Hausarbeit, 2019
17 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. MYTHOLOGIE IM 19. JAHRHUNDERT
3. DAS WERK: „DAS ODFELD“ VON WILHELM RAABE
3.1 DIE HISTORISCHEN HINTERGRÜNDE
3.2 ODFELD ALS TITEL DES ROMANS
3.3 ODIN IN „DAS ODFELD“
3.4 DER RABE IN „DAS ODFELD“
4. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einbindung und Funktion germanischer mythologischer Motive in Wilhelm Raabes historischem Roman „Das Odfeld“. Dabei wird analysiert, wie diese Elemente, insbesondere die Rabenschlacht und die Figur des Magisters Noah Buchius, dazu dienen, das zeitgenössische Wirklichkeitsverständnis und die Kritik am Rationalismus des 19. Jahrhunderts literarisch zu verarbeiten.
3.4 Der Rabe in „Das Odfeld“
Um die Relevanz des Raben in Wilhelm Raabes Roman „Das Odfeld“ aufzuzeigen, ist es unerlässlich, sich mit dem Begriff des Motivs auseinander zu setzen, denn im Besonderen stellt die Rabenschlacht ein Bildkomplex dar, welcher sich über den gesamten Roman zieht und Ausgangspunkt weiterer Leitmotive ist.
Ein Motiv versteht sich als eine mehrmalige, variierte Wiederkehr eines Wortmaterials und meint, dass gerade Tiere mehrmals an aussagekräftigen Stellen einer Handlung auftauchen. Dieses Merkmal spiegelt sich in der differenzierten Benennung des Raben durch den Magister, wie „Kreatur“, „schwarzer Ritter vom Campus Odini“ „Odins Vogel“ oder „Vieh“, wieder.
Der Rabe, genauer gesagt „ein Krähenschwarm, […] ein unzählbares Heer des Gevögels“ wird zum ersten Mal während der Rabenschlacht erwähnt und zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman bis hin zum Ende, in welchem der Magister in sein Klosterzimmer zurückkehrt und den Raben durch das Fenster in die Welt entlässt.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung steckt den wissenschaftlichen Rahmen ab, definiert das Thema sowie die Untersuchungsmethode und stellt die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der mythologischen Durchdringung des Romans.
2. MYTHOLOGIE IM 19. JAHRHUNDERT: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Stellenwert der germanischen Mythologie als Reaktion auf das naturwissenschaftlich geprägte, rationale Wirklichkeitsverständnis des 19. Jahrhunderts.
3. DAS WERK: „DAS ODFELD“ VON WILHELM RAABE: Der Hauptteil analysiert die historischen Hintergründe, die Bedeutung des Romantitels sowie die mythologische Symbolik von Odin und dem Raben als zentrale Elemente des literarischen Werks.
4. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Mythologie bei Raabe als Mittel zur Kritik am Fortschrittsoptimismus und zur Illustration einer ausweglosen Geschichtlichkeit dient.
Wilhelm Raabe, Das Odfeld, Historischer Roman, Realismus, Germanische Mythologie, Magister Buchius, Rabenschlacht, Odin, Hugin und Munin, Motivforschung, 19. Jahrhundert, Geschichtsbewusstsein, Naturwissenschaft, Symbolik, Literaturwissenschaft.
Die Arbeit analysiert die Einbindung germanischer Mythologie in Wilhelm Raabes Roman „Das Odfeld“ und deren Bedeutung für die Erzählstruktur.
Schwerpunkte sind die Funktion des historischen Romans im Realismus, die Rolle des Aberglaubens und die symbolische Aufladung des Schauplatzes sowie der Tiermotive.
Die Arbeit untersucht, wie Raabe mythologische Elemente nutzt, um die grausame Realität von Kriegen und das Unvermögen der modernen Wissenschaften, diese zu erklären, literarisch zu veranschaulichen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf der Untersuchung von Motivwiederholungen, etymologischen Bezügen und dem Vergleich mit historisch-mythologischen Quellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Rahmenbedingungen des Realismus, die Bedeutung des Wortes „Odfeld“, die göttliche Rolle Odins und die Funktion des Raben als zentrales Warnsignal.
Wichtige Begriffe sind Realismus, Germanische Mythologie, Rabenschlacht, Magister Buchius, Motivforschung und Geschichtssymbolik.
Die Landfläche wird aufgrund ihrer Rolle als Schauplatz wiederkehrender kriegerischer Auseinandersetzungen über Jahrhunderte hinweg als Repräsentant des menschlichen Leids und der „Weltgeschichte“ interpretiert.
Buchius verkörpert eine kritische Gegenposition zur empirischen Wissenschaft; er erkennt die Grenzen des rein messbaren Wissens und deutet die Rabenschlacht als göttliches Vorzeichen.
Der Rabe wird zunächst eher neutral beschrieben, wandelt sich aber im Kontext des Unheils zu negativ besetzten Begriffen wie „Todesengel“ oder „Bösewicht“, was seine Funktion als Unheilbringer unterstreicht.
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