Masterarbeit, 2019
94 Seiten
1. Einleitung
2. Systemisches Arbeiten – Entstehungsgeschichte und Grundlagen
2.1. Geschichtlicher Abriss
2.2. Theoretische Grundlagen des systemischen Ansatzes
2.2.1. Autopoiesetheorie
2.2.2. Kybernetik erster und zweiter Ordnung
2.2.3. Allgemeine Systemtheorie
2.2.4. Ökologie des Geistes
2.2.5. Kommunikationstheorie
2.2.6. Chaostheorie
2.2.7. Theorie sozialer Systeme
2.2.8. Differenztheorie
2.2.9. Radikaler Konstruktivismus
2.2.10. Sozialer Konstruktivismus
2.3. Grundhaltungen im systemischen Ansatz
2.4. Systemische Beratung
3. Supervision
3.1. Entstehungsgeschichte
3.2. Supervision – Definition und Gegenstandsbestimmung
3.2.1. Definition von Supervision
3.2.2. Ziel von Supervision
3.2.3. Funktion von Supervision
3.2.4. Gegenstandsbestimmung
3.3. Supervisionsarten
3.3.1. Externe Supervision
3.3.2. Interne Supervision
3.3.3. Zusammenfassung
3.4. Supervisionsformen
3.4.1. Einzelsupervision
3.4.2. Gruppensupervision
3.4.3. Teamsupervision
3.4.4. Fallsupervision
3.4.5. Organisationssupervision
3.4.6. Ausbildungssupervision
3.4.7. Kollegiale Supervision
3.4.8. Lehrsupervision
3.4.9. Weitere Supervisionsformen
4. Systemische Supervision
4.1. Geschichtlicher Abriss
4.2. Definition von systemischer Supervision
4.3. Grundlagen systemischer Supervision
4.3.1. Auftragsklärung
4.3.2. Neutralität und Allparteilichkeit
4.3.3. Wissende Neugier
4.3.4. Respekt versus Respektlosigkeit
4.3.5. Kontextsensibilität
4.3.6. Gendersensitivity
4.4. Methoden
4.5. Zusammenfassung systemische Supervision
5. Kern und Abgrenzung der systemischen Supervision – Diskussion Der Fragestellung
5.1. Supervision und systemische Supervision
5.1.1. Gemeinsamkeiten
5.1.2. Unterschiede
5.1.3. Zusammenfassung
5.2. Abgrenzung systemische Supervision und systemische Beratung
5.3. Kern systemischer Supervision
6. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht den spezifischen Kern der systemischen Supervision und wie sich dieser von der systemischen Beratung sowie der allgemeinen Supervisionslehre abgrenzen lässt, um ein fundiertes Verständnis für die theoretischen und praktischen Grundlagen zu schaffen.
2.1. Geschichtlicher Abriss
An dieser Stelle soll ein kurzer geschichtlicher Abriss über die Entstehungsgeschichte des systemischen Ansatzes folgen. In diesem Abschnitt werden wichtige Schritte und Stationen in der Entwicklung kurz vorgestellt und beschrieben. Aufgrund der Tatsache, dass sich viele Strömungen und Ansätze parallel miteinander und in der Folge auch auseinander entwickelt haben, sind die zeitlichen Angaben keine exakten Daten. Diese Darstellung soll keine abschließende sein und stellt vor allem die wichtigsten Entwicklungen zusammenfassend dar. Einige Begriffe werden im nächsten Kapitelabschnitt näher beschrieben und an dieser Stelle nur kurz umrissen.
„Anders als etwa tiefenpsychologische Schulen, die jeweils auf einen Gründer zurückgehen, hat die systemische Therapie viele Mütter und Väter. Interessanterweise ist sie in den 1950er Jahren an verschiedenen Orten etwa im selben Zeitraum entstanden, sie wurde von ganz verschiedenen Pionieren entwickelt. Diese nannten ihren neuen Ansatz Familientherapie. Sie hatten eines gemeinsam: Sie arbeiteten alle mit Menschen, die von den damaligen psychotherapeutischen Richtungen als schwierig behandelbar beschrieben und zum Teil auch aufgegeben wurden.“¹
Die systemische Therapie und Beratung ist ein aus der Praxis entstandener Ansatz, welcher sich über Jahre hinweg ausdifferenziert hat und verschiedenen Strömungen gefolgt ist. Die ersten Praktiker, die nach dem systemischen Ansatz gearbeitet haben, nannten sich nicht Systemiker oder haben den Ansatz als solchen bezeichnet. Erst durch die weitere Entwicklung und einen lerning by doing Prozess, sowie durch Versuch und Irrtum, entstand der Ansatz wie er heute verbreitet ist. Die theoretischen Grundlagen oder die historischen Arbeitsweisen finden sich im heutigen Ansatz nicht mehr in Reinform sondern in einem eklektischen Verständnis.²
1. Einleitung: Vorstellung der Intention der Arbeit und der Fragestellung zur Kernbestimmung und Abgrenzung der systemischen Supervision.
2. Systemisches Arbeiten – Entstehungsgeschichte und Grundlagen: Detaillierte Darstellung der historischen Entwicklung des systemischen Ansatzes sowie der verschiedenen theoretischen Grundlagentheorien und Haltungen.
3. Supervision: Allgemeiner Überblick über die Entstehungsgeschichte, Definitionen, Ziele, Funktionen sowie verschiedene Arten und Formen der Supervision.
4. Systemische Supervision: Fokus auf die spezifische Entwicklung, Definition und die besonderen methodischen Grundlagen systemischer Supervision.
5. Kern und Abgrenzung der systemischen Supervision – Diskussion Der Fragestellung: Analytischer Vergleich zwischen allgemeiner Supervision und systemischer Supervision sowie die Abgrenzung zur systemischen Beratung.
6. Resümee: Zusammenfassende Schlussfolgerung über die systemischen Grundlagen und die Verankerung in der fachlichen Praxis.
Systemische Supervision, Systemische Beratung, Supervision, Systemtheorie, Konstruktivismus, Auftragsklärung, Organisationsentwicklung, Ressourcenorientierung, Interaktionsmuster, Reflexion, Hilfe zur Selbsthilfe, Allparteilichkeit, Kontextsensibilität, Familien- und Mehrgenerationentherapie, Ausbildungssupervision.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und der Kernbestimmung der systemischen Supervision sowie deren Abgrenzung zu anderen Beratungsformaten wie der allgemeinen Supervision und der systemischen Beratung.
Thematisiert werden die theoretischen Grundlagen des systemischen Arbeitens, die Historie der Supervision, spezifische Supervisionsformen und die systemische Haltung des Supervisors.
Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob ein spezifischer Kern der systemischen Supervision existiert, der sie von ähnlichen Ansätzen unterscheidet.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte und Praxisansätze aus der Fachliteratur zusammenführt und diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Fundamente des systemischen Denkens, die Erläuterung der Supervisionspraxis und eine kritische Diskussion zur Abgrenzung gegenüber Nachbarformaten.
Kernbegriffe sind Systemische Supervision, Ressourcenorientierung, Interaktionsmuster, Kontextsensibilität und die Haltung des Supervisors.
Der Kontext bestimmt maßgeblich, ob eine externe oder interne Supervision sowie eine spezifische Form (z.B. Team- oder Organisationssupervision) sinnvoll ist, um die jeweiligen fachlichen Anforderungen zu erfüllen.
Obwohl beide auf gemeinsamen theoretischen Grundlagen basieren, unterscheidet sich ihr Kontext: Supervision bezieht sich auf die Arbeitswelt (Qualitätssicherung), während Beratung primär persönliche Problemlagen im privaten Kontext adressiert.
Es unterstreicht, dass ein System von außen nicht instruierbar ist. Die Supervision fungiert als Anstoßgeber, um Selbstorganisationsprozesse innerhalb des Systems anzuregen.
Der systemische Supervisor agiert in einer Haltung des Nichtwissens und steuert durch dialogische Prozesse, statt als Experte Ratschläge oder Anweisungen zu erteilen.
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