Examensarbeit, 2006
92 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Landschaftsgestaltung durch Herbivoren
2.1 Die natürliche Vegetation Mitteleuropas
2.1.1 Bisheriges Bild
2.1.2 Die Mosaik-Zyklus-Theorie
2.2 Einfluss der großen Herbivoren auf die Landschaftsstruktur
2.2.1 Tiere der letzten Eiszeit und des davor liegenden Interglazials
2.2.2 Ausrottung/Aussterben der Megaherbivoren
2.2.2.1 Die Klimahypothese
2.2.2.2 Der Einfluss des jagenden Menschen auf die Tierwelt Mitteleuropas – die Overkillhypothese
2.3 Megaherbivoren und Landschaft im Quartär - die Megaherbivorentheorie
2.3.1 Die natürlich vorkommenden Herbivoren Mitteleuropas im Quartär ohne Einfluss des Menschen
2.3.2 Ökologische Nischen der Herbivoren des Interglazials
3 Huteweidung
3.1 Begriffsdefinition und Bedeutung
3.2 Aufgabe der Landschaftspflege
4 Landschaftspflege durch große Pflanzenfresser
4.1 Pferde in der Landschaftspflege und ihre Eignung
4.1.1 Abstammung und Lebensraum
4.1.2 Vorstellung einiger typischer Pferderassen und ihr Einsatz in der Landschaftspflege
4.1.2.1 Das Exmoor-Pony
4.1.2.2 Das Przewalski-Pferd
4.1.2.3 Konik
4.1.2.4 Tarpan
4.1.2.5 Weitere Pferderassen
4.2 Rinder in der Landschaftspflege und ihre Eignung
4.2.1 Abstammung und Lebensraum
4.2.2 Vorstellung ausgewählter Rinderrassen und ihr Einsatz in der Landschaftspflege
4.2.2.1 Heckrind
4.2.2.2 Highland
4.2.2.3 Galloway
5 Große wilde Pflanzenfresser – Landschaftspflege als Überlebenschance für bedrohte und einheimische Megaherbivoren am Beispiel des Wisents
5.1 Biologie des Wisents
5.2 Ehemalige Verbreitung und Ausrottung
5.3 Rückkehr
5.4 Bedrohung in heutiger Zeit
5.5 Einsatz in der Landschaftspflege als Überlebenschance
5.6 Experteninterview mit dem Diplom-Biologen Uwe Lindner
6 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz großer wilder und domestizierter Pflanzenfresser (Megaherbivoren) als innovatives Konzept für die Landschaftspflege. Ziel ist es, die ökologische Bedeutung dieser Tiere aufzuzeigen, um den Erhalt bedrohter Lebensräume und Arten sicherzustellen und eine kostengünstige Alternative zur mechanischen Mahd zu bieten.
4.1.2.1 Das Exmoor-Pony
Das Exmoor-Pony gilt als letzter reiner Nachfahre des eiszeitlichen Urponys, als unverfälschteste und ursprünglichste Pferderasse Nordwest- und Mitteleuropas.
Typisch für dieses Tier sind die hell umrandeten Augen (Krötenaugen), das kleiefarbene „Mehlmaul“ und die heller gefärbten Innenseiten der Schenkel und des Bauches. Der Körperbau ist eher stämmig. Das Exmoor-Pony besitzt eine breite Stirn und kurze, dicke, spitze Ohren und eine tiefe, breite Brust. Der Rücken ist mittellang und die Lende kräftig ausgebildet. Es handelt sich bei dieser Pferderasse um ein Pony mit trockenem Fundament, kräftigen Gelenken und harten Hufen, die einen sicheren Tritt gewährleisten. Generell lässt sich sagen, dass Exmoor-Ponys einen guten Charakter besitzen.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Problematik der Landschaftsgestaltung durch Megaherbivoren und Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Landschaftsgestaltung durch Herbivoren: Analyse der natürlichen Vegetationsdynamik und des historischen Einflusses großer Pflanzenfresser auf das Landschaftsbild.
3 Huteweidung: Untersuchung der historischen Waldweide-Tradition und ihrer Bedeutung für die Offenhaltung von Landschaften.
4 Landschaftspflege durch große Pflanzenfresser: Praktische Anwendung und Eignung verschiedener Rinder- und Pferderassen in modernen Beweidungsprojekten.
5 Große wilde Pflanzenfresser – Landschaftspflege als Überlebenschance für bedrohte und einheimische Megaherbivoren am Beispiel des Wisents: Detaillierte Darstellung des Wisents als Modellorganismus für Artenschutz und ökologische Landschaftspflege.
6 Resümee und Ausblick: Kritische Würdigung der Megaherbivorentheorie und Bewertung der Chancen für zukünftige Naturschutzkonzepte.
Megaherbivoren, Landschaftspflege, Beweidung, Naturschutz, Biodiversität, Wisent, Exmoor-Pony, Heckrind, Highland-Rind, Galloway, Huteweidung, Artenvielfalt, Mosaik-Zyklus-Theorie, Overkillhypothese, Wiederansiedlung.
Die Arbeit befasst sich mit der ökologischen Funktion großer Pflanzenfresser bei der Gestaltung von Kultur- und Naturlandschaften sowie ihrem Potenzial zur Förderung der Biodiversität.
Im Fokus stehen die Megaherbivorentheorie, die Rolle der Huteweidung, die Eignung domestizierter Rassen für den Naturschutz sowie die spezifische Schutzsituation des Wisents.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der gezielte Einsatz großer Pflanzenfresser eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch tragfähige Alternative zu herkömmlichen Pflegemaßnahmen wie der Mahd darstellt.
Es handelt sich um eine theoretische Examensarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachquellen und Projektdokumentationen basiert.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der mitteleuropäischen Landschaft, stellt verschiedene für die Beweidung geeignete Rinder- und Pferderassen vor und erörtert die Biologie und Wiederansiedlung des Wisents.
Wichtige Begriffe sind Megaherbivoren, Landschaftspflege, Artenvielfalt, Beweidung, Wisent, Naturschutz sowie spezifische Rinderrassen wie Galloway und Highland.
Es gilt als sehr robuste, ursprüngliche Rasse, die hervorragend an raue Witterung angepasst ist und in Naturschutzgebieten wie dem Solling effizient zur Offenhaltung von Flächen beiträgt.
Neben der starken genetischen Verarmung (Genetischer Flaschenhals) und Anfälligkeit für Krankheiten sind es vor allem die Zersiedelung der Landschaft, Wilderei und mangelnde Akzeptanz in der Landwirtschaft.
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