Examensarbeit, 2009
87 Seiten, Note: 2-3
1. Einleitung
2. Der historische Jugendroman
2.1. Der historische Jugendroman – ein Definitionsversuch
2.1.1 Die Geschichte des historischen Jugendromans
2.1.2 Der historische Jugendroman nach 1945
2.1.3. Die Definition des historischen Jugendromans
2.2. Imagination und Fiktionalität
2.2.1 Imagination bei Hans-Jürgen Pandel
2.2.2 Imaginationsfähigkeit als zentrales Ziel bei Rolf Schörken
2.2.3 Imagination und Irritation bei Georg Veit
2.2.4. Die Konsequenz für den historischen Jugendroman durch Imagination und Irritation
2.3. Anforderungen an den historischen Roman in Bezug auf einzelne didaktische Funktion des Geschichtsunterrichtes
2.3.1 Aufgabe und Ziel von Geschichtsunterricht
2.3.2 Geschichtsbewusstsein
2.3.3 Authentizität
2.3.4 Personifizierung
2.3.5 Multiperspektivität
2.3.6 Narrativität
2.4. Auswahl der Literatur und Analysekriterien
3. Eingliederung in den historischen Kontext
3.1 Entstehung und Gründe des ersten Kreuzzuges
3.2 Die Bedeutung Jerusalems im Hohen Mittelalter
3.3 Der Kinderkreuzzug von 1212
4. Der Roman „Kreuzzug ins Ungewisse“ von Thea Beckman
4.1. Eine Einführung in den Inhalt des Romans
4.2 Analyse der Hauptfigur und ihre didaktische Bewertung
4.3. Untersuchung des Romans hinsichtlich der didaktischen und historischen Kritik
4.3.1 Die didaktische Funktion des Romans
4.3.2 Die historische Faktizität des Romans
4.4. Der Roman im Geschichtsunterricht – Überlegungen zur Unterrichtsgestaltung
4.4.1 Lernziele
4.4.2 Methoden für den Umgang mit dem historischen Jugendroman im Geschichtsunterricht
5. Resümee
Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht das didaktische Potenzial des historischen Jugendromans „Kreuzzug ins Ungewisse“ von Thea Beckman für den Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Literatur jenseits klassischer Medien eingesetzt werden kann, um Schülern ein Verständnis für die Geschichte der Kreuzzüge sowie das Leben im Mittelalter zu vermitteln, ohne dabei in die Falle einer rein fiktionalen Darstellung zu tappen.
Die Konsequenz für den historischen Jugendroman durch Imagination und Irritation
Nachdem nun die drei Ansätze von Pandel, Schörken und Veit vorgestellt worden sind stellt sich die Frage, welche Konsequenz der historische Jugendroman daraus ziehen muss. Imagination und Irritation sind unabdingbar im Umgang mit dem Medium Geschichtsroman, sei es nun im Unterricht oder als Privatlektüre.
Dem Vorwurf, historische Jugendromane nähmen keine Rücksicht auf historische Strukturen, würden als Tatsachenberichte betrachtet und die Distanz zur Geschichte reduzieren, kann durch die Anwendung von Irritation entgegengewirkt werden. Eine durchaus angebrachte Kritik jedoch ist der Zeitaufwand, den die Verwendung von Romanen im Geschichtsunterricht fordert. Im Durchschnitt stehen einem Lehrer in der Jahrgangsstufe acht einer Realschule zwei Unterrichtsstunden pro Woche zur Verfügung. Einen Roman von mehreren hundert Seiten in diesem Zeitrahmen zu bewältigen erweist sich in der Praxis als schwieriges Unterfangen.
1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert ihr Thema durch ihre persönliche Begeisterung für historische Romane und skizziert die Fragestellung, wie Literatur den Geschichtsunterricht bereichern kann.
2. Der historische Jugendroman: Dieses Kapitel definiert das Genre, beleuchtet dessen Geschichte und erörtert theoretische Ansätze zur Imagination und Irritation im historischen Lernen.
3. Eingliederung in den historischen Kontext: Hier werden die geschichtlichen Hintergründe der Kreuzzugsbewegung sowie die Bedeutung Jerusalems und der Kinderkreuzzug von 1212 analysiert.
4. Der Roman „Kreuzzug ins Ungewisse“ von Thea Beckman: Der Hauptteil bietet eine inhaltliche Einführung, eine Analyse der Hauptfigur sowie eine fachdidaktische und historische Untersuchung des Romans im Unterrichtskontext.
5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einem zusammenfassenden Fazit über die Eignung des untersuchten Romans und vergleicht diesen kurz mit anderen literarischen Werken zum selben Thema.
Historischer Jugendroman, Geschichtsunterricht, Thea Beckman, Kreuzzug ins Ungewisse, Kinderkreuzzug 1212, Geschichtsbewusstsein, Imagination, Irritation, Narrativität, Multiperspektivität, Didaktik, Zeitreiseroman, Authentizität, Lernziele, Unterrichtsmethoden.
Die Hausarbeit untersucht, inwiefern der historische Jugendroman „Kreuzzug ins Ungewisse“ von Thea Beckman als didaktisches Werkzeug im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I geeignet ist.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Analyse historischer Jugendliteratur, die Theorie des Geschichtsbewusstseins nach Pandel und Schörken sowie die historische Einordnung der Kreuzzüge.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer historische Romane gezielt einsetzen können, um bei Schülern ein tieferes Verständnis für die Vergangenheit zu wecken und die Unterscheidung zwischen Fiktion und historischen Fakten zu schulen.
Es handelt sich um eine literatur- und fachdidaktische Analyse, die auf der kritischen Auswertung bestehender geschichtsdidaktischer Theorien und der gezielten Untersuchung des Primärtextes basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition des Genres, eine historische Analyse der Kinderkreuzzüge und die praktische Anwendung von Analysekriterien auf das Werk von Thea Beckman.
Wichtige Begriffe sind Geschichtsbewusstsein, Imagination, Irritation, Multiperspektivität sowie die didaktische Eignung von Literatur im Geschichtsunterricht.
Rolf dient als Identifikationsfigur für moderne Jugendliche und als „Vermittler“ zwischen den Epochen, wobei seine überlegene Darstellung aus Sicht der Verfasserin didaktisch kritisch hinterfragt werden muss.
Es bietet eine emotionale Ebene, durch die sich Schüler besser in historische Ereignisse hineinversetzen können, und regt durch seine Umstrittenheit zur kritischen Analyse von Quellen und Mythen an.
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