Diplomarbeit, 2007
94 Seiten, Note: 1,0
Vorwort
Einleitung
Teil A
1. Bildung
1.1. Einleitende Begriffsbestimmung von Bildung
1.1.1. Wortstamm und Historie
1.1.2. Bildung - begriffliche Abgrenzungen
1.2. Der Zusammenhang von Bildung und Menschenbild
1.3. Bildung im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung
1.3.1. Das Bildungssystem
1.3.2. Die Wissensgesellschaft
1.3.3. Globalisierung und die Internationalisierung
1.3.4. Demographische Veränderungen
1.3.5. Pluralisierung und Individualisierung
1.4. Bildung im entwicklungspsychologischen Kontext
1.4.1. Die psychosoziale Entwicklungstheorie von Erik H. Erikson
1.4.2. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben von Robert J. Havighurst
1.5. Die verschiedenen Dimensionen von Bildung
1.5.1. Die formelle Bildung
1.5.2. Die non-formelle Bildung
1.5.3. Die informelle Bildung
2. Freizeit
2.1. Das Konzept der Lebenszeit nach Horst Opaschowski
2.2. Freizeit im Jugendalter
2.3. Freizeit im Kontext aktueller gesellschaftlicher Verhältnisse
3. Zusammenfassung Teil A
Teil B
4. Bildung in der offenen Jugendarbeit
4.1. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Bildungsauftrag
4.2. Strukturelle und konzeptionelle Rahmenbedingungen der offenen Jugendarbeit
4.3. Offene Jugendarbeit als Bildungsarbeit
4.3.1. Non-formelle Bildungsmöglichkeiten in der offenen Jugendarbeit
4.3.2. Informelle Bildungsmöglichkeiten in der offenen Jugendarbeit
4.4. Die Positionierung der offenen Jugendarbeit innerhalb des deutschen Bildungssystems
5. Die Mitarbeiterbefragung als Methode zur Standortbestimmung der Bildungsarbeit in Jugendfreizeiteinrichtungen
5.1. Der Fragebogen als empirisches Forschungsinstrument
5.1.1. Die empirische Sozialforschung
5.1.2. Die Forschungsmethode der schriftlichen Befragung mit dem qualitativen Forschungsinstrument Fragebogen
5.2. Die Fragebogenuntersuchung
5.2.1. Einführung und Zielstellung
5.2.2. Die Zielgruppe
5.2.3. Die Methodenauswahl
5.2.4. Der Fragebogen
5.2.5. Die Befragung
5.2.6. Die Evaluation der Fragebögen
5.2.7. Zusammenfassung der Fragebogenuntersuchung
5.3. Reflexion der Mitarbeiterbefragung
6. Die Jugendfreizeiteinrichtung „Das Horn“ - ein sozialpädagogisches Praxisbeispiel
6.1. Das konzeptionelle Leitbild der Einrichtung
6.2. Die Bildungsarbeit der Einrichtung
6.2.1. Das Strukturmodell zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen
6.2.2. Die Angebotsstruktur der Einrichtung
6.2.2.1. Offener Bereich
6.2.2.2. Proberaum und Tonstudio für junge Musiker
6.2.2.3. Medienwerkstatt
6.2.2.4. Keramikwerkstatt
6.2.2.5. Workshops
6.2.2.6. Jugendgruppenfahrten
6.2.3. Die Veranstaltungen
6.3. Sozialraumorientierung
6.4. Zusammenfassung des sozialpädagogischen Praxisbeispiels
7. Schlusswort
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das inhärente Bildungspotenzial der Jugendarbeit vor dem Hintergrund eines modernen Bildungsverständnisses darzustellen und die Mitarbeiter in Jugendfreizeiteinrichtungen zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit ihrem Bildungsauftrag zu motivieren.
1.1.1. Wortstamm und Historie
Im Duden Band 7 steht: „Bildung (mhd. bildunge, ahd. bildunga „Schöpfung, Verfertigung“ auch „Bildnis, Gestalt“; im 18. Jh. folgt das Wort der Entwicklung von „bilden“ zum pädagogischen Begriff, verflacht aber vielfach zur Bezeichnung bloßen Formalwissens)“ (DUDEN, BAND 7, 1997, S. 82). Die Brockhaus- Enzyklopädie weist Bildung als „Grundbegriff der deutschsprachigen Pädagogik seit Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts“ (BROCKHAUS, Band 3, 1996, S. 330) aus. Bildung, griech. Paideia, steht in der griechischen Antike für „die Hin- oder Umwendung des Menschen zum Denken des Maßgeblichen“ (ebd.).
Im antiken Griechenland war Bildung im Grunde ausschließlich ein Privileg der Herrschenden. Lediglich der Herrschende muss gebildet sein, um weise und gerecht regieren zu können (vgl. DÖRPINGHAUS u.a., 2006, S. 51). Dennoch war hier die Intention des Begriffes so universal, dass sich alle folgenden Epochen der abendländischen Kulturentwicklung bis in die Neuzeit mehr oder weniger stark darauf berufen. Der Philosoph Platon (427 - 347 v. Chr.), Schüler von Sokrates, gilt als Begründer der abendländischen Bildungstradition. Er versteht Bildung als den „Aufstieg zum Wissen und zur Einsicht in die Wahrheit“ (DÖRPINGHAUS u.a., 2006, S. 49). Mit dem weiteren Verlauf der kulturellen Entwicklung tritt das Christentum gesellschaftsprägend in den Vordergrund. Die Scholastik, „die auf die antike Philosophie gestützte, christliche Dogmen verarbeitende Philosophie und Theologie des Mittelalters“ (DUDEN Band 5, 2005, S. 939), entwickelt sich zur beherrschenden Lehrform. Die antike Hinwendung zum Höheren wird in der christlichen Tradition des Mittelalters als die Orientierung an und Hinwendung zu Gott verwendet. Die christlichen Mystiker wie z.B. Meister Eckhart (1260 – 1328) beschreiben die Wiedergeburt des Menschen als Ein-Bildung in das Bild Christi. Der Mensch wird Mensch durch die Einswerdung mit Gott. Durch die weite Verbreitung mystischer Literatur hat dieses Verständnis besonders im deutschen Sprachbereich damals alle anderen Auffassungen von der Menschwerdung des Menschen verdrängt (vgl. MEYERS ENZYKLOPÄDISCHES LEXIKON, Band 4, 1972, S. 195). Seit der Erfindung des Buchdrucks wird Wissen zunehmend einem breiteren Personenkreis zugänglich.
1. Bildung: Dieses Kapitel definiert Bildung als komplexen, kulturell determinierten Begriff und beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie die Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie Erziehung und Ausbildung.
2. Freizeit: Hier wird der positive Freizeitbegriff nach Horst Opaschowski erläutert und die Bedeutung der Freizeit für Jugendliche als Lern- und Lebenswelt thematisiert.
3. Zusammenfassung Teil A: Dieser Abschnitt fasst die theoretischen Perspektiven auf Bildung zusammen und betont den Bedarf an einer umfassenden, nicht verengten Sichtweise auf Bildungsprozesse.
4. Bildung in der offenen Jugendarbeit: Das Kapitel verortet die offene Jugendarbeit im deutschen Bildungssystem, definiert deren gesetzlichen Auftrag und erläutert non-formelle sowie informelle Bildungsmöglichkeiten.
5. Die Mitarbeiterbefragung als Methode zur Standortbestimmung der Bildungsarbeit in Jugendfreizeiteinrichtungen: Es wird die methodische Herangehensweise der empirischen Mitarbeiterbefragung im Bezirk Treptow-Köpenick dargestellt sowie die Ergebnisse der Erhebung analysiert.
6. Die Jugendfreizeiteinrichtung „Das Horn“ - ein sozialpädagogisches Praxisbeispiel: Anhand dieser Einrichtung werden das Leitbild, das Partizipationsmodell und die konkrete Angebotsstruktur als praktische Umsetzung von Bildungsarbeit in der Jugendarbeit verdeutlicht.
7. Schlusswort: Das Kapitel resümiert die Notwendigkeit einer Profilschärfung der offenen Jugendarbeit und fordert eine bessere Vernetzung sowie Anerkennung als eigenständige Bildungsinstitution.
Bildung, Jugendarbeit, Freizeit, Bildungsauftrag, offene Jugendarbeit, non-formelle Bildung, informelle Bildung, Standortbestimmung, Partizipation, Sozialpädagogik, Empirische Sozialforschung, Bildungsverständnis, Lebensweltorientierung, Jugendfreizeiteinrichtung, Kompetenzentwicklung.
Die Diplomarbeit widmet sich der Standortbestimmung der Bildungsarbeit innerhalb von Jugendfreizeiteinrichtungen und untersucht, wie offene Jugendarbeit zum Bildungsprozess beitragen kann.
Zu den zentralen Themen gehören das theoretische Verständnis von Bildung und Freizeit, die Rolle der offenen Jugendarbeit im deutschen Bildungssystem sowie die empirische Untersuchung der Perspektiven pädagogischer Mitarbeiter.
Das Hauptziel ist es, das inhärente Bildungspotenzial der Jugendarbeit aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Mitarbeiter in Einrichtungen ihr eigenes Bildungsverständnis und den Bildungsauftrag wahrnehmen.
Der theorieorientierte Teil wird durch eine empirische Mitarbeiterbefragung (schriftlicher Fragebogen) ergänzt, deren Ergebnisse quantitativ ausgewertet werden, um Tendenzen in den Einstellungen der Fachkräfte zu ermitteln.
Der Hauptteil analysiert das theoretische Fundament von Bildung und Freizeit, erläutert die gesetzlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen der Jugendarbeit und stellt eine Mitarbeiterbefragung sowie ein Praxisbeispiel vor.
Wichtige Begriffe sind Bildung, offene Jugendarbeit, Bildungsauftrag, Partizipation, informelle Bildung und Standortbestimmung.
„Das Horn“ dient als sozialpädagogisches Praxisbeispiel, um die theoretischen Konzepte von Bildung und Partizipation konkret in der täglichen Arbeit einer Einrichtung zu veranschaulichen.
Der Autor konstatiert, dass eine partnerschaftliche Kooperation sinnvoll wäre, jedoch oft durch Forschungsdefizite, mangelnde Kommunikation und einseitige Erwartungshaltungen auf Seiten der Schulen gehemmt wird.
Die Befragung deutet darauf hin, dass die Bildungsarbeit im Jugendfreizeitbereich oft mit einem geringen Selbstwertgefühl oder einem schwachen Selbstbild verbunden ist, da sie sich gegenüber formalen Bildungsinstitutionen als "Stiefkind" empfindet.
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