Masterarbeit, 2007
115 Seiten, Note: 1,0
1 Ausgangslage und Hintergrund
1.1 Aufbau der Master Thesis
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Theorie, Methode und Empirik
2 Die Bedeutung von Leadership beim Veränderungsmanagement
2.1 Begriffsdefinition Leadership
2.1.1 Die Problematik der Leadership-Bezeichnung
2.1.2 Realitätsferne Annahmen des Leaders
2.1.3 Authentisches Leadership
2.1.4 Die drei elementaren Säulen des Leadership
2.2 Unterschiede zwischen Leadership und Management
2.2.1 Vereinfachte Polarisierung der beiden Führungsformen
2.2.2 Die sinnvolle Kombination der beiden Führungsformen
2.2.3 Die Quintessenz bei der Berücksichtigung beider Formen
2.2.4 Die Klärung der sechs Leadership-Fragen
2.2.5 C.O.S.T.-Leadership-Modell
2.3 Darwinismus und Opportunismus bei Leadership
2.3.1 Darwiportunismus als Megatrend im Wettbewerbsmarkt
2.3.2 Die Darwiportunismus-Matrix
2.3.3 Leadership im Wechselspiel zwischen den Polen
2.4 Selbstführung und Stressbewältigung des Leaders
2.4.1 Leadership-Verantwortung und stoische Führungsprinzipien
2.4.2 Die Problematik des Charismas
2.5 Leadership-Notwendigkeit in sozialen Institutionen
2.5.1 Der Kunde als Fokus der Leadership-Strategie
2.5.2 Leadership bei Erstellung der Vision, Mission und Leitbildes
2.6 Leadership bei der Gestaltung der Organisationskultur
2.6.1 Definition der Organisationskultur
2.6.2 Die lernende Organisationskultur
3 Veränderungsmanagement beim Leadership-Ansatz
3.1 Notwendigkeit von Veränderungen
3.1.1 Was kann Leadership bei Veränderungen leisten?
3.1.2 Sozial nachhaltiges Veränderungsmanagement
3.2 Die Balance des Wandels ohne negative Auswirkungen
3.2.1 Die „harte“ Theorie E (Economic Value)
3.2.2 Die Bedeutung der SWOT-Analyse bei Veränderung nach Theorie E
3.2.3 Die „weiche“ Theorie O (Organisationsveränderung)
3.2.4 Die Kombination der Veränderungstheorie E und Theorie O
3.2.5 Praxisbeispiel der Kombination von Theorie E und O
3.2.6 Veränderungsmanagement mit der Balanced Scorecard
3.2.7 Unterstützende Maßnahmen bei den Transformationen
3.2.8 Die Schritte zur Erneuerung einer Organisation
3.2.9 Betriebliche Gesundheitsförderung beim Veränderungsmanagement
4 Gesundheitskonzept von ANTONOVSKY
4.1 Bestandteile des Gesundheitskonzeptes
4.1.1 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum
4.1.2 Gesundheit als Resultat aus Ressourcen und Risiken
4.1.3 Beschreibung der Risiken
4.1.4 Beschreibung der Ressourcen (Kohärenzgefühl)
4.2 Optionen zur Implementation von salutogenen Aspekten
4.2.1 Kritische Würdigung des Denkansatzes
4.2.2 Zusammenfassung des Gesundheitskonzepts
5 Leadership-Praxistransfer beim Veränderungsmanagement bei BGF
5.1 Vorstellung und Zielsetzung des Interventionsprojektes
5.2 Ablauf und Planung des Projektes
5.3 Controlling der Projektimplementation
5.3.1 Einrichtung einer Homepage
5.3.2 Einführung von Mitarbeiterzielvereinbarungen
5.3.3 Erstellung des abteilungsspezifischen Fortbildungskalenders
5.4 Positive Nebeneffekte der Projektarbeit
5.5 Problemfelder der Projektarbeit
5.6 Zusammenfassung der Projektarbeit
6 Studie zur Projektevaluation der BGF
6.1 Studiendesign
6.1.1 Operationalisierung
6.1.2 Studienwirkungsfelder
6.1.3 Methodenwahl
6.1.4 Gütekriterien
6.1.5 Aufbau des Erhebungsinstrumentes
6.1.6 Feldorganisation
6.1.7 Festlegung der Untersuchungsdesigns
6.1.8 Vorstellung und Durchführung des „Zwei-Phasen-Pretesting“
6.1.9 Analyse und Auswertung des Pretest
6.2 Gesamterhebung des Intensivpflegepersonals
6.2.1 Ergebnisse der Untersuchungsebenen
6.2.2 Durchschnittswerte der Untersuchungsebenen
6.2.3 Diskussion der Ergebnisse
6.2.4 Erkenntnisgewinn für die Praxis
6.3 Kritische Reflexion der Evaluationsstudie
7 Zusammenfassung und Fazit
8 Ausblick auf das weitere Vorgehen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Leadership als ergänzende Führungsform zum klassischen Management in sozialen Einrichtungen – insbesondere Krankenhäusern – darzustellen und deren Potenzial bei Veränderungsprozessen unter Berücksichtigung des Salutogenese-Modells von Aaron Antonovsky aufzuzeigen.
2.1.2 Realitätsferne Annahmen des Leaders
Oft erfolgt in der aktuellen Literatur ein realitätsferner Vergleich von Leader und Management. Um die Bedeutung eines „Leaders“ zu akzentuieren, werden sämtliche Managementeigenschaften denunziert. Mit bemerkenswerter Nonchalance erfolgt ein Vergleich vermeintlicher Persönlichkeitsmerkmale und Sichtweisen des Managements, welche die Kernkompetenzen des Managers deutlich herabsetzen. Die folgende Darstellung lehnt sich an MALIK an: Meist wird schlechtes Management mit gutem Leadership verglichen. Primär sollte jedoch hinterfragt werden, was gutes Management leistet, und was dann darüber hinaus gutes Leadership leisten kann.8
Dabei sind die Theorien, die einzelne „Führer“ postulieren, prospektiv zu überprüfen, damit nicht Fehler der Vergangenheit wiederholt werden. Auch sollten die logischen Schlussfolgerungen bzgl. ihrer Authentizität hin nachweisbar sein.
1 Ausgangslage und Hintergrund: Das Kapitel analysiert den enormen wirtschaftlichen und sozialen Druck auf das deutsche Krankenhauswesen und die daraus resultierende Notwendigkeit für neue Führungsansätze.
2 Die Bedeutung von Leadership beim Veränderungsmanagement: Hier wird der theoretische Rahmen für Leadership definiert und von klassischem Management abgegrenzt, wobei der Fokus auf visionärer Führung und der Transformation von Organisationskulturen liegt.
3 Veränderungsmanagement beim Leadership-Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von Veränderungen und stellt Strategien (Theorie E und O) vor, um Transformationen sozialverträglich und wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten.
4 Gesundheitskonzept von ANTONOVSKY: Es wird das salutogenetische Modell vorgestellt, das Gesundheit als einen dynamischen Prozess betrachtet und Ressourcenorientierung als zentrales Element für das Personalmanagement hervorhebt.
5 Leadership-Praxistransfer beim Veränderungsmanagement bei BGF: Der Praxisteil beschreibt die konkrete Umsetzung des theoretischen Modells auf einer Intensivstation mittels spezifischer Projektbausteine.
6 Studie zur Projektevaluation der BGF: Dieses Kapitel präsentiert die wissenschaftliche Evaluation des durchgeführten Projekts, basierend auf den Rückmeldungen des Pflegepersonals zu den implementierten Maßnahmen.
7 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die notwendige Verbindung von Leadership-Visionen und professionellem Management für den Unternehmenserfolg.
8 Ausblick auf das weitere Vorgehen: Der Ausblick skizziert die Notwendigkeit, Leadership-Ansätze nachhaltig in der pflegerischen Profession zu verankern, um die Zukunftsfähigkeit von Gesundheitseinrichtungen zu sichern.
Leadership, Management, Veränderungsmanagement, Salutogenese, Antonovsky, Kohärenzgefühl, Krankenhaus, Pflegepersonal, Organisationskultur, Zielvereinbarungen, Betriebliche Gesundheitsförderung, Transformation, Personalentwicklung, Teamentwicklung, Organisationsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie „Leadership“ als visionäre Ergänzungsform zum klassischen Management eingesetzt werden kann, um Veränderungsprozesse in Krankenhäusern erfolgreich und mitarbeiterorientiert zu steuern.
Die Arbeit deckt die Bereiche Führungstheorie, Organisationsentwicklung, salutogenetisches Gesundheitsmanagement und angewandte Praxisprojekte im klinischen Umfeld ab.
Das Ziel ist es, ein sinnhaftes Konstrukt für Führungskräfte in der Pflege zu entwickeln, das den Wandel in Krankenhäusern durch die Integration von Management-Effizienz und salutogener Mitarbeiterförderung gestaltet.
Der Autor nutzt einen quantitativen empirischen Ansatz (Fragebogenerhebung) zur Evaluation eines Praxiprojekts, das nach einem „Zwei-Phasen-Pretesting“ auf einer Intensivstation umgesetzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu Leadership und Gesundheitskonzepten sowie einen umfangreichen Praxistransfer, bei dem neue Führungsinstrumente (Homepage, Zielvereinbarungen) implementiert wurden.
Wichtige Begriffe sind Leadership, Salutogenese, Organisationskultur, Veränderungsmanagement und Kohärenzgefühl.
Theorie E fokussiert auf „harte“ ökonomische Fakten wie Stellenabbau und Shareholder-Value, während Theorie O „weiche“ Faktoren wie Organisationskultur und Mitarbeiterkompetenzen in den Vordergrund stellt.
Die Mitarbeiter empfanden die Gespräche als Chance zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Förderung ihrer individuellen Bedürfnisse, was die Planungssicherheit und Motivation erhöhte.
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