Bachelorarbeit, 2009
43 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlegung
2.1. Die Anfänge der Stadtsoziologie nach Georg Simmel
2.2. Stadtsoziologie heute nach Hartmut Häußermann
2.3. Gentrification
3. Empirie
3.1. Quantitative Befragung der „Stadt am Seerhein“
3.2. Qualitative Befragung der Entscheidungsträger
3.3. Resümee
4. Fazit und Ausblick
5. Anhang
5.1. Interviewbogen der Bewohner der „Stadt am Seerhein“
5.2. Interviewbogen der Entscheidungsträger
5.3. Literaturverzeichnis
5.4. Bildverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konstanzer Wohnbauprojekt „Stadt am Seerhein“ im Hinblick auf Gentrification-Prozesse. Ziel ist es, durch die Analyse der Bewohnerstruktur und die Befragung lokaler Entscheidungsträger zu verifizieren, ob es sich bei dem Projekt um eine Aufwertung handelt, die zur Verdrängung statusniedrigerer Gruppen zugunsten einer einkommensstarken Bevölkerung führt.
2.3. Gentrification
In der Literatur zu Stadtsoziologie und Gentrification stößt man unweigerlich auf den Autor Chris Hamnett, der die folgende Definition von Gentrification über Jahre hinweg geprägt hat und die für das allgemeine Verständnis sehr treffend ist:
„simultaneously a physical, economic, social and cultural phenomenon. Gentrification commonly involves the invasion of middle-class or higher-income groups of previously working-class neighborhoods or multi-occupied ‘twilight areas’ and the replacement or displacement of many of the original occupants. It involves the physical renovation or rehabilitation of what was frequently a highly deteriorated housing stock and its upgrading to meet the requirements of its new owners. In the process of housing in the areas affected, both renovated and unrenovated, undergoes a significant price appreciation. Such a process of neighborhood transition involves a degree of tenure transformation from renting to owing“.
Vereinfacht und verkürzt findet sich bei Jürgen Friedrichs folgende Definition: „Gentrification ist der Austausch einer statusniedrigen Bevölkerung durch eine statushöhere Bevölkerung in einem Wohngebiet.“
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Entstehung der „Stadt am Seerhein“ und begründet das Interesse an der Untersuchung von Gentrification-Prozessen im städtischen Kontext von Konstanz.
2. Theoretische Grundlegung: Dieser Teil erörtert die stadtsoziologischen Ansätze von Georg Simmel und Hartmut Häußermann und definiert das Konzept der Gentrification als zentralen Forschungsrahmen.
3. Empirie: Hier werden die Ergebnisse der quantitativen Befragung der Bewohner sowie der qualitativen Experteninterviews dargestellt, um den sozioökonomischen Charakter des untersuchten Gebiets zu analysieren.
4. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst zusammen, dass die „Stadt am Seerhein“ Gentrification-Kriterien erfüllt, und diskutiert zukünftige soziale Herausforderungen des Quartiers.
5. Anhang: Der Anhang enthält die verwendeten Interviewbögen für Bewohner und Experten, das Literaturverzeichnis sowie das Bildverzeichnis.
Gentrification, Stadtsoziologie, Konstanz, Stadtentwicklung, Wohnbau, Expertenbefragung, soziale Segregation, Mietpreisniveau, Stadt am Seerhein, urbane Landschaft, Lebensraum, politischer Raum, ökonomische Aufwertung, Stadtplanerische Entwicklung, Empirie.
Die Arbeit untersucht, ob das Neubauprojekt „Stadt am Seerhein“ in Konstanz Gentrification-Prozesse aufweist.
Die zentralen Themen sind Stadtsoziologie, die Aufwertung von Industriebrachen sowie die soziale Zusammensetzung der Bewohner in neu entstehenden Stadtquartieren.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob das untersuchte Quartier eine einkommensstarke Bevölkerung anzieht und damit die Verdrängung oder Exklusion anderer Gruppen fördert.
Es wird ein methodischer Mix aus quantitativen Fragebögen für die Bewohner und qualitativen Experteninterviews mit Entscheidungsträgern angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Stadtsoziologie und eine detaillierte empirische Auswertung der Befragungsdaten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Gentrification, Stadt am Seerhein, urbane Aufwertung und soziale Durchmischung.
Die Expertenmeinungen sind geteilt; während das Projekt als Chance für städtische Entwicklung begrüßt wird, gibt es deutliche Kritik an der sozialen Exklusivität und der architektonischen Gestaltung.
Die Daten zeigen, dass das Quartier primär von einkommensstarken Haushalten bewohnt wird, deren finanzieller Status deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.
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