Bachelorarbeit, 2009
76 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Problemstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen, Begriffe und Definitionen
2.1 Grundstrategien der Unternehmenskultur und des Personalmanagements in internationalen Unternehmen
2.2 Gegenstand und Ziele der Personalentwicklung
2.3 Internationale Personalentwicklung
2.3.1 Maßnahmen und Methoden der internationalen Personalentwicklung
2.3.2 Der Auslandseinsatz durch den Expatriate
2.3.3 Die Bedeutung von Kultur als Einflussfaktor auf das Verhalten
2.3.4 Interkulturelle Kompetenz als Gegenstand der internationalen Personalentwicklung
2.4 Theorien und Dimensionen zum Vergleich von Kulturen
2.4.1 Die Kulturdimensionen von Hall
2.4.2 Die Kulturdimensionen von Hofstede
3 Die Philippinen- ein lateinamerikanisches Land mitten in Asien
3.1 Kulturhistorische Entwicklung
3.2 Wirtschaftlicher Aufschwung
3.3 Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland
3.4 Unstabile Lage
4 Vergleich der Kulturen zwischen Deutschland und den Philippinen
4.1 Auswirkungen der Machtdistanz auf das Verhalten
4.2 Individualismus und Kollektivismus in der Organisation
4.3 Maskulinität und Femininität in der Organisation
4.4 Unsicherheitsvermeidung in der Gesellschaft
4.5 Auswirkungen der Langfrist-/ Kurzfristorientierung
4.6 Kritische Würdigung der Arbeit Hofstedes
4.7 Zusammenfassung des Kulturvergleichs
5 Ansatzpunkte für den Einsatz geeigneter Maßnahmen für die internationale Personalentwicklung
5.1 Interkulturelles Training
5.1.1 Vermittlung von Wissen auf der kognitiven Ebene
5.1.2 Der Einsatz von Rollenspielen auf der konativen Ebene
5.1.3 Die Motivation auf der affektiven Ebene
5.2 Interkulturelle Teams für die Projektarbeit
5.3 Look-and-see-trips als Schnupperreise im Gastland
5.4 Relocation Services als Starthilfe für den Einsatz im Ausland
5.5 Einsatz von Coaching- oder Mentorenprogrammen
5.6 Die Wiedereingliederung in die Heimat durch Rückkehrer Workshops
6 Kritische Betrachtung und Zusammenfassung der Arbeit
7 Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Herausforderungen der internationalen Personalentwicklung im Kontext von Auslandsentsendungen zu untersuchen und konkrete Handlungsmaßnahmen für deutsche Unternehmen zu entwickeln, die auf den Philippinen tätig sind, indem kulturelle Unterschiede wissenschaftlich fundiert gegenübergestellt werden.
4.1 Auswirkungen der Machtdistanz auf das Verhalten
Die Dimension der Machtdistanz oder auch Machtabstandstoleranz definiert die Akzeptanz der Mitglieder zur ungleichen Machtverteilung in der Gesellschaft. Auf Organisationen übertragen entspricht dies beispielsweise der Toleranz hinsichtlich starker Hierarchieunterschiede. In Ländern mit hoher Toleranz gegenüber Machtdistanz lassen sich starke Hierarchien feststellen. Zu diesen Ländern gehören viele mittel- und südamerikanische Staaten, sowie zahlreiche asiatische Staaten. Die Philippinen erreichen mit 94 einen sehr hohen Wert des Machtdistanz-Indexes (MDI). Mitarbeiter befinden sich im Arbeitsalltag in einer großen Abhängigkeit zum Vorgesetzten.
Der Arbeiter beginnt erst mit seiner Arbeit, wenn der Vorgesetzte ihm genaue Anweisungen und Vorschriften gegeben hat. Aufgaben und Zuständigkeiten sind klar verteilt. Diese Aufgaben werden von oben nach unten delegiert, während wichtige Entscheidungen an der Spitze verbleiben und anstandslos akzeptiert werden. Die Mitarbeiter sprechen den Vorgesetzten nur selten an und widersprechen ihm nicht. So kommt es beispielsweise in Sitzungen nicht zu einer lebhaften Diskussion, sondern eher zu einer Aufgabenverteilung durch den Vorgesetzten. Unklarheiten der Mitarbeiter werden selten in der Gruppe ausgesprochen, um sich selbst nicht bloß zu stellen, sondern werden im Einzelgespräch mit dem Vorgesetzten geklärt.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die zunehmende Internationalisierung von Unternehmen und die damit verbundenen Herausforderungen bei Auslandsentsendungen, insbesondere unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede.
2 Grundlagen, Begriffe und Definitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der internationalen Personalentwicklung sowie verschiedene Kulturmodelle zur Vorbereitung von Fach- und Führungskräften dargelegt.
3 Die Philippinen- ein lateinamerikanisches Land mitten in Asien: Dieses Kapitel gibt einen kulturhistorischen und wirtschaftlichen Überblick über die Philippinen, um die Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen zu verdeutlichen.
4 Vergleich der Kulturen zwischen Deutschland und den Philippinen: Hier erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der beiden Kulturen anhand der Kulturdimensionen von Hofstede, um interkulturelle Konfliktpotenziale zu identifizieren.
5 Ansatzpunkte für den Einsatz geeigneter Maßnahmen für die internationale Personalentwicklung: In diesem Kapitel werden konkrete Maßnahmen wie Trainings, Mentoring und Relocation Services zur Unterstützung von Expatriates vorgestellt.
6 Kritische Betrachtung und Zusammenfassung der Arbeit: Eine kritische Reflexion der Ergebnisse betont die Notwendigkeit einer systematischen internationalen Personalentwicklung und weist auf den weiteren Forschungsbedarf hin.
7 Ausblick: Der Ausblick zeigt zukünftige Trends wie die Zunahme polyzentrischer Besetzungsstrategien und die wachsende Bedeutung interkultureller Kompetenz für alle Mitarbeiterebenen auf.
Internationale Personalentwicklung, Expatriate, Philippinen, Deutschland, Hofstede, Machtdistanz, Interkulturelle Kompetenz, Relocation Services, Globalisierung, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Mentoring, Vorbereitungsmaßnahmen, Arbeitsbeziehungen, Kulturvergleich.
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen der internationalen Personalentwicklung bei der Entsendung von Fach- und Führungskräften zwischen Deutschland und den Philippinen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse interkultureller Unterschiede, der Anwendung des Kulturmodells von Hofstede sowie der Ableitung geeigneter Entwicklungsmaßnahmen für Expatriates.
Das Ziel ist es, auf Basis eines fundierten Kulturvergleichs konkrete Handlungsmaßnahmen für die internationale Personalentwicklung abzuleiten, um das Risiko des Scheiterns von Auslandseinsätzen zu minimieren.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und die Anwendung bewährter Kulturdimensionen, insbesondere jener von Hofstede, um Verhaltensunterschiede erklärbar zu machen.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen, ein Länderprofil der Philippinen, einen detaillierten Kulturvergleich mit Deutschland sowie einen Katalog an Unterstützungsmaßnahmen für Auslandseinsätze.
Wichtige Begriffe sind internationale Personalentwicklung, Interkulturelle Kompetenz, Expatriate, Philippinen, Hofstede-Dimensionen und Mentorenprogramme.
Aufgrund der hohen Machtdistanz und der kollektivistischen Ausrichtung fungiert ein Mentor als wichtige Brückenfigur, die den Expatriate bei informellen Anforderungen und dem Aufbau von Vertrauen unterstützt.
Die Arbeit verdeutlicht, dass auf den Philippinen soziale Beziehungen und Familie oft einen höheren Stellenwert als rein karriereorientierte Aspekte haben, was deutsche Führungskräfte in ihrer Kommunikation berücksichtigen müssen.
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