Bachelorarbeit, 2020
38 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 FAS
2.1 Begriffsklärung
2.1.1 Fetales Alkoholsyndrom
2.1.2 Fetale Alkoholeffekte
2.2 Symptomatik
2.2.1 Häufigkeiten
2.2.2 Prognostik
2.3 Erklärungsmodell
3 Familien mit geschädigten Kindern und deren Belastungen
3.1 Stress und Belastung
3.2 Anforderungen an die Familie
3.3 Unterstützungsmaßnahmen
3.3.1 Für das Kind
3.3.2 Für die Familie
3.4 Entlastung der Familie
4 Stand der Forschung
4.1 Fragstellung
5 Eltern- Belastungs- Inventar
5.1 Vorstellung der Fragebögen
5.2 Durchführung
6 Ergebnisse
7 Diskussion
8 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die spezifischen Belastungen von Eltern, die Kinder mit dem fetalen Alkoholsyndrom (FAS) betreuen, empirisch zu erfassen und wissenschaftlich einzuordnen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die pflegerische und erzieherische Belastung auf das Familienleben auswirkt und welche Unterstützungsangebote für die betroffenen Familien notwendig und wirksam sind.
1 Einleitung
Alkohol gehört in der heutigen Zeit bei vielen Erwachsenen zum Alltag hinzu. Ob auf Feiern, zum Grillen oder das einfache Feierabendbier. Jedoch ist vielen Menschen nicht bewusst, welche Auswirkungen Alkohol haben kann. Insbesondere auf schwangere Frauen und somit speziell das ungeborene Kind, werden durch den Alkohol stark geschädigt. Der Alkoholkonsum kann ein weitgefächertes Spektrum an Schädigungen bei dem Kind hervorbringen, demzufolge entsteht das fetale Alkoholsyndrom, auch FAS oder FASD genannt.
Dieses Syndrom ist bis heute nur bedingt bekannt und auf Grund dessen werden circa 2200 Kindern pro Jahr in Deutschland mit dieser Erkrankung geboren. Diese Zahl entspricht ca. 1:300 Neugeborenen (vgl. Feldmann, Löser, Weglage, 2007, S.854). FAS beeinträchtigt vielfältig. Sowohl die geistig- intellektuelle, körperliche als auch die Entwicklung des Verhaltens und die soziale Reifung werden dauerhaft beeinträchtigt. Hierbei ist jedes betroffene Kind individuell zu sehen, da die Symptome vielfältig auftreten. Die meisten der betroffenen Kinder wachsen in Pflege- oder Adoptivfamilien auf, da ihre leiblichen Eltern oft mit Abwehr, Scham oder Verleugnung handeln und reagieren.
Somit müssen die Pflege- und Adoptivfamilien mit den resultierenden Problemen wie Stress oder neuen unbekannten Situationen umgehen können. Die Herausforderungen und die damit einhergehenden Belastungen sind vielfältig, so wie die Krankheitsbilder der Kinder. In den meisten Fällen stehen den Familien soziale Dienste zur Seite, jedoch gaben viele der befragten Familien an, dass diese das Krankheitsbild von FAS nur unzureichend kennen würden und daher die Unterstützung schleppend läuft und die Familien auf sich gestellt sind, welches erneut Stress hervorruft.
1 Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die Relevanz des Themas FAS und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich der Belastung von Eltern betroffener Kinder.
2 FAS: In diesem Kapitel werden die medizinischen Grundlagen, die Symptomatik und die Ursachen des fetalen Alkoholsyndroms sowie der Alkoholeffekte detailliert erläutert.
3 Familien mit geschädigten Kindern und deren Belastungen: Das Kapitel beleuchtet die psychischen und praktischen Herausforderungen für Familien sowie notwendige Unterstützungsansätze zur Entlastung.
4 Stand der Forschung: Hier wird der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zu FASD und den damit verbundenen Risikofaktoren zusammengefasst.
5 Eltern- Belastungs- Inventar: Die methodische Vorgehensweise, das Screening-Verfahren EBI sowie die Durchführung der empirischen Erhebung werden hier vorgestellt.
6 Ergebnisse: Die erhobenen Daten der 30 Teilnehmerinenn und Teilnehmer werden ausgewertet und grafisch aufbereitet.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und in den Kontext der theoretischen Ausführungen sowie der Belastungsprofile gestellt.
8 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert den Bedarf an verbesserter Aufklärung und Unterstützung für betroffene Familien.
Fetales Alkoholsyndrom, FAS, FASD, Elternbelastung, Eltern- Belastungs- Inventar, Erziehungsbelastung, Pflegeeltern, Adoptionseltern, Stressreduktion, Unterstützungsmaßnahmen, Pädagogik, Diagnostik, psychosoziale Belastung, Familienalltag, Entwicklungsstörung.
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung der Belastungssituation von Eltern, die Kinder mit einem fetalen Alkoholsyndrom (FAS) erziehen, betreuen oder pflegen.
Zu den zentralen Feldern zählen die medizinischen Hintergründe von FAS, die Herausforderungen im Familienalltag, die Belastung durch Erziehungsaufgaben sowie Möglichkeiten der professionellen Unterstützung.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie stark Eltern durch die FAS-Symptomatik ihres Kindes in verschiedenen Lebensbereichen belastet sind und welche Faktoren zu Entlastung beitragen können.
Zur Erhebung der Daten wurde das standardisierte Verfahren "Eltern- Belastungs- Inventar" (EBI) eingesetzt, um die subjektive Belastung der N=30 Teilnehmerquantitativ zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der FAS-Symptomatik und der elterlichen Belastungsquellen sowie den empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung detailliert diskutiert werden.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe fetales Alkoholsyndrom, Elternbelastung, stressbezogene Faktoren im Familienkontext und die Nutzung von pädagogischen Diagnostikinstrumenten definieren.
Die Studie betrachtet alle Gruppen – leibliche Eltern, Pflegeeltern und Adoptiveltern – und arbeitet heraus, dass alle Beteiligten trotz unterschiedlicher Voraussetzungen ähnliche, teils sehr hohe Belastungsniveaus aufweisen.
Die Auswertung ergab, dass sowohl Mütter als auch Väter unter vergleichbar starken Belastungen leiden, wobei Väter oft in der zusätzlichen Rolle der berufstätigen Hauptverdiener gefordert sind.
Das EBI dient als zentrales Messinstrument, um sowohl kindbezogene als auch elternbezogene Belastungsfaktoren mittels standardisierter Subskalen messbar zu machen.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass sich viele Familien von Institutionen allein gelassen fühlen und ein Mangel an fachlich geschultem Personal im Bereich FAS besteht, was den Stress innerhalb der Familien verstärkt.
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