Magisterarbeit, 2007
131 Seiten, Note: 1
Einleitung
I. Einleitende Erklärungen
1. Globalisierung
1.1 Definition Globalisierung
1.2 Definition ökonomische Globalisierung
1.3 Historischer Verlauf der Globalisierung
1.4 Die Prinzipien der Globalisierung: Freihandel und Neoliberalismus
2. Die Akteure - WTO, Internationale Finanzinstitutionen, Transnationale Unternehmen
2.1 Die Welthandelsorganisation WTO
2.2 Die Internationalen Finanzinstitutionen IWF und Weltbank
2.3 Transnationale Unternehmen
3. Die Auswirkungen der Globalisierung auf Entwicklungsländer
4. Die Globalisierung und die Neuen Kriege
II. Hauptteil
1. Tansania
1.1 Die Politische und wirtschaftliche Entwicklung Tansanias: vom Ujamaa-Sozialismus zur freien Marktwirtschaft
1.2 IWF und Weltbank in Tansania: Die Durchführung der wirtschaftlichen Liberalisierung und der damit verbundenen Strukturanpassungsprogramme
1.2.1 Liberalisierung der Wirtschaft
1.2.1.1 Auswirkungen der Liberalisierung auf die gesamtwirtschaftliche Situation
1.2.1.2 Tansanias Beteiligung am Welthandel
1.2.1.3 Fallbeispiel: Fischerei am Viktoriasee
1.2.2 Privatisierungsmaßnahmen
1.2.2.1 Probleme der Privatisierung öffentlicher Leistungen
1.2.2.2 Fallbeispiel: Privatisierung der Wasserversorgung in Dar es Salaam
1.2.3 Die Auswirkungen der Armutsbekämpfungsstrategien
1.3 Zusammenfassung: Die Auswirkungen der Globalisierung auf Tansania - Makroökonomische Erfolge und soziale Misserfolge?
2. Demokratische Republik Kongo
2.1 Politische und wirtschaftliche Entwicklung der DR Kongo
2.2 IWF und Weltbank in der DR Kongo
2.3 Die globale Dimension des kongolesischen Krieges
2.3.1 Politische und ökonomische Interessen der Nachbarländer und deren Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft
2.3.1.1 Interessen der Nachbarländer und die entstandenen Netzwerke
2.3.1.2 Die Unterstützung der beteiligten Länder durch die Internationale Gemeinschaft
2.3.1.3 Fallbeispiel: Die amerikanische Unterstützung Ruandas und Ugandas
2.3.2 Ressourcenplünderung in der DR Kongo und die Unterstützung des Krieges durch westliche Staaten und Unternehmen
2.3.2.1 Kupfer, Kobalt, Diamanten - Kabila und die AFDL
2.3.2.1.1 Fallbeispiel: American Mineral Fields
2.3.2.2 Der Coltan-Boom - Ruanda und die RCD
2.3.2.2.1 Fallbeispiel: Das deutsche Unternehmen H.C. Starck
2.3.2.3 Gold, Erdöl - Konflikt der Hema und Lendu in Ituri
2.4 Die Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Lage der DR Kongo
2.5 Zusammenfassung: Die Auswirkungen der Globalisierung auf die DR Kongo - Kriegsökonomie und internationale Ausbeutung der Ressourcen
III. Diskussion: Vergleich Tansania - DR Kongo
Die Arbeit analysiert die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der ökonomischen Globalisierung auf Tansania und die Demokratische Republik Kongo. Im Fokus steht dabei der Vergleich zwischen den Strukturanpassungsprogrammen in Tansania und der durch Ressourcenkonflikte geprägten Kriegsökonomie im Kongo, um die Rolle internationaler Akteure und die Folgen neoliberaler Reformen zu hinterfragen.
1.2.1.3 Fallbeispiel: Fischerei am Viktoriasee
Das Beispiel der Fischerei am Viktoriasee ist spätestens seit dem Film „Darwin´s Alptraum“ ein viel diskutiertes Thema und exemplarisch für die zwei Seiten der Liberalisierung in afrikanischen Staaten.
Auf der einen Seite stehen die wirtschaftlichen Erfolge. Der „Fisch vom Viktoria-See ist Tansanias größter Export in die EU!“, wie ein Leiter der Delegation der EU-Kommission auf der Tagung der Naturschutzorganisation IUNC in dem Film feststellt - zwei Millionen Weiße essen Viktoria Fisch pro Tag. Hierbei geht es vor allem um den Nilbarsch, der inzwischen „der Devisenbringer Nummer Drei - nach Gold und Tourismus“ in Tansania ist. 100.000 Tonnen werden im Jahr von dem Fisch gefangen und verarbeitet, 80 Prozent der Produktion gehen - meist als fertige Filets - nach Europa, 50.000 Fischer haben durch ihn Arbeit. Die Menschen, die um den See herum leben, sind großteils von der Fischerei abhängig: sie sind Fischer, Händler oder Arbeiter in den Fabriken. Die Infrastruktur um den See ist verhältnismäßig gut ausgebaut, in den Fischfabriken herrschen Hygienezustände und Produktionsabläufe auf Weltniveau.
Aber es gibt auch dunkle Seiten des Geschäftes. Zwar finden viele Leute Arbeit, meist ist diese aber unterbezahlt. Die Hygienestandards in den Fabriken sind zwar auf westlichem Niveau, die Bezahlung der Arbeiter ist aber sehr gering: Ein Arbeiter, der in einer Fabrik Fisch filetiert, bekommt umgerechnet 2 Euro am Tag. An den Stadträndern sind regelrechte Siedlungen entstanden, in denen die Skelette, Flossen und andere Abfälle zu Hühnerfutter weiter verarbeitet werden. Die Menschen, die weder als Fischer noch in einer Fabrik arbeiten, finden hier einen Job. Die Fischreste werden meist ausgeräuchert, dazu wird gefährliches Ammoniak-Gas verwendet, das Bauchschmerzen und Diarrhoe verursacht und sogar die Augen zerfressen kann. Einen Arzt gibt es hier nicht.
1. Globalisierung: Einleitende Definition und historische Einordnung des Globalisierungsprozesses sowie die Darstellung der neoliberalen Prinzipien.
2. Die Akteure - WTO, Internationale Finanzinstitutionen, Transnationale Unternehmen: Analyse der einflussreichsten Institutionen, die die globale Wirtschaftsordnung gestalten.
3. Die Auswirkungen der Globalisierung auf Entwicklungsländer: Untersuchung der ungleichen Verteilung von Wohlstand und der Problematik der Integration in den Weltmarkt.
4. Die Globalisierung und die Neuen Kriege: Theoretische Betrachtung der Verbindung zwischen globalen ökonomischen Verflechtungen und der Entstehung von kriegerischen Konflikten.
1. Tansania: Detaillierte Fallstudie zu Tansanias wirtschaftlicher Transformation und den sozioökonomischen Auswirkungen der Strukturanpassungsprogramme.
2. Demokratische Republik Kongo: Analyse der Kriegsökonomie, der Ressourcenplünderung und der Rolle internationaler Akteure im kongolesischen Krieg.
III. Diskussion: Vergleich Tansania - DR Kongo: Synthese der Erkenntnisse aus beiden Fallbeispielen und Gegenüberstellung der unterschiedlichen Entwicklungsverläufe.
Globalisierung, ökonomische Globalisierung, Strukturanpassungsprogramme, Tansania, Demokratische Republik Kongo, IWF, Weltbank, WTO, Kriegsökonomie, Ressourcenplünderung, Neoliberalismus, Freihandel, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, soziale Ungleichheit
Die Arbeit befasst sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der ökonomischen Globalisierung in zwei afrikanischen Ländern: Tansania und der Demokratischen Republik Kongo.
Die zentralen Themen sind der Einfluss von internationalen Institutionen wie IWF und Weltbank, die Folgen von Strukturanpassungsprogrammen sowie die Entstehung und Aufrechterhaltung von Kriegsökonomien durch globale Ressourceninteressen.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen globalen neoliberalen Wirtschaftsvorgaben und den spezifischen sozioökonomischen Entwicklungen in Tansania und dem Kongo aufzuzeigen und zu vergleichen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Fallstudienmethode, bei der Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung in beiden Ländern sowie Berichte internationaler Organisationen und NGOs analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der tansanischen Wirtschaftsreformen sowie eine Untersuchung der globalen Dimensionen des Krieges und der Ressourcenplünderung in der DR Kongo.
Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Strukturanpassung, Kriegsökonomie, Ressourcenplünderung und die Rolle von IWF und Weltbank in Entwicklungsländern.
Während Tansania ein Paradebeispiel für die strikte Befolgung von IWF- und Weltbankvorgaben zur wirtschaftlichen Stabilisierung ist, dient der Kongo als Beispiel für ein Land, in dem Globalisierung primär über die Ausbeutung von Ressourcen und die Finanzierung von Kriegsökonomien durch internationale Netzwerke stattfindet.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Privatisierungen, insbesondere in sensiblen Bereichen wie der Wasserversorgung, oft nicht die versprochene Effizienzsteigerung brachten, sondern vielmehr die Kosten für die ärmere Bevölkerung erhöhten und deren Zugang zu lebensnotwendigen Leistungen erschwerten.
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