Masterarbeit, 2022
56 Seiten, Note: 2,1
1 EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSLAGE UND PROBLEMSTELLUNG
1.2 RELEVANZ UND AKTUALITÄT
1.3 ZIELSETZUNG UND FORSCHUNGSFRAGE
1.4 VORGEHENSWEISE
2 FINANZIELLE INKLUSION UND DEREN VORAUSSETZUNG
2.1 FINANZIELLE INKLUSION
2.2 FINANZIELLE EXKLUSION, ARMUT UND KORRUPTION
2.3 FINTECH
2.4 BLOCKCHAIN
2.5 IDENTIFIKATIONSSYSTEME
2.5.1 Aadhaar
2.5.2 Biometric ID
3 FORSCHUNGSSTAND
3.1 BEDURFNISSE DER FINANZIELLEN INKLUSION INDIENS
3.2 MOBILES BEZAHLEN: M-PESA IN AFRIKA VOR- UND NACHTEILE
4 VERGLEICH INDIEN – AFRIKA
4.1 UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEM AFRIKANISCHEN UND DEM INDISCHEN MODELL
4.2 MÖGLICHE NEUE GESCHÄFTSFELDER FÜR BANKEN IM KONTEXT DER FINANZIELLEN INKLUSION
4.2.1 Die Identitätskonzept von Mastercard und Aadhaar
4.2.2 Banken wandeln sich zu Technologiekonzernen
5 DISKUSSION
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
7 FAZIT
7.1 ZUSAMMENFASSUNG
7.2 KRITISCHE WÜRDIGUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht als Literaturarbeit, wie die Blockchain-Technologie Banken in Zukunft bei der finanziellen Inklusion unterstützen kann, insbesondere bei der Identitätsfeststellung von Menschen ohne offizielle Dokumente.
2.4 Blockchain
Nach Auffassung von Schuetz & Venkatesh zeichnen sich Blockchain Technologien als potenzielle Lösung für die ersten drei Herausforderungen der Finanzintegration ab. Einfach ausgedrückt bezieht sich Blockchain auf verteilte digitale Bücher. Diese Hauptbücher verwenden Konsensprotokolle, um eine einzige Version der Wahrheit zu erstellen. Das digitale Hauptbuch kann aufgrund von Verschlüsselungsprotokollen nicht verändert werden. Was in der Blockchain veröffentlicht wird, kann als „absolute Wahrheit“ angesehen werden. Diese Eigenschaften machen Blockchain Technologien zu attraktiven technologischen Lösungen für die Transaktionen zwischen Parteien mit unterschiedlichen Interessen, wie z. B. zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern oder Lieferanten und Kunden. Nakamoto (2008) schuf das erste Blockchain Ledger (Kontobuch) zur Unterstützung des elektronischen Geldsystems Bitcoin.
Blockchain wird durch drei verschiedene Merkmale definiert. Erstens ist die Blockchain eine verteilte Technologie, die die Sichtbarkeit und Transparenz von Transaktionen erhöht. Zweitens bietet die Blockchain ein unveränderliches Hauptbuch, das das Vertrauen in die gespeicherten Daten stärkt. Drittens ermöglicht eine Blockchain die automatisierte Ausführung von Transaktionen.
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung beschreibt das Forschungsinteresse zur Nutzung der Blockchain-Technologie für Banken bei der Unterstützung der finanziellen Inklusion.
2 FINANZIELLE INKLUSION UND DEREN VORAUSSETZUNG: Das Kapitel erläutert Konzepte wie finanzielle Inklusion, FinTech und Blockchain sowie deren Relevanz zur Lösung von Identitätsproblemen.
3 FORSCHUNGSSTAND: Es werden spezifische Bedürfnisse der finanziellen Inklusion in Indien und Afrika sowie bestehende Bezahlsysteme analysiert.
4 VERGLEICH INDIEN – AFRIKA: Hier werden die Modelle zur finanziellen Inklusion in Indien und Afrika verglichen und neue Geschäftsfelder für Banken identifiziert.
5 DISKUSSION: Die gewonnenen Erkenntnisse werden synthetisiert, um die Forschungsfragen zur Anwendbarkeit der Modelle und neuen Geschäftsfeldern zu beantworten.
6 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Auf Basis der vorangegangenen Analysen werden konkrete Empfehlungen für Banken formuliert, um durch Technologie Neukunden zu gewinnen.
7 FAZIT: Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer kritischen Würdigung des Konzepts der Self-Sovereign Identity.
Blockchain, Finanzielle Inklusion, Banken, Indien, Afrika, Identität, Identifikationssysteme, Aadhaar, M-Pesa, KYC, FinTech, Digitalisierung, Finanzmärkte, Smart Contracts, Armutsbekämpfung
Die Arbeit untersucht als Literaturarbeit, wie der technologische Einsatz der Blockchain Banken dabei helfen kann, Menschen ohne Identitätsnachweis in das formale Finanzsystem zu integrieren.
Die zentralen Themen sind finanzielle Inklusion, Blockchain-Technologie, digitale Identität, Know-Your-Customer-Prozesse und Geschäftsmodelle für Banken in Schwellenländern.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob man das indische Modell der finanziellen Inklusion auf Afrika übertragen kann und wie Banken dadurch neue Geschäftsfelder generieren können.
Die Arbeit ist als Literaturarbeit angelegt, welche bestehende Forschungsstände und empirische Daten zu aktuellen technologischen Entwicklungen im Bankwesen zusammenführt und diskutiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der grundlegenden Theorie der finanziellen Inklusion, analysiert den Forschungsstand in Indien und Afrika, vergleicht diese beiden Modelle und erörtert die Rolle von Banken in diesem technologischen Kontext.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Blockchain, Finanzielle Inklusion, Aadhaar, M-Pesa, KYC-Prozesse und digitale Identität.
Indien setzt primär auf eine staatlich verordnete, biometrische Identitätsnummer (Aadhaar), während das in Afrika dominante Modell (wie M-Pesa) primär auf mobilen Bezahlsystemen und Kooperationen mit Mobilfunkanbietern basiert.
Sie ist die Voraussetzung für die Einhaltung regulatorischer Anforderungen (Basel III, KYC) und ermöglicht es Banken überhaupt erst, Menschen ohne offizielle Dokumente als Kunden aufzunehmen.
Durch verteilte Hauptbücher (Ledger) und Konsensverfahren können Transaktionskosten gesenkt und die Abwicklungsgeschwindigkeit erhöht werden, was besonders bei Kleinbeträgen vorteilhaft ist.
Eine große Herausforderung ist die Balance zwischen Datenschutzanforderungen und der Notwendigkeit einer zentralen oder interoperablen Plattform zur Identitätsprüfung.
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