Examensarbeit, 2018
76 Seiten, Note: 1,00
Die vorliegende Arbeit untersucht den „Wallenstein-Sommer“ in Memmingen, eine historische Veranstaltung, die seit 1980 jährlich stattfindet und den Aufenthalt des berühmten Feldherrn Albrecht von Wallenstein in der Stadt im Jahr 1630 nachspielt. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern der „Wallenstein-Sommer“ Geschichte vermittelt und welche Chancen und Risiken diese Form der Geschichtsvermittlung birgt. Im Mittelpunkt stehen die Analyse der historischen Begebenheiten, die Gestaltung des Festprogramms und die öffentliche Wahrnehmung der Veranstaltung.
Die Einleitung stellt die Thematik des „Wallenstein-Sommers“ in Memmingen im Kontext der historischen Festkultur in Bayern vor und erläutert die Problematik der Geschichtsvermittlung durch historische Veranstaltungen. Kapitel 1 beschäftigt sich mit der Definition des historischen Fests und seinen Möglichkeiten und Risiken bei der Vermittlung von Geschichte. Kapitel 2 beleuchtet die Person Wallensteins im Dreißigjährigen Krieg und seine Bedeutung für die Stadt Memmingen. Kapitel 3 zeichnet die Entwicklung der Wallenstein-Veranstaltungen in Memmingen bis zur Gegenwart nach, einschließlich der kontroversen Debatte um die historische Relevanz des Festes. Kapitel 4 beschreibt den Programmablauf des „Wallenstein-Sommers“ und seine historische Einbettung, wobei die verschiedenen Elemente der Veranstaltung, wie der Einzug Wallensteins, der historische Gottesdienst, die „Beschau der Weberwar“ und das Lagerleben, im Detail beleuchtet werden. Die Ergebnisse der Analyse werden in Kapitel 5 dargestellt, die sich insbesondere mit den Fragen der „feierlichen“ Inszenierung, der historischen Genauigkeit und der Geschichtsvermittlung durch den „Wallenstein-Sommer“ auseinandersetzen.
Geschichtsvermittlung, historisches Fest, Wallenstein, Dreißigjähriger Krieg, Memmingen, Festkultur, „Wallenstein-Sommer“, Geschichtsbewusstsein, Rezeption, „Imitatio historiae“, „Luxurierung“, Chronik, Quellenkritik, historische Genauigkeit, öffentliche Wahrnehmung.
Ein seit 1980 stattfindendes historisches Fest, das den Aufenthalt des Feldherrn Wallenstein in Memmingen im Jahr 1630 nachspielt.
Wallenstein war ein kriegerischer und zwiespältiger Feldherr des Dreißigjährigen Krieges, weshalb seine „Feier“ in der Bevölkerung oft diskutiert wird.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen historischer Genauigkeit („Imitatio historiae“) und Event-Charakter („Luxurierung“).
Zu den Highlights zählen der feierliche Einzug Wallensteins, das Lagerleben, der historische Kirchgang und die „Beschau der Weberwar“.
Es wird analysiert, inwiefern Zuschauer durch das „Nachspiel“ ein Interesse an der Geschichte entwickeln oder ob die Unterhaltung im Vordergrund steht.
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