Examensarbeit, 2003
118 Seiten, Note: 1,7
1 STATUSSYMBOL KÖRPER
1.1 GESUNDHEIT UND SCHÖNHEIT – EIN AMBIVALENTES VERHÄLTNIS?
1.2 DER KÖRPER ALS TRÄGER GESELLSCHAFTLICHER NORMEN UND WERTE
1.3 MODELLIERUNG DES KÖRPERS
1.4 KÖRPERZUFRIEDENHEIT BEI JUNGEN FRAUEN
2 SPORT, GESUNDHEIT, SCHÖNHEIT
2.1 SPORT ALS TRÄGER GESELLSCHAFTLICHER NORMEN
2.2 EINFLUSSMÖGLICHKEITEN DES SPORTS AUF DAS WOHLBEFINDEN
2.3 SCHÖNHEIT UND WEIBLICHKEIT IM SPORT
2.4 ESS-STÖRUNGEN UND SPORT
3 SCHÖNHEITSIDEALE UND GESUNDHEITSVORSTELLUNGEN
3.1 DER BEGRIFF SCHÖNHEITSIDEAL
3.2 SCHÖNHEITSIDEALE IM WANDEL DER ZEIT – REINE FRAUENSACHE?
3.2.1 Von der Altsteinzeit bis ins 20. Jahrhundert
3.2.2 Das 20. Jahrhundert
3.3 DAS AKTUELLE SCHÖNHEITSIDEAL
3.4 ZUR VERBREITUNG DES SCHÖNHEITSMYTHOS
3.5 AUSWIRKUNGEN DES SCHÖNHEITSMYTHOS
4 ESS-STÖRUNGEN
4.1 ERSCHEINUNGSFORMEN VON ESS-STÖRUNGEN
4.2 DIAGNOSTIK UND KLASSIFIKATION
4.2.1 Anorexia nervosa
4.2.2 Bulimia nervosa
4.2.3 Körperliche und medizinische Folgen von Ess-Störungen
4.3 ERSCHEINUNGSMERKMALE VON ANOREXIE UND BULIMIE
4.4 URSACHEN VON ANOREXIA NERVOSA UND BULIMIA NERVOSA
4.4.1 Biologische Komponente
4.4.2 Psychologische Komponente
4.4.3 Gesellschaftliche Komponente
SELBSTERFAHRUNGSBERICHT
ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel von Körperidealen, Sport, Gesundheit und dem daraus resultierenden Einfluss auf die Entstehung von Ess-Störungen bei jungen Frauen, wobei die zentrale Fragestellung in der Hinterfragung aktueller Schönheitsnormen liegt.
1.3 Modellierung des Körpers
Man schwitzt und hungert dafür, schnürt sich ein oder legt sich unters Messer. Der Körper wird nicht mehr als Schicksal gesehen, sondern als Produkt eines gezähmten Geistes. Der Mensch als Schöpfer seiner selbst, der Körper als Werk, der Glaube an die Macht der Schönheit… (Posch, 2002, S. 21)
Der Körper – im Mittelpunkt des gesellschaftlichen und subjektiven Interesses – wird zum Ort der Gestaltung.
Traditionelle Inszenierungspraktiken wie Mode, Kosmetik, Diäten und Sport werden ergänzt durch moderne Praktiken wie Schönheitsoperationen und body modification (Tattooing, Piercing, Brandings, Cuttings) und sind nur einige der vielfältigen Erscheinungsformen, die den neuen Kult um den Körper beschreiben. Einige Jahre zuvor galten Brandings, Piercings und Tätowierungen noch als Körperinszenierung ausgeflippter Jugendlicher. Diese Bewegung der Jugend ist ein Hinweis auf den veränderten Umgang mit dem Körper. Er gilt als modellierbare Masse, unterliegt also Körperveränderungen und wird nicht länger einfach nur hingenommen.
1 STATUSSYMBOL KÖRPER: Dieses Kapitel analysiert den Körper als Träger gesellschaftlicher Werte und Statussymbol sowie die daraus resultierenden negativen Auswirkungen wie den Gesundheits- und Schönheitswahn.
2 SPORT, GESUNDHEIT, SCHÖNHEIT: Hier wird die ambivalente Rolle des Sports beleuchtet, der einerseits zur Gesundheit beitragen kann, aber andererseits unter dem Druck gesellschaftlicher Schönheitsnormen zu einem Belastungsfaktor für Frauen wird.
3 SCHÖNHEITSIDEALE UND GESUNDHEITSVORSTELLUNGEN: Dieses Kapitel bietet einen historischen Abriss der Schönheitsideale und zeigt deren kulturelle und zeitliche Relativität sowie die mediale Verbreitung des Schönheitsmythos.
4 ESS-STÖRUNGEN: Das Kapitel befasst sich eingehend mit der Symptomatik, den Folgen und den multiplen Ursachen von Anorexia und Bulimia nervosa sowie deren Verankerung in der Leistungsgesellschaft.
Körperideale, Ess-Störungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Schlankheitswahn, Schönheitsmythos, Körperwahrnehmung, Sportsoziologie, Weiblichkeit, Selbstwertgefühl, Leistungsgesellschaft, Diätverhalten, Körperkult, Gesundheit, Identitätsfindung.
Die Hausarbeit analysiert die gesellschaftlichen und psychologischen Zusammenhänge zwischen modernen Körperidealen, dem Druck zur Selbstoptimierung und der Entstehung von Ess-Störungen bei jungen Frauen.
Die zentralen Themen sind der Körper als Statussymbol, die Rolle des Sports in der Gesundheits- und Schönheitsideologie, der historische Wandel von Schönheitsidealen und die klinischen Aspekte der Magersucht sowie Bulimie.
Das Ziel ist es, das aktuelle Schönheitsideal kritisch zu hinterfragen und zu untersuchen, inwieweit der Zwang zur körperlichen Perfektion die Entstehung von psychosomatischen Krankheiten wie Ess-Störungen begünstigt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse soziologischer, psychologischer und sportwissenschaftlicher Fachquellen, ergänzt durch einen subjektiven Selbsterfahrungsbericht der Autorin.
Der Hauptteil gliedert sich in vier Kapitel, die vom Körper als Statussymbol über die ambivalente Funktion des Sports und den historischen Wandel von Körperbildern bis hin zur detaillierten Klassifikation und Ursachenforschung von Ess-Störungen reichen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Körperideale, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Schlankheitswahn, Schönheitsmythos, Körperwahrnehmung und Selbstwertgefühl.
Das moderne Körperbild ist durch Attribute wie Jugendlichkeit, Schlankheit und Fitness geprägt, wobei der Körper zunehmend als gestaltbare "modellierbare Masse" und als Ausdruck von Selbstdisziplin und sozialem Erfolg gesehen wird.
Der Selbsterfahrungsbericht dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse durch einen praxisnahen, persönlichen Einblick in den Verlauf und die Dynamik einer Ess-Störung zu ergänzen und zu verdeutlichen, wie gesellschaftliche Erwartungen zur persönlichen Krise führen können.
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