Bachelorarbeit, 2023
68 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Hintergründe
2.1 Die Gattung des Märchens
2.2 Das europäische Volksmärchen
2.2.1 Märchentypen
2.2.2 Märchenschemata und Figuren
2.3 Märchen im Medienwandel
3 Die Märchen und ihre Umsetzungen
3.1 Aschenputtel Varianten
3.1.1 Buchfassung der Brüder Grimm
3.1.2 Analyse der Buchfassung
3.1.3 Filmische Fassung von Disney (1950)
3.1.4 Filmische Fassung der DEFA (1973)
3.1.5 Filmische Fassung von Greenlight Media (1999)
3.1.6 Filmische Fassung von Warner Brothers Pictures (2004)
4 Gesamtauswertung
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern neuere filmische Umsetzungen des Märchens Aschenputtel strukturelle und stilistische Merkmale der Gattung Märchen beibehalten. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse von Propps Handlungsstrukturen und Lüthis Stilmerkmalen zu klären, ob diese Produktionen trotz medialer Transformation weiterhin als Märchen identifizierbar sind.
3.1.1 Buchfassung der Brüder Grimm
Das Märchen beginnt damit, dass die Mutter eines Mädchens im Sterben liegt und ihr die Bitte äußert immer fromm und gut zu sein, da ihr dann Gott immer helfen werden. Das Mädchen respektiert die Bitte der Mutter und pflegt jeden Tag ihr Grab. Ein Jahr später heiratet der Vater des Mädchens eine neue Frau, welche bereits zwei Töchter hat, welche „schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen.“ Die Stiefmutter feuert die Küchenmagd und zwingt das Mädchen ihre Rolle einzunehmen. Sie muss unter dem Spott der anderen schmutzige Kleidung tragen und „von Morgen bis Abend schwere Arbeit tun, früh vor Tag aufstehn, Wasser tragen, Feuer anmachen, kochen und waschen.“ Die Schwestern erschweren die Arbeit des Mädchens, indem sie diesem Linsen in die Asche schütten und dieses sie auslesen muss. Da das Mädchen im Aschehaufen schlafen muss, erhält es von den anderen den Namen Aschenputtel.
Ihr Vater verlässt eines Tages die Familie und fragt alle nach Wünschen für Mitbringsel. Während die Schwestern sich teure Modeartikel wünschen, gibt sich das Mädchen mit einem Reis zufrieden. Der Vater erfüllt den Kindern die Wünsche und das Mädchen pflanzt auf das Grab ihrer Mutter das Reis, welches sich zu einem Baum entwickelt. Eines Tages kommt ein weißer Vogel auf den Baum als Aschenputtel am Grab betet, welcher ihr gewünschte Dinge vom Baum hinunterfallen lassen kann.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Märchenrezeption und Definition der Forschungsfrage anhand von Aschenputtel.
2 Theoretische Hintergründe: Darstellung der historischen Entwicklung des Märchens sowie theoretische Fundierung der Märchenanalyse durch Lüthi, Aarne-Thompson-Uther und Propp.
3 Die Märchen und ihre Umsetzungen: Detaillierte Analyse des Aschenputtel-Stoffes in der Buchfassung und in vier verschiedenen filmischen Adaptionen.
4 Gesamtauswertung: Zusammenführung der Ergebnisse aus den Filmanalysen und Vergleich der untersuchten Werke hinsichtlich ihrer Märchenmerkmale.
5 Fazit: Zusammenfassende Schlussfolgerung, dass die untersuchten Filme den Märchenkern bewahren und zeitlose Themen in modernen Strukturen erhalten.
Aschenputtel, Volksmärchen, Brüder Grimm, Medienwandel, Filmanalyse, Vladimir Propp, Max Lüthi, ATU-Index, Strukturanalyse, Stilanalyse, Zaubermärchen, Adaption, Erzählstruktur, Sublimation, Märchenforschung.
Die Arbeit analysiert, wie das Märchen Aschenputtel in verschiedenen Medien (Buch und Film) umgesetzt wird und ob dabei die strukturellen und stilistischen Merkmale der Gattung erhalten bleiben.
Im Zentrum stehen die Märchenforschung, die Struktur von Zaubermärchen nach Propp, die Stilanalyse nach Lüthi sowie die mediale Transformation von Märchenstoffen.
Es wird untersucht, ob aktuelle filmische Produktionen strukturell und stilistisch noch als Märchen klassifiziert werden können und durch welche Merkmale sie als solche erkennbar sind.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Strukturanalyse nach Wladimir Propp sowie eine vergleichende Stilanalyse basierend auf den Definitionen von Max Lüthi.
Der Hauptteil widmet sich der Typenanalyse und Strukturanalyse der Buchfassung sowie vier beispielhaften Filmen von Disney, der DEFA, Greenlight Media und Warner Brothers.
Begriffe wie Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, Allverbundenheit, Handlungsstrukturen, transmediale Adaption und das ATU-System sind zentral für die Untersuchung.
Die Analyse zeigt, dass moderne Verfilmungen das Motiv "rags-to-riches" beibehalten, jedoch die Figurenzeichnung und die ethischen Darstellungskonventionen an den jeweiligen Zeitgeist anpassen.
Das Arbeitstitel-Motiv dient als Beispiel, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Medien (Film, Comic, Literatur) den gleichen Stoff durch unterschiedliche narrative Schwerpunkte interpretieren.
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