Examensarbeit, 2008
77 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Corporate Identity
2.1 Was ist Corporate Identity?
2.2 Merkmale
2.2.1 Personencharakter
2.2.2 Ganzheitlichkeit
2.2.3 Prozesscharakter
2.2.4 Langfristigkeit
2.2.5 Vertrauen und Identifikation
2.3 Entstehung
2.3.1 CI in der Wirtschaft
2.3.2 CI in der Wissenschaft
3 Die Elemente des Corporate Identity-Managements
3.1 Corporate Culture
3.2 Corporate Philosophy
3.3 Corporate Identity-Instrumente
3.3.1 Corporate Behavior
3.3.2 Corporate Communication
3.3.3 Corporate Design
3.4 Corporate Image
4 Ziele von CI
4.1 Interne Ziele
4.2 Ziele nach außen
5 Warum CI an Schulen?
5.1 Gesellschafts- und bildungspolitische Anforderungen
5.2 Die Suche nach pädagogischer Identität
6 Grundgedanken zur Umsetzung von CI an Schulen
6.1 Vorbereitung
6.2 Information
6.3 Akzeptanzschaffung
6.4 Motivation
6.5 Das CI-Team
7 Die Schritte des CI-Prozesses
7.1 Analyse
7.1.1 Der Mannheimer C.I.-Test
7.1.2 Die Spinnenanalyse
7.2 Planungsphase
7.2.1 Von der Schulkultur zum Leitbild
7.2.2 Schulprogrammentwicklung und Corporate Identity
7.3 Strategische Maßnahmen
7.3.1 Corporate Behavior an Schulen
7.3.2 Corporate Communication an Schulen
7.3.3 Corporate Design an Schulen
7.4 Praktische Umsetzung
7.4.1 Rasteranalyse nach Regenthal
7.4.2 Kriterienbeschreibung mit Hilfe des ‘Orientierungsrahmens’
7.5 Kontrolle (und Steuerung)
7.5.1 Evaluation
7.5.2 Controlling
8 Schulprofil und Schulimage
9 Nutzen für die Schule
9.1 Schulinterner Nutzen
9.2 Nutzen nach außen
10 Widerstände und Kritik
10.1 Grenzen von CI
10.2 Kritik
10.3 Gegenargumente
11 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des betriebswirtschaftlichen Managementkonzepts „Corporate Identity“ auf den schulischen Kontext. Ziel ist es zu analysieren, wie Schulen durch eine strategische Identitätsbildung ihr Profil schärfen, die interne Zusammenarbeit stärken und nach außen ein glaubwürdiges Image aufbauen können, um sich in einem wettbewerbsorientierten Bildungsmarkt zu behaupten.
3.3.1 Corporate Behavior
Wenn die Unternehmenspersönlichkeit sowohl intern als auch extern wirksam sein soll, muss die Philosophie mit den (theoretisch) aufgestellten Grundsätzen realisiert werden. Deshalb wird dem Handeln aller Beteiligten, dem ‘Unternehmens-Verhalten’, innerhalb der Corporate Identity die größte Bedeutung beigemessen (vgl. Birkigt 1985: 24; Herbst 2006: 65f.). Eine Erläuterung des Begriffs bietet u. a. Stender-Monhemius: „Corporate Behavior bezweckt die in sich schlüssige und damit widerspruchsfreie Ausrichtung aller Verhaltensweisen der Unternehmensmitglieder (vom Top-Management bis zum Pförtner).“ (Stender-Monhemius 1999: 48)
Das Corporate Behavior zeigt sich vor allem im Sozialverhalten – im alltäglichen Umgang der Beschäftigten untereinander und dem Benehmen gegenüber Kunden und Lieferanten. Insbesondere im Dienstleistungssektor und bei Non-Profit-Organisationen spielt das Handeln der Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Da in diesen Fällen meist keine materiellen Leistungen bewertet werden können, beurteilt z. B. ein Kunde das Unternehmen danach, wie freundlich, zielgerichtet und umfassend ihm geholfen wird. (vgl. Herbst 2006: 65f.) Dies beweist, dass neben den sozialen Interaktionen auch sachlichere Inhalte wie z.B. die Produktpolitik oder das Preis- und Finanzierungsverhalten ein einheitliches und stimmiges Handeln voraussetzen. (vgl. Birkigt 1985: 25) Das Corporate Behavior ist folglich verantwortlich dafür, ob die Philosophie des Unternehmens nur auf dem Papier Bestand hat oder tatsächlich gelebt wird. Hierin zeigt sich erneut, dass die Stärke einer Organisation von ihrer Glaubwürdigkeit abhängt. Herbst fragt deshalb: „Was nutzen die originellste Erscheinung und die vollmundigsten Versprechungen der Kommunikation, wenn das Handeln nicht stimmt?“ (Herbst 2006: 66)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den zunehmenden Wettbewerbsdruck auf Schulen und begründet die Notwendigkeit, Managementkonzepte zur Profilierung zu nutzen.
2 Corporate Identity: Dieses Kapitel definiert Corporate Identity als ganzheitlichen Identitätsprozess und erläutert dessen Merkmale sowie die Entstehungsgeschichte.
3 Die Elemente des Corporate Identity-Managements: Hier werden die Bausteine Kultur, Philosophie, Identitäts-Instrumente (Verhalten, Kommunikation, Design) und Image detailliert analysiert.
4 Ziele von CI: Dieses Kapitel stellt interne Ziele, wie die Stärkung des Wir-Gefühls, und externe Ziele, wie die Imageprofilierung gegenüber der Öffentlichkeit, gegenüber.
5 Warum CI an Schulen?: Es werden bildungspolitische Anforderungen und die Suche nach pädagogischer Identität als Motive für den Einsatz von CI an Schulen diskutiert.
6 Grundgedanken zur Umsetzung von CI an Schulen: Der Fokus liegt auf der Vorbereitung, Information, Akzeptanzschaffung und Motivation zur Implementierung sowie der Bildung eines CI-Teams.
7 Die Schritte des CI-Prozesses: Dieses Kapitel bietet einen Leitfaden für den Prozessablauf: von der Analyse über die Planung und strategische Maßnahmen bis hin zur praktischen Umsetzung und Kontrolle.
8 Schulprofil und Schulimage: Hier wird verdeutlicht, wie sich Schulprofil und Image gegenseitig bedingen und durch eine strategische Ausrichtung gestaltbar werden.
9 Nutzen für die Schule: Es wird zusammengefasst, welchen internen und externen Mehrwert eine starke, gelebte Schulidentität bietet.
10 Widerstände und Kritik: Dieses Kapitel befasst sich mit Grenzen von CI, kritischen Stimmen und gängigen Gegenargumenten im schulischen Umfeld.
11 Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert die Erfolgsaussichten und verweist auf ergänzende Managementmethoden wie Kaizen oder Benchmarking.
Corporate Identity, Schulmanagement, Schulentwicklung, Schulprofil, Schulimage, Corporate Culture, Corporate Behavior, Corporate Communication, Corporate Design, Identitätsmanagement, Leitbild, pädagogische Identität, Wir-Gefühl, Qualitätsentwicklung, Non-Profit-Organisationen.
Die Arbeit untersucht, wie staatliche Schulen betriebswirtschaftliche Prinzipien des Corporate Identity-Managements nutzen können, um sich besser zu profilieren und ihre Qualität zu sichern.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Corporate Identity, die Übertragung dieser Konzepte auf den Bildungssektor sowie konkrete, praxisnahe Umsetzungsschritte für Schulen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schulen durch eine schlüssige Identitätsstrategie sowohl intern (Identifikation der Beteiligten) als auch extern (glaubwürdige Außenwahrnehmung) erfolgreicher agieren können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Zusammenführung von wirtschaftswissenschaftlichen Managementkonzepten mit pädagogischen Schulentwicklungsansätzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der CI-Elemente, die Begründung für CI an Schulen und einen praktischen Umsetzungsleitfaden für die Schulleitung.
Begriffe wie ganzheitlicher Identitätsprozess, Leitbild, Schulkonzept, interne und externe Kommunikation sowie die methodische Spinnenanalyse sind für das Verständnis essenziell.
Dies ist ein von Regenthal vorgeschlagenes, einfaches und kostengünstiges Messinstrument, mit dem Schulen ihren Ist-Zustand und ihre Zielvorstellungen visualisieren und bewerten können.
Schulen unterliegen anderen Rahmenbedingungen, wie etwa einer höheren Fluktuationsrate bei Schülern und einem eingeschränkten Autonomiespielraum im Vergleich zu Wirtschaftsunternehmen.
Sie nimmt Kritiker ernst, weist jedoch darauf hin, dass die meisten Widerstände auf Missverständnissen über die Begriffe oder auf mangelnde Ressourcen zurückzuführen sind, was durch gute Vorbereitung entschärft werden kann.
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