Lizentiatsarbeit, 2007
205 Seiten, Note: 5-6
1. Einleitung
1.1 Umweltbewusstseins- und Umweltverhaltensforschung
1.2 Fragestellung dieser Arbeit
1.3 Datenlage
1.4 Aufbau dieser Arbeit
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Umweltbewusstsein
2.2 Umweltverhalten
2.3 Privathaushaltssituation
2.4 Fazit
3. Einflüsse des Umweltverhaltens in der bisherigen Forschung
3.1 Die soziale Basis des Umweltbewusstseins und Umweltverhaltens
3.2 Der Zusammenhang von Umweltbewusstsein und Umweltverhalten
3.3 Umwelttypologie
3.4 Der Einfluss von externen Anreizen auf das Umweltverhalten
3.5 Fazit
4. Der umweltrelevante Handlungswahlprozess
4.1 Theorie des rationalen Handelns
4.2 Die Umweltproblematik als Allmendedilemma
4.3 Theorie des geplanten Verhaltens
4.4 Ipsative Handlungstheorie
4.5 Fazit
5. Der Einfluss der Privathaushaltssituation auf das Umweltverhalten
5.1 Haushaltszusammensetzung
5.2 Wohngegend
5.3 Pensum der Lohnarbeit
5.4 Fazit
6. Modell und Hypothesen
6.1 Modell
6.2 Hypothesen
7. Datensatz
7.1 Befragung als Methode
7.2 Beschreibung des Datensatzes
7.3 Fazit
8. Beschreibung der verwendeten Methoden
8.1 Faktorenanalyse
8.2 Korrelationen und Mehrfeldtabellen
8.3 Multiple lineare Regression
8.4 Binäre logistische Regression
8.5 Interaktionseffekte
8.6 Clusteranalyse
8.7 Fazit
9. Variablenbeschreibung
9.1 Indexbildung des Umweltverhaltens
9.2 Indexbildung des Umweltbewusstseins
9.3 Deskriptive Statistik
9.4 Analyse der fehlenden Werte
9.5 Fazit
10. Bivariate Zusammenhänge
10.1 Das Umweltverhalten als abhängige Variable
10.2 Das Umweltbewusstsein als abhängige Variable
10.3 Fazit
11. Komplexere Analysen
11.1 Multiple lineare Regression mit der unabhängigen Variablen „Allgemeines Umweltbewusstsein“
11.2 Multiple lineare Regression mit der unabhängigen Variablen „Allgemeines Umweltverhalten“
11.3 Binäre logistische Regressionen mit den Umweltverhaltensbereichen
11.4 Clusteranalyse
11.5 Fazit
12. Schlussfolgerungen
12.1 Schlussfolgerungen
12.2 Fazit
Die Arbeit untersucht die Determinanten des umweltrelevanten Verhaltens in der Schweiz, wobei insbesondere der Einfluss der "Privathaushaltssituation" (zusammengesetzt aus Haushaltszusammensetzung, Wohngegend und Pensum der Lohnarbeit) in Verbindung mit dem Umweltbewusstsein analysiert wird. Ziel ist es, zu verstehen, warum umweltrelevante Handlungen trotz eines allgemeinen Umweltbewusstseins oft ausbleiben, und ob sich die Bevölkerung in umweltrelevante Teilsegmente gliedern lässt.
Die Bewusstheit des Umweltbewusstseins
Wenn man den Begriff „Umweltbewusstsein“ wörtlich nimmt, stellt sich die Frage, ob das Umweltbewusstsein einer Person stets bewusst ist. Wahrscheinlich ist dies nicht immer oder nur selten der Fall, vielfach bleibt es unbewusst oder nicht gegenwärtig. Dies erstaunt nicht, denn auch andere Wissens- und Wertungsbestände sind dem Menschen nicht immer präsent.
Ebenfalls wird das Umweltbewusstsein den gängigen psychologischen Abwehrmechanismen unterworfen sein, wie der Verdrängung, Kompensation, Rationalisierung, Projektion, Verschiebung und Verleugnung. Diese wirken als „Mechanismen der eigeninteressierten Beugung von Vorstellungen, die Personen sich von ihrer Gesellschaft und Umwelt machen“ (Huber 2001, S. 216). Wenn man diese Mechanismen in die Betrachtung über das Umweltbewusstsein einbezieht, muss man ein tatsächliches und ein vermeintliches Umweltbewusstsein unterscheiden, was bei einer Messung nur schwer zu bewerkstelligen ist.
Dies ist einer der Gründe, weshalb in heutigen Umfragen das Umweltbewusstsein nicht mehr als Ganzes erfragt wird. Es taucht als Konstrukt in den Fragebögen auf, dessen verschiedene Items vom Forschenden erst nach erfolgter Befragung zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden. Dergestalt wird eher gewährleistet, dass die Personen ehrlich antworten, da das Umweltbewusstsein für die befragten Personen nicht mehr gänzlich offensichtlich erfragt wird. Somit wird das tatsächliche Umweltbewusstsein und nicht das vermeintliche gemessen.
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die umweltsoziologische Forschung, erläutert die Fragestellung zur Privathaushaltssituation und stellt die Datengrundlage (ISSP 2000) vor.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Konzepte Umweltbewusstsein, Umweltverhalten und das neu konstruierte Modell der Privathaushaltssituation theoretisch analysiert.
3. Einflüsse des Umweltverhaltens in der bisherigen Forschung: Das Kapitel diskutiert den Forschungsstand zur sozialen Basis, den Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Verhalten sowie die Bedeutung externer Anreize.
4. Der umweltrelevante Handlungswahlprozess: Hier werden theoretische Ansätze wie die Theorie rationalen Handelns und das Allmendedilemma genutzt, um zu erklären, wie umweltrelevante Entscheidungen zustande kommen.
5. Der Einfluss der Privathaushaltssituation auf das Umweltverhalten: Das Kapitel begründet theoretisch, warum Haushaltszusammensetzung, Wohngegend und Arbeitspensum als Faktoren für umweltrelevantes Handeln relevant sind.
6. Modell und Hypothesen: Basierend auf den theoretischen Überlegungen werden ein Analysemodell und konkrete Hypothesen zur statistischen Prüfung entwickelt.
7. Datensatz: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der ISSP-Befragung und reflektiert die Qualität der verwendeten Daten.
Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Privathaushaltssituation, Allmendedilemma, Low-Cost-Hypothese, Recycling, Autoverzicht, Haushaltszusammensetzung, Wohngegend, Lohnarbeit, ISSP, Umwelttypologie, Einstellungs-Verhaltens-Forschung, soziale Normen, Handlungsrestriktionen.
Die Arbeit untersucht, welche Determinanten das umweltrelevante Verhalten in der Schweiz bestimmen, wobei der Fokus auf dem Konstrukt der "Privathaushaltssituation" liegt.
Zentral sind der Einfluss von Umweltbewusstsein, soziodemographischen Faktoren und Haushaltsstrukturen auf verschiedene umweltrelevante Verhaltensbereiche.
Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie Merkmale des privaten Haushalts als Anreize oder Restriktionen auf das Umweltverhalten wirken und ob sich die Bevölkerung in verschiedene Umwelttypen einteilen lässt.
Es werden sekundäranalytische quantitative Verfahren angewandt, darunter Faktorenanalysen, Multiple lineare Regressionen, Binäre logistische Regressionen und Clusteranalysen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung (Handlungstheorien, Allmendedilemma), die Definition des Konstrukts "Privathaushaltssituation" sowie die statistische Auswertung des Datensatzes.
Neben Umweltbewusstsein und -verhalten stehen Begriffe wie Allmendedilemma, Low-Cost-Hypothese, Haushaltsstruktur und Umwelttypologie im Zentrum.
Die Arbeit untersucht die "Schattenthese", die besagt, dass Eltern aufgrund der Verantwortung für zukünftige Generationen ein höheres Umweltbewusstsein entwickeln; die Ergebnisse liefern hierzu jedoch ein differenziertes Bild.
Bisherige Studien berücksichtigten Haushaltseinflüsse oft nur als einzelne Variablen; die Autorin fasst diese nun als einheitliches inhaltliches Konstrukt zusammen, um deren komplexes Wechselspiel besser abzubilden.
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