Bachelorarbeit, 2023
90 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Stand der Forschung
1.3 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit
1.4 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Definitionen, Sachlage und theoretische Hintergründe
2.1 Gesetze und Definitionen
2.1.1 Sexueller Missbrauch von Kindern im Strafrecht
2.1.2 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen im Strafrecht
2.1.3 Kinderpornografie im Strafrecht
2.1.4 Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder
2.2 Sachlage zu SMKJ und KP
2.2.1 Polizeiliche erfasste Fälle zwischen 2018 und 2022
2.2.2 Chronologie medial bedeutungsvoller Missbrauchskomplexe
2.2.3 Kirchliche Missbrauchsstudien zwischen 2018 und 2022
2.3 Theoretische Hintergründe
2.3.1 Agenda-Setting-Theorie
2.3.2 Framing-Theorie
2.3.3 Nachrichtenwert-Theorie
2.3.4 Normative Medientheorie
3 Gesamtanlage der Untersuchung
3.1 Quantitative Medieninhaltsanalyse
3.1.1 Untersuchungsobjekte
3.1.2 Untersuchungszeitraum
3.1.3 Stichprobe
3.1.4 Kategorien und Codebücher
3.1.5 Datenerhebung
3.1.6 Datenbereinigung, -aufbereitung und Datensicherung
3.1.7 Auswertung
3.2 Unstrukturierte Experteninterviews
3.2.1 Leitfaden
3.2.2 Expertenauswahl
3.2.3 Durchführung, Transkription und Datensicherung
3.2.4 Qualitative Inhaltsanalyse
4 Ergebnisse der Forschungsarbeit
4.1 Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse
4.1.1 Ergebnisse zur Häufigkeit der Artikel
4.1.2 Ergebnisse zu Umfang und Positionierung der Artikel
4.1.3 Ergebnisse zur Häufigkeit bestimmter Hauptpersonen
4.1.4 Ergebnisse zur Häufigkeit bestimmter Themenbereiche
4.1.5 Krisen und Berichterstattung über SMKJ und KP
4.2 Ergebnisse der unstrukturierte Experteninterviews
4.2.1 Positive Aspekte der Berichterstattung über SMKJ und KP
4.2.2 Negative Aspekte der Berichterstattung über SMKJ und KP
4.2.3 Wünsche zur Berichterstattung über SMKJ und KP
4.2.4 Weitere Hintergründe
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Häufigkeit von Artikeln und Fallzahlen zu SMKJ und KP
5.2 Gewichtung von Artikeln und Fallzahlen zu SMKJ und KP
5.3 Häufigkeit bestimmter Personen und Themenbereiche
5.4 Krisen und Berichterstattung über SMKJ und KP
5.5 Qualität der Berichterstattung über SMKJ und KP
5.6 Verbesserungspotenzial in der Berichterstattung über SMKJ und KP
5.7 Weitere Erkenntnisse und Implikationen
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie die Berichterstattung deutscher Tageszeitungen über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (SMKJ) sowie Kinderpornografie (KP) im Zeitraum von 2018 bis 2022 durch die steigenden Fallzahlen sowie externe Krisenereignisse wie die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg beeinflusst wurde.
1 Einleitung
„Schweigen hilft nur den Tätern.“ Dieser Satz von Johannes-Willhelm Rörig, dem ehemaligen Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), gilt wohl nicht nur, wenn es um sexualisierte Gewalt gegen Kinder geht. „Die Dimension von Kindesmissbrauch in Deutschland ist enorm“, schrieb er im Jahr 2017 (S. 58), und: „Schutz vor sexueller Gewalt ist eine echte Daueraufgabe“ (S. 62). Doch trotz der Kampfansage Rörigs kam es nur Jahre später zu starken Anstiegen der Fallzahlen: „Mehr Missbrauch im Netz durch die Pandemie“ titelte die Tagesschau zum Ende des ersten Jahres der Corona-Pandemie (2020) – und polizeiliche Zahlen belegen den Anstieg: Zwischen 2019 und 2021 war die Zahl der Kinder, die Opfer sexuellen Missbrauchs geworden waren, um 1.797 angewachsen (BKA, 2023a). 2021 fiel außerdem ein rasanter Anstieg der Verbreitung, des Erwerbs und der Herstellung von Kinderpornografie (KP) auf (BKA, 2023b).
Die Redaktionen deutscher Medienhäuser hatten also alle Hände voll zu tun – und das, obwohl die Branche selbst an mehreren Fronten zu kämpfen hatte: Beispielsweise mit den durch die Digitale Disruption ausgelösten Transformationsprozessen, den Effekten der Printkrise und dem zunehmenden Fachkräftemangel. Corona stellte die Branche noch vor weitere Herausforderungen wie Lockdowns, Isolation und erhöhte Krankmeldungen, während Fake News, Hacker-Angriffe und Hetz-Kampagnen gegen die Medien abgewehrt werden mussten.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, stellt die gesellschaftliche Relevanz heraus und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der medialen Aufarbeitung von SMKJ und KP.
2 Definitionen, Sachlage und theoretische Hintergründe: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Definitionen von Taten, die aktuelle Kriminalitätslage und bettet die Arbeit in medienwissenschaftliche Theorien wie Agenda-Setting und Framing ein.
3 Gesamtanlage der Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches eine Kombination aus quantitativer Inhaltsanalyse und unstrukturierten Experteninterviews umfasst.
4 Ergebnisse der Forschungsarbeit: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten zur Häufigkeit, Positionierung und inhaltlichen Ausrichtung der Artikel sowie die Kernaussagen aus den Experteninterviews.
5 Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden interpretiert, Hypothesen geprüft und die Qualität sowie Verbesserungsmöglichkeiten der Berichterstattung kritisch reflektiert.
6 Fazit: Das Fazit zieht eine Gesamtschau über die Untersuchungsergebnisse und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Sexueller Missbrauch, Kindesmissbrauch, Kinderpornografie, Medienberichterstattung, Tageszeitungen, Agenda-Setting, Framing, Nachrichtenwert-Theorie, Inhaltsanalyse, Experteninterviews, Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Opferschutz, Prävention, Presseethik
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Tageszeitungen zwischen 2018 und 2022 über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen sowie Kinderpornografie berichteten.
Im Zentrum stehen die Quantität der Berichterstattung, die Platzierung der Artikel, die Darstellung betroffener Personen sowie der Einfluss von Krisenereignissen auf die Nachrichtenauswahl.
Es soll analysiert werden, ob die Zunahme polizeilich erfasster Straftaten in diesem Bereich durch eine verstärkte oder qualitativ veränderte Berichterstattung in deutschen Zeitungen abgebildet wurde.
Die Autorin nutzt ein "Sequential Mixed Methods"-Design, bestehend aus einer quantitativen Medieninhaltsanalyse und ergänzenden unstrukturierten Experteninterviews.
Analysiert werden die Häufigkeit der Artikel, deren Umfang und Positionierung sowie die Schwerpunkte in der Berichterstattung, wie Ermittlungen, Täterdarstellungen oder Präventionsansätze.
Zentrale Begriffe sind Kindesmissbrauch, Kinderpornografie, Medienberichterstattung, Framing, Agenda-Setting und journalistische Qualitätskriterien.
Die Untersuchung zeigt, dass das Thema SMKJ trotz massiver Krisenberichterstattung (Pandemie/Krieg) auf der Medienagenda blieb, jedoch in seinem prozentualen Anteil an der Gesamtoberfläche gering blieb.
Experteninterviews dienen dazu, qualitative Einblicke in die journalistische Praxis zu gewinnen, insbesondere hinsichtlich der ethischen Herausforderungen beim Umgang mit Opfern und Tätern.
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