Diplomarbeit, 2009
136 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Gliederung
1.2 Fragestellung
1.3 Definition
2. Einführung in die Thematik
2.1 Der Koran
2.1.1 Der historische Kontext des Korans
2.1.2 Die Sunna und die Hadithe
2.2 Der Konflikt zwischen Individuum und Großfamilie
2.3 Die Geschlechterrollen im Islam
2.4 Die Bedeutung von Ehe und Familie im Islam
3. Feminismus im Islam
3.1 Der Feminismusbegriff
3.2 Der islamische Feminismus im globalen Kontext
3.3 Die Klassifizierung der verschiedenen Strömungen
3.3.1 Der islamische Feminismus
3.3.2 Der reformorientierte/muslimische Feminismus
3.3.3 Der säkulare und der islamistische Feminismus
3.4 Die historische Entwicklung des islamischen Feminismus im arabischen Raum
3.4.1 Die frühe Phase des islamischen Feminismus
3.4.2 Die erste Phase des islamischen Feminismus (um 1860-1920)
3.4.3 Die zweite Phase des islamischen Feminismus (um 1920-1970)
3.4.4 Die dritte Phase des islamischen Feminismus (um 1970 bis jetzt)
3.4.5 Die Frauenbewegung heute
3.4.6 Ägypten
4. Die Feministinnen im Islam und ihre Ziele
5. Handlungsfelder feministischer Frauen auf rechtlicher Ebene
5.1 Die weibliche Koranexegese
5.1.1 Die Scharia
5.1.2 Der Koran und seine Lesarten
5.1.3 Das emanzipatorische Potential des Islam
5.1.4 Die feministische Theologie
5.1.5 Der exegetische Umgang mit dem Koran bei der muslimischen Bevölkerung
5.2. Der Missbrauch des Islams als Ursache für die Unterdrückung der Frauen
5.2.1 Die Grundlagen der männlichen Dominanz
5.2.2 Die Schöpfung
5.2.3 Das Konzept der Betonung von Tugend und Sittlichkeit
5.2.4 Das Konzept der Geschlechtertrennung
5.3 Die Reformation des islamischen Familien- und Eherechts
5.3.1 Die Vorrangstellung des Mannes und die Gewalt gegen die Frauen
5.3.2 Die Polygamie
5.3.3 Die Verschleierung der Frauen
5.3.4 Das Recht auf Scheidung
5.3.5 Das Erbrecht
5.3.6 Das Zeugenrecht
5.4 Fazit
6. Handlungsfelder feministischer Frauen auf sozial-gesellschaftlicher Ebene
6.1 Vorislamische Traditionen als Ursache für die Unterdrückung der Frauen
6.2 Der Kampf gegen patriarchalische Gesellschaftsstrukturen
6.3 Die Schulbildung und Alphabetisierung der Frauen
6.4 Das Mindestalter bei Eheschließung
6.5 Die weiblichen Vorbilder im Islam
6.6 Frauen der Oberschicht vs. Frauen der Unterschicht
6.7 Fazit
7. Handlungsfelder feministischer Frauen auf politisch-wirtschaftlicher Ebene
7.1 Der Kampf für Demokratisierung
7.2 Der Kampf gegen Kolonialismus und Neokolonialismus
7.3 Die politische Partizipation der Frauen
7.4 Das wirtschaftliche Empowerment der Frauen
7.5 Die Berufstätigkeit der Frauen
7.6 Die interkulturelle Auseinandersetzung mit dem Thema „Frau und Islam“
7.7 Die Vernetzung islamischer Frauen
7.8 Fazit
8. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frauenrechtsbewegungen in islamisch geprägten Ländern, insbesondere im nahöstlichen und arabischen Raum. Das Hauptziel besteht darin, den "Gender-Jihad" als Kampf islamischer Feministinnen für Gleichberechtigung und gegen patriarchalische Strukturen sichtbar zu machen und aufzuzeigen, dass diese Frauen mittels einer weiblichen Koranauslegung und Theologie gegen religiös begründete Repressionen vorgehen.
2.1.1 Der historische Kontext des Korans
Die vorislamische Zeit wird als „djahiliya“ bezeichnet. Für orthodoxe Muslime herrschten in ihr Finsternis, Unwissenheit, Unwahrheit und Unreinheit. Der Koran entspricht im Kern der Sprache dieser Zeit. Er wurde so geschrieben, dass er vom damaligen einfachen Volk verstanden werden konnte. Der Koran richtet sich fast ausschließlich an Männer, genau wie die Bibel, da Frauen im öffentlichen Leben eine untergeordnete Rolle spielten. Für die damalige Nomadenkultur waren Sklaverei, Polygamie, Blutrache und die aus den permanenten Stammesfehden resultierende Gewalt üblich. Die Frau war bei vielen Stämmen ein rechtloses Wesen. Sie nahm eine nur unwesentlich höhere Stellung als ein Sklave ein.
Ihr Wirkungsfeld beschränkte sich auf einen Teil des Hauses, während sich der Mann auch in der äußeren Welt aufhielt. Diese Gesellschaft war eine Männergesellschaft, das heißt, Männer waren der dominierende und einzig anerkannte Teil der Bevölkerung. Daher auch die unterschiedliche Bewertung von Männern und Frauen. Frauen waren einem Vormund unterstellt. Zuerst dem Vater, nach der Hochzeit dem Ehemann. Zum Missbrauch der männlichen Vorherrschaft kam es unter anderem bei der Interpretation der Heiligen Schriften durch ausschließlich männliche Theologen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden so die vom Koran verliehenen Rechte der Frau beschnitten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die westliche Wahrnehmung der muslimischen Frau und führt in die Thematik des "Gender-Jihad" als eigenständige feministische Befreiungsbewegung ein.
2. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel klärt die religiösen und sozialen Grundlagen des Islams, einschließlich Koran, Sunna und der traditionellen Bedeutung von Ehe und Familie.
3. Feminismus im Islam: Hier werden der Feminismusbegriff im islamischen Kontext, die verschiedenen Strömungen und die historische Entwicklung der Bewegung im arabischen Raum detailliert dargelegt.
4. Die Feministinnen im Islam und ihre Ziele: Dieses Kapitel fasst die zentralen Forderungen und Ziele der feministischen Frauenbewegung zusammen, die oft unter dem Banner der Religion für Gleichberechtigung kämpfen.
5. Handlungsfelder feministischer Frauen auf rechtlicher Ebene: Fokus auf weibliche Koranexegese, Theologie und die notwendige Reformation des Familien- und Eherechts zur Bekämpfung von Diskriminierung.
6. Handlungsfelder feministischer Frauen auf sozial-gesellschaftlicher Ebene: Analyse vorislamischer Traditionen, des Kampfes gegen patriarchale Strukturen sowie der Bedeutung von Bildung und Alphabetisierung.
7. Handlungsfelder feministischer Frauen auf politisch-wirtschaftlicher Ebene: Diskussion über Demokratisierung, politische Partizipation, wirtschaftliches Empowerment und internationale Vernetzung islamischer Frauen.
8. Resümee: Eine abschließende Betrachtung, die betont, dass die Befreiung der Frau als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und notwendige Bedingung für eine moderne, demokratische Entwicklung gesehen werden muss.
Gender-Jihad, Islamischer Feminismus, Koranexegese, Scharia, Frauenrechte, Patriarchat, Gleichberechtigung, Religion, Emanzipation, Ägypten, Polygamie, Verschleierung, Frauenbewegung, Neokolonialismus, Empowerment.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bewegung muslimischer Frauen in islamisch geprägten Ländern, die sich aktiv für Gleichberechtigung, moderne Rollenbilder und eine Neuauslegung des Korans einsetzen.
Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab: von den theologischen Grundlagen über die rechtliche Situation im Familienrecht bis hin zu sozialen und politisch-wirtschaftlichen Handlungsfeldern der Frauenrechtsbewegung.
Ziel ist es zu zeigen, wie gläubige Frauen den "Gender-Jihad" führen, um patriarchalische Strukturen von innen heraus durch eine weibliche Koranauslegung zu verändern und Gleichstellung zu erreichen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die arabische Frauenbewegungen aus dem Blickwinkel islamischer Feministinnen betrachtet und theoretisch fundiert.
Der Hauptteil analysiert detailliert, wie religiöse Texte (Koran, Scharia) instrumentalisiert werden, um Frauen zu unterdrücken, und wie dem durch feministische Theologie und politisches Engagement entgegengewirkt wird.
Kernbegriffe sind Gender-Jihad, islamischer Feminismus, Koranexegese, Scharia, Patriarchat und Frauenrechte.
Ägypten dient als detailliertes Fallbeispiel, um die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der Frauenbewegung und deren Wandel über das 19. und 20. Jahrhundert hinweg aufzuzeigen.
Er beschreibt die "große Anstrengung" oder den "Kampf" muslimischer Frauen für die Gleichstellung und eine moderne, frauenfreundliche Interpretation ihres Glaubens.
Die Einstellung ist kontrovers: Einige sehen darin ein Symbol ihrer muslimischen Identität, während andere sie als Mittel zur politischen Unterdrückung kritisieren, das den Zugang zum öffentlichen Leben behindert.
Bildung und Alphabetisierung werden als essenziell für die Befreiung erachtet, da erst ein fundiertes Wissen über die eigenen Rechte es Frauen ermöglicht, sich gegen patriarchalische Instrumentalisierung zu wehren.
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