Magisterarbeit, 2009
58 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Geschichte des deutschen Fernsehens
2.1 Das Duale Rundfunksystem in Deutschland
2.2 Der Rundfunkstaatsvertrag
2.3 Fernsehen als Massenmedium
3. Das deutsche Fernsehen des 21. Jahrhunderts
3.1 Die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten
3.2 Die Privaten Sender
4. Neuer Bereich: Internet und Digitalfernsehen
4.1 Fernsehen und Internet
4.2 Digitalfernsehen
5. Fernseh-Zuschauer
5.1 Zuschauerverhalten deutscher Rezipienten
5.2 Zielgruppen
5.3 Gesellschaftlicher und sozialer Zusammenhang
6. Quote und Qualität
6.1 Quote
6.2 Qualität
7. Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch das Spannungsverhältnis zwischen Quote und Qualität im deutschen Fernsehen vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Internet- und Digitalangeboten sowie der Rolle der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im dualen System.
3. Das deutsche Fernsehen des 21. Jahrhunderts
„Wenn man vor 30 Jahren beim Brötchenholen einen Bekannten traf, konnte man mit ihm nicht nur über das Wetter, sondern auch über das Fernsehen sprechen, über Robert Lembke, die Tagesschau, über Lassie, Kulenkampff oder über Panorama: Heute bleibt man besser beim Wetter, denn wahrscheinlich hat er nicht gesehen, was man selbst gesehen hat -und umgekehrt.“
Im Zeitalter von Digitalfernsehen und Online Angeboten ist es eher unwahrscheinlich, dass man einen Bekannten trifft, der zufällig dasselbe im Fernsehen gesehen hat. Es gibt heute zum einen viel mehr Sender als zu den Anfängen des Fernsehens. Laut Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten existieren mittlerweile 522 empfangbare Programme in Deutschland. Dabei handelt es sich um 383 private Sender, dreiundzwanzig öffentlich-rechtliche, siebenundfünfzig des Bürgerfernsehens und neunundfünfzig Pay TV Kanäle. Doch die Zuschauer nutzen gar nicht alle Sender regelmäßig, nur einige werden dauerhaft gesehen.
Weiterhin gibt es das Internet, das häufig genutzt wird, um Sendungen zu sehen. Oder es werden DVDs konsumiert. Eine andere Möglichkeit ist die, dass Leute gar nicht zwingend fernsehen, sondern diverse andere Unterhaltungselektronik nutzen, die es heute zu Genüge gibt.
Fernsehen ist heute ein nicht mehr so exklusives und einzigartiges Medium wie zu seinen Anfängen. Im 21. Jahrhundert ist es selbstverständlich, mindestens ein Fernsehgerät zu besitzen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gravierenden Veränderungen der deutschen Fernsehlandschaft seit Einführung des dualen Systems und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Vereinbarkeit von Qualität und Quote.
2. Geschichte des deutschen Fernsehens: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom Versuchsbetrieb bis zur Etablierung des dualen Rundfunksystems nach und analysiert den Wandel des Fernsehens zum Massenmedium.
3. Das deutsche Fernsehen des 21. Jahrhunderts: Hier wird der Status quo des heutigen, durch enorme Angebotsvielfalt geprägten Fernsehmarktes beschrieben und das geänderte Zuschauerverhalten sowie der Konkurrenzdruck zwischen den Senderfamilien analysiert.
4. Neuer Bereich: Internet und Digitalfernsehen: Dieses Kapitel befasst sich mit den technologischen Herausforderungen und Chancen durch Internet und Digitalisierung, die das traditionelle Nutzungsverhalten nachhaltig verändern.
5. Fernseh-Zuschauer: Die Arbeit fokussiert auf die Rezipienten, deren veränderte Sehgewohnheiten, ihre Rolle als "Teleflaneure" und die Bedeutung von Zielgruppendefinitionen in der heutigen Medienlandschaft.
6. Quote und Qualität: Dieser Abschnitt untersucht das zentrale Spannungsfeld, in dem sich Fernsehschaffende bewegen, und hinterfragt, ob eine qualitativ hochwertige Programmgestaltung unter dem Diktat der Einschaltquote noch möglich ist.
7. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Verbindung von Qualität und Quote eine kaum lösbare Herausforderung für das deutsche Fernsehen darstellt.
Duales Rundfunksystem, Fernsehen, Quote, Qualität, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Private Sender, Digitalfernsehen, Internet, Zuschauerverhalten, Medienlandschaft, Grundversorgung, Unterhaltung, Programmauftrag, Mediennutzung, Zielgruppen
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Fernsehlandschaft in Deutschland, speziell den Konflikt zwischen dem Quotendruck und dem Anspruch an inhaltliche Qualität im dualen Rundfunksystem.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Rundfunks, die Auswirkungen neuer Technologien wie Digitalfernsehen und Internet, das veränderte Zuschauerverhalten und die programmliche Ausrichtung von ARD, ZDF und den privaten Sendern.
Die Untersuchung zielt darauf ab zu klären, ob unter den Bedingungen des aktuellen Wettbewerbs, geprägt durch Quote und Kommerz, ein qualitativ anspruchsvolles Fernsehen im Sinne des gesetzlichen Grundversorgungsauftrags überhaupt noch möglich ist.
Die Arbeit basiert auf der Analyse wissenschaftlicher Literatur, Studien zur Medienforschung und der Auswertung von Statistiken sowie Programmanalysen.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung seit 1984, den Einfluss des Internets, das Verhalten der Rezipienten (einschließlich Zielgruppenanalysen) und die Qualitätsdiskussion im Kontext der Quote.
Duales Rundfunksystem, Quote, Qualität, öffentlich-rechtlicher Auftrag und Medienwandel sind die prägenden Begriffe.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht unter Druck, seinen Bildungsauftrag zu erfüllen, während er gleichzeitig versucht, durch mediathekenbasierte Angebote und teils kommerzorientierte Formate junge Zielgruppen zu erreichen.
Der Begriff beschreibt den modernen Fernsehzuschauer, der ziellos durch das Angebot zappt, statt Sendungen bewusst und konzentriert zu rezipieren.
Dieser Begriff thematisiert Formate und Sendungen, die sich vorwiegend an bildungsfernere Schichten richten und oft durch triviale Inhalte, Reality-Shows oder auf Skandale fokussierte Konzepte auffallen.
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