Bachelorarbeit, 2023
50 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Begriffserklärung
2 Vorstellung der Einrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie
2.1 Struktur und Aufbau der Praxis der Kinder- und Jugendpsychiatrie
2.2 Leistungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie
3 Theoretische Fundierung
3.1 Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
3.1.1 Begriffserklärung, Ursachen und Symptome
3.1.2 Diagnose einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
3.1.3 Behandlungs- und Interventionsmaßnahmen
3.2 Das Selbstwertgefühl
3.2.1 Begriffserklärung und Entstehung
3.2.2 Erhebungsmethoden des Selbstwertgefühls
3.2.3 Interventionsmaßnahmen zur Verbesserung des Selbstwertgefühls
4 Forschungsdesign
4.1 Die Methode des Leitfadens gestützten Kinderinterviews
4.2 Charakteristika qualitativer Forschung
4.3 Organisation und Vorgehen in der Erhebung
4.4 Die Methode zur Auswertung der Kinderinterviews
5 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
5.1 ADHS
5.2 Selbstwertgefühl
6 Kritische Reflexion der qualitativen Forschung
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der ADHS-Diagnose für das Selbstwertgefühl von medikamentös behandelten Kindern sowie deren lebensweltliche Herausforderungen, um zu prüfen, ob sich eine ADHS-Diagnose positiv auf das Selbstwertgefühl der Betroffenen auswirkt.
3.1 Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
Bei der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung, im alltäglichen Sprachgebrauch und im Folgenden (ADHS) genannt, handelt es sich um eine psychische Störung. Sie zählt zu den am meist verbreiteten Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die ADHS äußert sich bei Kindern und Jugendlichen oftmals in Form von Hyperaktivität, einer Aufmerksamkeitsstörung und impulsivem Verhalten. Die sogenannten Leitsymptome sind besonders bei den Jungen, meist stärker ausgeprägt als bei den Mädchen.
Zudem ist zu sagen, dass Jungs weitaus häufiger von ADHS betroffen sind als Mädchen. Diese Verteilung bzw. das Aufkommen der Krankheit auf die Geschlechter gesehen, wird auch Prävalenz genannt (Kölch & Fegert, 2020, S. 11). Nach dem Klassifikations-System ICD-10 hat die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung den Code F 90.0 zugeordnet bekommen (Dilling, Mombour, & Schmidt, 2014, S. 361).
Die Ursachen einer ADHS bzw. die Faktoren, die eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung begünstigen, sind multikausal. Zu diesen Ursachen zählen unter anderem die Genetik, die Schwangerschaft sowie der Erziehungsstil der Eltern, als auch weitere Umweltfaktoren. Das wohl bekannteste Modell zu den Ursachen von ADHS, ist das sogenannte biopsychosoziale Modell (Schmitman, 2017, S. 40).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik einer ADHS-Diagnose bei Kindern ein und definiert das Forschungsziel, den Einfluss dieser Diagnose auf das Selbstwertgefühl anhand einer qualitativen Analyse zu untersuchen.
2 Vorstellung der Einrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Das Kapitel bietet einen Einblick in die Strukturen und das Leistungsspektrum der untersuchten ambulanten sozialpsychiatrischen Praxis.
3 Theoretische Fundierung: Dieser Abschnitt behandelt die medizinischen und psychologischen Grundlagen von ADHS, diagnostische Kriterien sowie die Konzepte zur Entstehung und Erhebung des Selbstwertgefühls.
4 Forschungsdesign: Hier wird die qualitative Methodik der leitfadengestützten Kinderinterviews erläutert, inklusive der Vorgehensweise bei der Erhebung und der hermeneutischen Auswertung nach Mayring.
5 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Interviews, wobei die Aussagen der Kinder zu ADHS, ihrer Medikation und ihrem Selbstwertgefühl diskutiert werden.
6 Kritische Reflexion der qualitativen Forschung: Die Verfasserin reflektiert kritisch den Prozess der Datenerhebung und spricht Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten und die Interviewführung aus.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und widerlegt die aufgestellte Hypothese, da die Kinder meist zu jung waren, um einen Zusammenhang zwischen Diagnose und ihrem Selbstwertgefühl reflektiert darzustellen.
ADHS, Selbstwertgefühl, Kinder- und Jugendpsychiatrie, qualitative Forschung, Leitfadeninterviews, Diagnose, Selbstwert, Symptomatik, Kindesalter, soziale Kompetenz, Verhaltensbeobachtung, Medikation, Selbstbild, psychische Störung, Leistungsdiagnostik.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Diagnose ADHS bei Kindern im Alter von neun bis dreizehn Jahren und deren Empfinden des eigenen Selbstwertgefühls.
Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Diagnostik von ADHS, der Theorie des Selbstwertgefühls sowie den Perspektiven der betroffenen Kinder hinsichtlich ihrer Diagnose und Medikation.
Untersucht wurde die Hypothese: „Wenn Kinder die Diagnose ADHS gestellt bekommen, dann verbessert sich ihr Selbstwertgefühl.“
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf leitfadengestützten Interviews mit fünf Patienten einer ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Störung und des Selbstwertgefühls sowie eine empirische Auswertung, in der die Interviews mittels inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Wichtige Schlagworte sind ADHS, Selbstwertgefühl, qualitative Forschung, Sozialpsychiatrie und Kindheitsentwicklung.
Die Auswertung zeigte, dass die meisten befragten Kinder zu jung waren, um eine klare Veränderung ihres Selbstwertgefühls bewusst mit dem Zeitpunkt der Diagnosestellung in Verbindung zu bringen.
Viele der befragten Kinder nahmen primär eine Linderung der ADHS-Symptome, wie z.B. eine verbesserte Konzentration durch die Medikamente, wahr, anstatt eine direkte positive Veränderung ihres gesamten Selbstwertgefühls.
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