Diplomarbeit, 2009
74 Seiten, Note: 1,3
I. EINLEITUNG
II. STRATEGISCHE APPLIKATIONEN VON CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
III. KONSUMENTEN MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN
III.1. Firms` Ethics, Consumer Boycotts, and Signalling
III.1.1. Modellannahmen
III.1.1.1. Unternehmen
III.1.1.2. Konsumenten
III.1.2. Gleichgewicht mit unterschiedlichen reinen Strategien
III.1.3. Gleichgewicht mit identischen reinen Strategien
III.1.4. Gefangenendilemma
III.2. Abschließende Bemerkungen zum Modell von Glazer et. al. (2008)
IV. AKTIONÄRE MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN
IV.1. A Modigliani-Miller Theory of Altruistic Corporate Social Responsibility
IV.1.1. Modellannahmen
IV.1.2. Investitionsentscheidung der Individuen
IV.1.3. Homogene Investoren
IV.1.4. Heterogene Investoren
IV.2. Zusammenfassung der Ergebnisse des Modells von Graff Zivin und Small (2005)
V. MANAGEMENTVERTRAG UND CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY
V. 1. Managerial contracting and corporate social responsibility
V.1.1. Annahmen
V.1.1.1. Zeitlicher Ablauf
V.1.1.2. Das Unternehmen
V.1.1.3. Die Manager
V.1.1.4. Die Aktionäre
V.1.2. Das Vertragsproblem
V.1.3. Der soziale Anreiz und CSR Investitionen
V.2. Zusammenfassungen der Ergebnisse des Modells von Baron (2008)
VI. STILISIERTE FAKTEN UND FAZIT
VII. APPENDIX
VII.1. Appendix zu Kapitel III Konsumenten mit sozialen Präferenzen
VII.1.1 Gleichgewicht mit unterschiedlichen reinen Strategien
VII.1.2. Exkurs: Beide Firmen wählen die gleiche Strategie: Nicht investieren
VII.1.3. Gleichgewicht mit identischen reinen Strategien
VII.1.4. Exkurs: Gemischte Strategien
VII.1.5. Gefangenendilemma
VII.2. Appendix zu Kapitel IV Unternehmenseigner mit sozialen Präferenzen
VII.2.1. Homogene Investoren
VII.2.2. Heterogene Investoren
VII.3. Appendix zu Kapitel V Managementvertrag und Corporate Social Responsibility
VII.3.1. Der Manager
VII.3.2. Das Unternehmen
VII.3.3. Die Aktionäre
VII.3.4. Das Vertragsproblem
VII.3.5. Exkurs: Der Profitanreiz
VII.3.6. Exkurs: Der Nutzen des Managers
VII.3.7. Der soziale Anreiz und CSR-Investitionen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis formaler mathematischer Modelle zu untersuchen, inwieweit Corporate Social Responsibility (CSR) von Unternehmen als strategisches Instrument zur Gewinnmaximierung und Unternehmenswertsteigerung eingesetzt wird, anstatt lediglich als rein gemeinnütziges Engagement zu dienen.
III.1. Firms` Ethics, Consumer Boycotts, and Signalling
Im Modell existiert ein Cournot-Duopol mit Mengenwettbewerb zweier Firmen, die identische Produkte oder Dienstleistungen anbieten, sich aber in der Fertigungsweise unterscheiden können. Exemplarisch für moralisches oder unmoralisches Verhalten haben die Firmen in Periode 1 die Wahl einen umweltschädlichen Produktionsprozess zu wählen oder in die Verringerung von Emission zu investieren. Die entstehenden Kosten für die Reduzierung der individuellen Umweltbelastung können sich zwischen den Firmen unterscheiden. In Periode 2 wird das Verhalten der Firmen bekannt und die Konsumenten treffen ihre Kaufentscheidungen.
Glazer et. al. (2008) gehen davon aus, dass Konsumenten, die an einem Boykott beteiligt sind, gewillt sind das boykottierte Gut durch ein anderes, von einer sich moralisch und ethisch besser verhaltenden Firma zu einem höheren Preis zu substituieren. Konsumenten beobachten das Verhalten der Firmen. Moralische Kunden verweigern den Kauf bei unmoralischen Firmen. Ein gewisser Anteil von Konsumenten ist indifferent oder unmoralisch, sprich das Verhalten der Firma ist für den Konsum nicht von Bedeutung. Ein Teil der Konsumenten mit einer solchen Einstellung kann aber, auf Grund des privaten Nutzens eines Boykotts dazu bereit sein, falsche Signale über seine ethischen Präferenzen zu senden und einem Boykott beitreten.
I. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der CSR als strategisches Management-Tool und Darstellung der Relevanz für Unternehmen.
II. STRATEGISCHE APPLIKATIONEN VON CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY: Vorstellung der grundlegenden These, dass CSR zur langfristigen Gewinnmaximierung und Unternehmenswertsteigerung beitragen kann.
III. KONSUMENTEN MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN: Untersuchung, wie Firmen durch CSR auf Konsumenten reagieren können, um Boykotten entgegenzuwirken und Gleichgewichte im Wettbewerb zu finden.
IV. AKTIONÄRE MIT SOZIALEN PRÄFERENZEN: Analyse der Auswirkungen von CSR auf den Aktienpreis unter der Bedingung, dass Investoren soziale Aktivitäten wertschätzen.
V. MANAGEMENTVERTRAG UND CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY: Betrachtung von CSR aus unternehmensinterner Sicht und Analyse der Anreizgestaltung für Manager.
VI. STILISIERTE FAKTEN UND FAZIT: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und deren Bedeutung für die strategische Nutzung von CSR.
Corporate Social Responsibility, CSR, Gewinnmaximierung, Strategisches Management, Konsumentenboykott, Soziale Präferenzen, Aktionäre, Mathematische Modelle, Cournot-Duopol, Anreizsysteme, Prinzipal-Agent-Problem, Unternehmenswert, Nachhaltigkeit, Signaling, Spieltheorie.
Die Arbeit untersucht, ob Corporate Social Responsibility (CSR) als strategisches Werkzeug genutzt werden kann, um den Unternehmenswert und den langfristigen Profit zu steigern, statt es nur als philanthropisches Engagement zu betrachten.
Die zentralen Felder sind die Rolle von Konsumenten mit sozialen Präferenzen, die Reaktion von Aktionären auf CSR-Maßnahmen sowie die Anreizstrukturen innerhalb von Managementverträgen für soziale Investitionen.
Das Ziel ist der formale Nachweis mittels mathematischer Modelle, dass Unternehmen soziale Präferenzen von Anspruchsgruppen instrumentalisieren können, um ihre eigenen ökonomischen Ziele zu erreichen.
Es werden verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Artikel analysiert, die mithilfe mathematischer Modellierung (z.B. Cournot-Duopol, Prinzipal-Agent-Ansätze) die strategischen Aspekte von CSR formal beweisen.
Im Hauptteil werden drei spezifische Modelle diskutiert: CSR als Antwort auf Konsumentenboykotte (Glazer et al.), die Modigliani-Miller-Theorie zu altruistischem CSR bei Investoren (Graff Zivin und Small) sowie die Gestaltung von Managementverträgen für CSR (Baron).
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie CSR, strategisches Management, Gewinnmaximierung, Spieltheorie und soziale Präferenzen.
Durch soziale Präferenzen können Konsumenten Unternehmen bei unethischem Verhalten boykottieren, was Firmen dazu zwingt, in CSR zu investieren, um Marktanteile zu sichern oder durch Produktdifferenzierung höhere Gewinne zu erzielen.
Das Ergebnis zeigt, dass bei homogenen Investoren CSR den Aktienpreis nicht beeinflusst, während bei heterogenen Investoren mit ausgeprägten sozialen Präferenzen CSR-Investitionen den Firmenwert sogar steigern können.
Manager entscheiden über die soziale Allokation im Unternehmen. Ihre Motivation hängt von ihrem Arbeitsvertrag, dem Profitanreiz und ihrer persönlichen Wertschätzung für soziale Projekte ab, wobei ihre Fähigkeit eine entscheidende Rolle für den Unternehmenserfolg spielt.
Nein, der Effekt von CSR auf den Gewinn ist stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. In wirtschaftlich schwachen Zeiten können zu hohe CSR-Ausgaben sogar negative Auswirkungen auf den finanziellen Unternehmenserfolg haben.
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