Masterarbeit, 2009
131 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Pädagogisch- lerntheoretische Aspekte
2.1.1 Begriffsklärung zur inneren und äußeren Differenzierung
2.1.2 Methodische Binnendifferenzierung
2.2 Fachdidaktische Aspekte
2.2.1 Naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen
2.2.2 Möglichkeiten der Unterstützung von naturwissenschaftlichen Denk und Arbeitsweisen
2.2.3 Kognitive Voraussetzungen der Schüler
2.3 Unterrichtsthematische Aspekte
2.3.1 Curriculare Einordnung
2.3.2 Fachwissenschaftliche Aspekte
3 Praktische Umsetzung
3.1 Empirische Erhebungen
3.1.1 Stichprobe
3.1.2 Methodische Vorgehensweise des Fragebogens
3.1.3 Aufbau der Fragebögen
3.1.4 Auswertungsverfahren
3.2 Differenzierung der Schüler
3.3 Der Leitfaden als unterstützende Methode
3.4 Die Durchführung der Unterrichtseinheit
4 Ergebnisse
4.1 Auswertung der Ergebnisse
4.2 Rückbezug zu formulierten Hypothesen
4.3 Reflexion der Umsetzung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Schüler einer 6. Realschulklasse durch gezielte Anleitung und einen leitfadenorientierten Ansatz in die Lage versetzt werden, naturwissenschaftliche Experimente selbstständig zu planen und durchzuführen. Ziel ist es, die Methodenkompetenz der Lernenden zu steigern und gleichzeitig den Fachwissenserwerb im Themenbereich Verbrennung binnendifferenziert zu fördern.
Naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen
PISA untersucht, inwieweit die Bildungssysteme der jeweiligen Länder dazu in der Lage sind, Schüler auf die „Anforderungen der Wissensgesellschaft und [das Lernen] über die Lebensspanne vorzubereiten“ (Prenzel et. al. 2008, 3). Eine repräsentative Stichprobe von 15-jährigen Schülern der teilnehmenden Länder musste Fragen zu den drei großen Domänen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften beantworten.
Im Jahr 2006 lag der Schwerpunkt dieser Untersuchungen auf den Naturwissenschaften. Es sollte erfasst werden, inwieweit Schüler eine naturwissenschaftliche Grundbildung besitzen, diese wird definiert als „Verständnis grundlegender naturwissenschaftlicher Konzepte, die Vertrautheit mit naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen sowie die Fähigkeit, dieses Konzept- und Prozesswissen (...) anzuwenden (PISA- Konsortium 2001, 26f.).
In vorangegangenen Schulleistungsuntersuchungen zeigte sich, dass deutsche Schüler „insbesondere Schwierigkeiten mit Aufgaben haben, die naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen betreffen“ (Prenzel & Parchmann 2003, 15). Auch bei der PISA- Untersuchung 2006 beschäftigte sich eine Gruppe von Fragen mit den Unterrichtsmerkmalen im naturwissenschaftlichen Unterricht, die die naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen abbilden. Zu dieser Kategorie gehörten auch Fragen nach dem eigenständigen Planen und Durchführen von Experimenten. Für die OECD- Staaten wurden drei unterschiedliche Muster von naturwissenschaftlichem Unterricht festgestellt, die sich im Wesentlichen darin unterscheiden, wie ausgeprägt die Merkmale der Eigenständigkeit von Schülern im Unterricht waren, Ideen zu entwickeln, Alltagsbezüge herzustellen und Experimente zu planen. (vgl. Prenzel et. al. 2008, 13f.)
Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Defizite beim selbstständigen Experimentieren im deutschen Naturwissenschaftsunterricht und formuliert das Ziel, durch eine Forscherkarte die Methodenkompetenz von Realschülern zu fördern.
Theoretische Grundlagen: Hier werden Binnendifferenzierung, naturwissenschaftliche Arbeitsweisen sowie Schülervorstellungen und fachwissenschaftliche Aspekte der Verbrennung als theoretischer Rahmen fundiert.
Praktische Umsetzung: Dieser Teil beschreibt die Hypothesen, die empirische Datenerhebung mittels Fragebögen, die Gruppeneinteilung sowie den Einsatz der Forscherkarte und den konkreten Ablauf der Unterrichtssequenz.
Ergebnisse: Die Auswertungen der Vor- und Nachtests werden vergleichend präsentiert, um die Lernzuwächse im Bereich Fachwissen und Methodenkompetenz zu belegen und die Hypothesen zu reflektieren.
Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass das eingeführte Vorgehen die Selbstständigkeit der Schüler fördert und diskutiert Potenziale für die zukünftige Unterrichtsgestaltung sowie notwendige Vertiefungen.
Binnendifferenzierung, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Forscherkarte, Verbrennung, Erkenntnisgewinnung, Methodenkompetenz, Experimentelle Arbeitsweise, Lernzuwachs, Realschule, Fachwissen, Schülerfragen, Unterrichtsplanung, Hypothesenbildung, Naturwissenschaftliches Arbeiten, Leistungsheterogenität
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Evaluation eines binnendifferenzierenden Unterrichtskonzepts im Fach Chemie für die 6. Klasse, um Schüler zum selbstständigen naturwissenschaftlichen Arbeiten anzuleiten.
Zentral sind die methodische Binnendifferenzierung, die Förderung von Methodenkompetenz im Bereich Erkenntnisgewinnung und die fachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Verbrennung.
Ziel ist es zu überprüfen, ob Schüler einer 6. Realschulklasse durch den Einsatz einer Forscherkarte als Leitfaden in der Lage sind, naturwissenschaftliche Vorgehensweisen und Hypothesen eigenständig zu planen und anzuwenden.
Es wurde ein empirisches Forschungsdesign gewählt, das mit Vor- und Nachtests arbeitet, um methodische und fachliche Kompetenzzuwächse sowie die Motivation der Schüler zu evaluieren.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung der Differenzierung, den Aufbau der empirischen Erhebung, die methodische Konstruktion des Leitfadens sowie die detaillierte Durchführung der Unterrichtssequenz zum Thema Verbrennung.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Binnendifferenzierung, naturwissenschaftliches Arbeiten, Forscherkarte, Erkenntnisgewinnung und Methodenkompetenz definieren.
Die Forscherkarte dient als systematischer Leitfaden, der den Schülern bei der Bearbeitung komplexer Problemstellungen eine Orientierung gibt, ohne zu enge inhaltliche Vorgaben zu machen.
Die Differenzierung erfolgte methodisch, indem alle Schüler dieselben Aufgaben erhielten, aber je nach individuellem Leistungsstand und Bedarf unterschiedliche Hilfestellungen und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt bekamen.
Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zuwachs an Methodenkompetenz, während der Lernzuwachs im reinen Fachwissen teilweise durch das bereits vorab vorhandene Vorwissen der Schüler beeinflusst wurde.
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