Diplomarbeit, 2009
102 Seiten, Note: 2,0
1. Untersuchungsgegenstand und Zielsetzungen
2. Die Sportartikelindustrie vor der RBK-Übernahme
2.1. Marktanalyse
2.1.1. Definitionen und Segmente
2.1.2. Sportschuhe
2.1.3. Sportbekleidung
2.1.4. Sportausrüstung
2.2. Wettbewerbsanalyse
2.2.1. Allgemeine Wettbewerbssituation
2.2.2. Branchenführer Nike
2.2.3. Branchenzweiter adidas-Salomon
2.2.4. Branchendritter Reebok
2.2.5. Branchenvierter Puma
2.3. Trends und Margen-Entwicklung in der Sportartikelindustrie
2.4. Sportartikelindustrie und die Reebok Übernahme
2.4.1. Konsolidierungstendenzen
2.4.2. Implikationen, Chancen und Risiken der RBK-Übernahme
2.5. Zwischenfazit
3. Unternehmens- und Synergiebewertung
3.1. Marktwert des Eigenkapitals von RBK
3.2. Marktwert der Nettoverbindlichkeiten von RBK
3.3. Bewertung mit Multiplikatoren vergleichbarer Unternehmen
3.3.1. Festlegung von Vergleichbarkeitskriterien
3.3.2. Auswahl von Multiplikatoren
3.3.3. Methoden der Durchschnittsbildung
3.3.4. Konkretisierung von Vergleichbarkeitskriterien im Fall RBK
3.3.5. Wertermittlung und Ergebnisse
3.4. Bewertung mit Multiplikatoren vergleichbarer Transaktionen
3.5. Discounted-Cash-Flow-Bewertung von RBK
3.5.1. Annahmen des Bewertungsmodells
3.5.2. Ermittlung der Kapitalkosten
3.5.3. RBKs Fundamentalwert und Sensitivitätsanalyse
3.6. Bewertung der Synergien mittels DCF
3.7. Zwischenfazit
4. Analyse und Interpretation der Marktreaktionen
4.1. Untersuchte Ereignisse
4.2. Aufbau und Methodik der Ereignisstudien
4.3. Untersuchungsergebnisse und Erklärungsansätze
4.3.1. Ereignisstudie: Übernahmeankündigung
4.3.2. Ereignisstudien: Abschluss der Transaktion
4.4. Weiterführende Interpretationen
4.5. Zwischenfazit
5. Post Merger Integration und Konzernperformance
5.1. Ablauf der Integration
5.2. Performancevergleich bis 2008
5.3. Zwischenfazit
6. Abschließende Beurteilung
Die Arbeit analysiert die Übernahme von Reebok International Ltd. durch die adidas-Salomon AG im Jahr 2005. Ziel ist es zu untersuchen, ob die Transaktion zum Zeitpunkt der Ankündigung wertschaffend oder wertvernichtend für die Anteilseigner der adidas-Salomon AG war, unter besonderer Berücksichtigung der Synergie-Erwartungen und der Marktreaktionen.
1. Untersuchungsgegenstand und Zielsetzungen
Am frühen Morgen des 03.08.2005 informiert eine Ad-hoc-Mitteilung der adidas-Salomon AG (AD) die Märkte darüber, dass der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach alle ausstehenden Aktien seines langjährigen amerikanischen Konkurrenten Reebok International Ltd. (RBK) aufkaufen wird. Die Gremien beider Unternehmen haben sich auf einen Preis von 59,00 US$ je Aktie geeinigt. Gegenüber dem Schlusskurs der RBK-Papiere vom 02.08.2005 entspreche dieses Gebot einer Prämie von rund 34,2%. Der Gesamtwert der Transaktion, die im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen werden solle und zuvor noch der Zustimmung von Kartellbehörden und RBK-Aktionären bedürfe, betrage über 3,84 Mrd. US$.
Diese Meldung überrascht die Marktteilnehmer sichtlich. Im Zuge des Konsolidierungstrends erlebte die Sportartikelindustrie in den davorliegenden Jahren und Monaten zwar mehrere Akquisitionen kleinerer Hersteller, jedoch hätten wohl nur die Wenigsten damit gerechnet, dass der Branchenzweite AD den nach Umsatz Branchendritten RBK aufkauft. Infolge dieser bis dahin größten Transaktion in der Geschichte der Sportartikelindustrie entsteht ein Unternehmen, welches mit rund 11,7 Mrd. US$ über fünf Mal mehr Umsatz erwirtschaftet als der nächstgroße Konkurrent Puma und ca. 2 Mrd. US$ weniger als der bisherige Branchenprimus Nike.
Im Anschluss an die Ankündigung der Übernahme spricht der AD Vorstandschef Herbert Hainer von einem strategischen Meilenstein innerhalb der Industrie sowie von einer einmaligen Gelegenheit zwei führende Sportartikelhersteller in einem Unternehmen zu vereinen, welches insbesondere im US-Markt schneller expandieren und die weltweit führende Position in den Segmenten Sportschuhe, Sportbekleidung und Sportausrüstung einnehmen könne. Zusätzlich zu den strategischen Wettbewerbsvorteilen verspricht sich AD durch die Zusammenlegung der Unternehmen jährliche Kosteneinsparungen von mind. 125 Mio. EUR sowie erhebliche Erlössynergien, die spätestens ab 2008 in voller Höhe realisiert werden sollen. Derart positive Erwartungen bezüglich der gemeinsamen Zukunft von AD und RBK werden jedoch nicht von allen Analysten geteilt.
1. Untersuchungsgegenstand und Zielsetzungen: Das Kapitel führt in die Reebok-Übernahme durch adidas-Salomon ein und legt das Ziel der Arbeit fest, den Wert der Akquisition analytisch zu beurteilen.
2. Die Sportartikelindustrie vor der RBK-Übernahme: Es wird die Lage der Industrie vor 2005 sowie die Marktpositionen der vier Hauptakteure Nike, adidas-Salomon, Reebok und Puma beschrieben.
3. Unternehmens- und Synergiebewertung: Hier erfolgt die fundamentale Wertermittlung von Reebok und die Bewertung potenzieller Synergien mittels verschiedener Multiplikatoren- und DCF-Ansätze.
4. Analyse und Interpretation der Marktreaktionen: Dieses Kapitel untersucht mittels Ereignisstudien, wie die Kapitalmärkte auf die Ankündigung und den Abschluss der Übernahme reagierten.
5. Post Merger Integration und Konzernperformance: Die Arbeit analysiert den Integrationsverlauf sowie die operative Performance des fusionierten Konzerns im Vergleich zu den Wettbewerbern bis zum Jahr 2008.
6. Abschließende Beurteilung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der gezahlte Kaufpreis für Reebok vermutlich zu hoch war.
Reebok, adidas-Salomon, M&A, Unternehmensbewertung, Sportartikelindustrie, Synergien, DCF-Modell, Multiplikatoren, Ereignisstudie, Übernahmeprämie, Konsolidierung, Performancevergleich, Kapitalmarkt, Wertvernichtung, Strategie
Die Diplomarbeit untersucht die strategische und ökonomische Sinnhaftigkeit der Übernahme von Reebok International Ltd. durch die adidas-Salomon AG im Jahr 2005.
Die zentralen Felder umfassen die Marktanalyse der globalen Sportartikelindustrie, Unternehmensbewertungsmethoden, die Analyse von Marktreaktionen durch Ereignisstudien sowie die Post-Merger-Integration.
Ziel ist es, zu klären, ob die Reebok-Transaktion zum Zeitpunkt der Ankündigung tatsächlich Wert für die Aktionäre von adidas-Salomon schaffte oder ob sie eine Wertvernichtung darstellte.
Die Arbeit nutzt zur Bewertung von Reebok Multiplikatoren-Analysen (CCA) und Discounted-Cash-Flow-Modelle (DCF). Zudem wird die Marktreaktion durch ereignisstudienbasierte Analyse abnormaler Renditen (AR) gemessen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Branchenanalyse, die fundamentale Wertermittlung von Reebok, die Bewertung der Synergiepotenziale, eine Ereignisstudie zu den Kursreaktionen und einen Performancevergleich bis 2008.
Zu den Schlüsselwörtern gehören u.a. Sportartikelindustrie, Unternehmensbewertung, M&A (Mergers & Acquisitions), Synergien und Ereignisstudien.
Dieser Stichtag wird gewählt, um eine unverzerrte Basis für die Bewertung zu erhalten, da die Zahlen ab 2005 bereits durch die Auswirkungen des Übernahmeprozesses beeinflusst wären.
Die Übernahme von The Hockey Company (THC) durch Reebok im Jahr 2004 verzerrte bestimmte Bilanzpositionen, weshalb sie für eine saubere Berechnung der historischen Durchschnittswerte in den Bewertungsmodellen ausgeklammert wurde.
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