 Die Konditionen der Rürup-Rente
Mit der Rürup-Rente hat der Gesetzgeber einige Bedingungen verknüpft, welche in §10 Abs.1 Nr.2b und Abs.2 Nr.1 EStG genannt werden. Um den Ansprüchen der Basisversorgung, also der ersten Schicht, zu genügen und um die steuerliche Förderung nutzen zu können, müssen einige Bedingungen erfüllt werden:
• die Rente muss monatlich und lebenslang ausgezahlt werden: diese Bedingung ist den gesetzlichen Alterssicherungssystemen nachempfunden und soll das sog. ‚Langlebigkeitsrisiko’ abdecken12. Das bedeutet, dass die gesamte Zeit des Ruhestandes tatsächlich finanziell abgesichert sein soll.
• der Rentenbeginn darf nicht vor dem 60. Lebensjahr liegen: auch hinter dieser Bedingung steckt der o.g. Grund, nämlich, dass das angesparte Altersvorsorgekapital für die Zeit nach Beendigung des Erwerbslebens zur Verfügung stehen soll.
• die Rente muss auf den Steuerpflichtigen bezogen sein: das bedeutet, dass die Rente nur vom Versicherungsnehmer bezogen werden darf. Die einzige Ausnahme als abweichender Leistungsempfänger sind die Hinterbliebenen, wenn ein zusätzlicher Hinterbliebenenschutz vereinbart wurde. Generell muss aber Personenidentität bestehen.
• die Ansprüche aus dem Vertrag dürfen nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar, nicht kapitalisierbar sein.
• es muss der Abschluss von Zusatzversicherungen zum Hauptvertrag möglich sein, welche folgende Leistungen beinhalten: Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente, Hinterbliebenenrente.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch das Bundesverfassungsgericht angestoßene Reform des Alterseinkünftegesetzes und die daraus resultierende Einführung des 3-Schichten-Modells.
2 Überblick über die gesetzliche Altersversorgung: Das Kapitel erläutert die Pflichtversicherungssysteme der ersten Schicht, namentlich die gesetzliche Rentenversicherung, die landwirtschaftlichen Alterskassen und berufsständische Versorgungseinrichtungen.
3 Die Rürup-Rente: Dieses Kapitel definiert die Rürup-Rente als kapitalgedecktes Basisversorgungsprodukt, beleuchtet die gesetzlichen Konditionen und erläutert die Schutzfunktionen gegen Arbeitslosigkeit und Insolvenz.
4 Steuerliche Grundlagen: Hier werden die steuerliche Absetzbarkeit von Vorsorgeaufwendungen während der Einzahlungsphase und die nachgelagerte Besteuerung in der Leistungsphase im Detail analysiert.
5 Das System der Rürup-Rente: Der Fokus liegt hier auf den inhaltlichen Ausgestaltungen der Rürup-Rente, inklusive Zusatzversicherungen, verschiedenen Anlageformen und den Regeln zur Beitragszahlung.
6 Typische Personenkreise und deren Renditeerwartungen: Dieses Kapitel prüft, für wen sich eine Rürup-Rente lohnt, und stellt Renditeerwartungen in Abhängigkeit von Alter, Steuersatz und gewähltem Risikofokus gegenüber.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Vor- und Nachteile der Rürup-Rente zusammen und ordnet ihre wachsende Bedeutung für die private Altersvorsorge in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ein.
Rürup-Rente, Basisversorgung, Altersvorsorge, 3-Schichten-Modell, Erwerbsminderung, Hinterbliebenenschutz, Steuerliche Förderung, Sonderausgaben, Nachgelagerte Besteuerung, Kapitaldeckung, Renditeerwartung, Lebenslange Rente, Selbständige, Zusatzversicherung, Altersvorsorgeaufwendungen.
Die Arbeit behandelt die Rürup-Rente, ihre rechtlichen Grundlagen und ihre Funktion als Teil der staatlich geförderten Basisversorgung für die Altersvorsorge, Erwerbsminderung und Hinterbliebenenabsicherung.
Zentrale Themen sind das 3-Schichten-Modell der Altersvorsorge, die steuerliche Behandlung von Ein- und Auszahlungen sowie die Analyse verschiedener Anlageformen und deren spezifische Renditeerwartungen.
Das Ziel ist es, den Nutzen der Rürup-Rente für verschiedene Personengruppen – insbesondere Selbständige und Gutverdiener – zu bewerten und zu klären, unter welchen Bedingungen die steuerlichen Vorteile die Rendite positiv beeinflussen.
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, kombiniert mit der Untersuchung gesetzlicher Regelungen (EStG, ZPO) und praxisorientierten Beispielrechnungen für unterschiedliche Steuersätze und Anlagemodelle.
Der Hauptteil gliedert sich in die steuerlichen Grundlagen, die systemischen Voraussetzungen, Anlageformen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Renditeerwartungen von Rürup-Renten-Verträgen mit und ohne Zusatzversicherungen.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Rürup-Rente, Basisversorgung, steuerliche Förderung, nachgelagerte Besteuerung, Kapitaldeckung und Renditeerwartung.
Für Selbständige bietet die Rürup-Rente eine der wenigen Möglichkeiten, eine staatlich geförderte Altersvorsorge aufzubauen, da ihnen andere Modelle wie die Riester-Rente oder betriebliche Altersvorsorge oft nicht zugänglich sind.
Während die klassische Form einen garantierten Zins bietet und als sicherheitsorientiert gilt, investiert die fondsgebundene Variante in Wertpapiere, was höhere Renditechancen, aber auch ein höheres Verlustrisiko birgt.
Dies beschreibt das Prinzip, dass Beiträge in der Einzahlungsphase steuerlich begünstigt werden (Sonderausgabenabzug), während die späteren Rentenbezüge im Alter versteuert werden müssen.
Da Zusatzversicherungen wie die Berufsunfähigkeitsrente eigene Kosten verursachen, reduziert ihr Einschluss den Anteil der Beiträge, der in die eigentliche Altersvorsorge (Hauptvertrag) fließt, was zu einer niedrigeren garantierte Rente führt.
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