Bachelorarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 1.0
1 EINLEITUNG
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 METHODEN UND MATERIAL
3 ÖKOLOGISCHER LANDBAU AUF INTERNATIONALER EBENE
3.1 IFOAM
3.2 Codex Alimentarius Guidelines 32
3.3 Was ist ökologischer Landbau?
4 BESONDERHEITEN DER RUSSISCHEN LANDWIRTSCHAFT
4.1 Betriebsstrukturen im russischen „Agrarkomplex“
4.2 Transformation
4.3 Staatliche Förderung
4.4 Folgen der Transformation
5 ENTWICKLUNG UND AKTUELLE SITUATION DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS IN DER RUSSISCHEN FÖDERATION
5.1 Entstehung und Entwicklung
5.1.1 Gründung erster Institutionen
5.1.2 Verständnis des ökologischen Landbaus
5.1.3 Probleme und Hindernisse
5.1.4 Einfluss der Transformation
5.1.5 Gründung der Bolotov-Stiftung
5.1.6 EkoNiva und der „Agrarpolitische Dialog“
5.1.7 Bisherige Entwicklung in Zahlen
5.2 Organisationen
5.2.1 Staatliche Institutionen
5.2.2 Organisation für Zertifizierung
5.2.3 Anbauverband
5.2.4 Landwirtschaftliche Betriebe
5.2.5 Organisationen in der Verarbeitung ökologischer Rohware
5.2.6 Hersteller ökologischer Betriebsmittel
5.2.7 Handel
5.2.8 Wildsammlung
5.2.9 Projekte und Initiativen
5.3 Staatliche Regelungen, Standards und Zertifizierung
5.3.1 SanPiN 2.3.2.2354-08
5.3.2 Freiwilliges Kontrollsystem
5.4 Forschung, Ausbildung und Beratung
5.5 Marktentwicklung und Perspektiven
6 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht den aktuellen Entwicklungsstand des ökologischen Landbaus in der Russischen Föderation, analysiert die sozioökonomischen Rahmenbedingungen der Transformation und evaluiert die Herausforderungen für zukünftige Akteure im russischen Agrarsektor.
3.1 IFOAM
Ein weltweiter Dachverband ökologischer Landbaubewegungen die IFOAM existiert seit 1972. Ihre ersten Grundsätze sind in den Jahren 1977 bis 1980 aufgestellt worden (vgl. IFOAM, 1980, zit. nach: SCHMID, 2007). Nach diesen soll der ökologische Landbau
soweit wie möglich in geschlossenen Systemen arbeiten und sich auf lokale Ressourcen stützen,
die Bodenfruchtbarkeit der Böden langfristig erhalten,
alle Formen der Umweltverschmutzung vermeiden, welche aus landwirtschaftlichen Produktionstechniken resultieren können,
Lebensmittel von hoher ernährungsphysiologischer Qualität in ausreichender Menge erzeugen,
den Verbrauch von fossiler Energie in der Landwirtschaft auf ein Minimum reduzieren,
den Nutztieren Lebensbedingungen ermöglichen, die den physiologischen Bedürfnissen und humanitären Prinzipien entsprechen,
den landwirtschaftlichen Produzenten ermöglichen, von ihrer Arbeit zu leben und ihre Potenziale als Menschen entwickeln zu können.
Um diese Grundsätze der Realität anzupassen sind sie seitdem mehrmals geändert worden (vgl. ebd.).
Die aktuellen IFOAM-Prinzipien sind mehr allgemeiner Natur und sollen eher der Inspiration dienen. Sie beruhen auf vier Prinzipien: Gesundheit, Ökologie, Gerechtigkeit und Sorgfalt (vgl. IFOAM, 2007).
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Darlegung der Problemstellung und Erläuterung des Aufbaus der Bachelorarbeit.
2 METHODEN UND MATERIAL: Beschreibung der gewählten Forschungsmethode, bestehend aus Literaturstudium sowie Experten- und Landwirtebefragungen.
3 ÖKOLOGISCHER LANDBAU AUF INTERNATIONALER EBENE: Erörterung der globalen Strukturen, insbesondere IFOAM und Codex Alimentarius, sowie Definition des ökologischen Landbaus.
4 BESONDERHEITEN DER RUSSISCHEN LANDWIRTSCHAFT: Analyse der Transformation der Landwirtschaft seit 1991, der Betriebsstrukturen und der staatlichen Förderpolitik.
5 ENTWICKLUNG UND AKTUELLE SITUATION DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS IN DER RUSSISCHEN FÖDERATION: Umfassende Untersuchung der historischen Genese, der aktiven Organisationen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Marktentwicklung in Russland.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Beantwortung der in der Einleitung formulierten Fragestellungen basierend auf den vorangegangenen Kapiteln.
Ökolandbau, Russische Föderation, Transformation, Agroholding, IFOAM, Zertifizierung, SanPiN, Agrarpolitik, ökologische Landwirtschaft, Bio-Markt, Nachhaltigkeit, bäuerliche Betriebe, Agrosofija, EkoNiva, Ernährungssicherung.
Die Arbeit analysiert die Entwicklung und die aktuelle Situation des ökologischen Landbaus in Russland vor dem Hintergrund der sozioökonomischen Transformation.
Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen, den institutionellen Strukturen, den Herausforderungen für Landwirte und der Marktentwicklung für Bio-Produkte.
Das primäre Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den ökologischen Landbau in Russland zu bestimmen und aufzuzeigen, seit wann und wie er sich entwickelt hat sowie welche Marktperspektiven existieren.
Die Arbeit basiert auf einem Literaturstudium sowie einer qualitativen empirischen Studie mittels Fragebögen für Landwirte und Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der russischen Landwirtschaft nach 1991, die Historie der Bio-Bewegung sowie die detaillierte Beschreibung bestehender Institutionen und Zertifizierungsverfahren.
Zentrale Begriffe sind Ökolandbau, Transformation, Zertifizierung, russische Agrarstruktur und Bio-Markt-Entwicklung.
Sie stellt seit 2008 eine rechtswirksame, bindende Grundlage dar, die den Begriff „organische Produkte“ schützt, jedoch noch keine detaillierten Produktionskontrollen vorschreibt.
Der Bio-Handel konzentriert sich aktuell auf wenige Metropolen wie Moskau und ist in konventionellen Ketten kaum präsent, was dem typischen Anfangsstadium eines Ökomarktes entspricht.
Agroholdings prägen den russischen Agrarkomplex massiv; während sie einerseits Kapazitäten für große Produktionsvolumina bieten, stellt sich für den ökologischen Sektor die Frage der Nachhaltigkeit und Integrität.
Es wird festgestellt, dass es bisher keine spezialisierte akademische Ausbildung für den ökologischen Bereich in Russland gibt und Beratung primär durch ausländische Expertise erfolgt.
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