Diplomarbeit, 2003
147 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Herausforderung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 GRUNDLAGEN
2.1 Ziele eines kommunalen Internet-Portals
2.2 Nutzen eines kommunalen Internet-Portals
2.2.1 Bürgerschaft
2.2.2 Unternehmen
2.2.3 Öffentliche Stellen
2.3 Definitionen und Abgrenzung
2.3.1 e-Government
2.3.1.1 Kommunikationspartner
2.3.1.2 Anwendungsbereiche
2.3.1.3 Interaktionsgrad
2.3.2 One-Stop-Government
2.3.3 Portale
2.3.4 Virtuelle Marktplätze
2.3.5 Elektronische Signatur
2.4 Ausgangssituation in Deutschland
2.4.1 Nutzung des Internets
2.4.2 Stand des e-Government
2.4.2.1 Bundesebene
2.4.2.2 Landesebene
2.4.2.3 Kommunalebene
2.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.5.1 Elektronische Signatur
2.5.2 Barrierefreiheit
2.5.3 Impressumspflicht
2.5.4 Datenschutz
3 FACHLICHE ANFORDERUNGEN
3.1 Funktionale Spezifikationen
3.1.1 Navigation
3.1.2 Suche
3.1.3 Das Lebenslagen-Prinzip
3.1.4 Personalisierung
3.1.5 Online-Formulare
3.2 Inhaltliche Spezifikationen
3.2.1 Sinnvolle Portal-Dienstleistungen
3.2.1.1 Information
3.2.1.1.1 Selbstdarstellung
3.2.1.1.2 Externe Informationen
3.2.1.1.3 Boulevardinformationen
3.2.1.1.4 Registerdaten
3.2.1.1.5 Wirtschaftsinformationen
3.2.1.1.6 Behördeninformationen
3.2.1.1.7 Informationen für die Öffentlichkeit
3.2.1.2 Transaktion / Kommunikation
3.2.1.2.1 Elektronische Korrespondenz
3.2.1.2.2 Elektronische Leistungs- und Ordnungsverwaltung
3.2.1.3 Partizipation
3.2.1.4 Mindestangebot an Dienstleistungen
3.2.2 Auswahl der Dienstleistungen
3.2.2.1 Identifizierung onlinefähiger Dienstleistungen
3.2.2.2 Festlegung der Betreiberziele
3.2.2.3 Festlegung der Bewertungskriterien
3.2.2.4 Identifikation onlinefähiger Infrastrukturverfahren
3.2.2.5 Bewertung und Auswahl der Portal-Dienstleistungen
3.2.3 Strukturierung der Portal-Dienstleistungen
3.2.3.1 Strukturierung nach dem Lebenslagenprinzip
3.2.3.2 Strukturierung nach Themenbereichen
4 TECHNOLOGISCHE UND ADMINISTRATIVE ANFORDERUNGEN
4.1 Sicherheit
4.1.1 Systemarchitektur
4.1.2 Datenschutz
4.1.3 Identifikationsmechanismen
4.1.4 Account-Management
4.1.5 Rollenkonzept
4.1.6 Mandantenfähigkeit
4.1.7 Verschlüsselung
4.2 Content-Management
4.2.1 Freigabeprozesse für Content
4.2.2 Verteilte Datenpflege
4.2.3 Wiederverwertbarkeit von Content
4.3 Benutzerfreundlichkeit
4.3.1 Softwareergonomie
4.3.2 Barrierefreiheit
4.3.3 Laufzeitverhalten
4.4 Payment-Verfahren
4.5 Basiskomponenten
4.6 Bedarfskomponenten
5 ORGANISATORISCHE NOTWENDIGKEITEN
5.1 Betreibermodelle
5.2 Planung
5.3 Einführung
5.4 Produktivhaltung
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit besteht darin, eine fundierte Entscheidungshilfe für die Konzeption und Einführung eines kommunalen Internet-Portals bereitzustellen. Dabei werden funktionale, inhaltliche, technologische sowie organisatorische Aspekte detailliert beleuchtet, um eine Brücke zwischen den Anforderungen der modernen Informationsgesellschaft und der kommunalen Verwaltungspraxis zu schlagen.
3.1.3 Das Lebenslagen-Prinzip
Viele der öffentlichen Stellen, die sich online den Bürgern und Unternehmen präsentieren, orientieren sich bei ihrem Internetangebot an den verwaltungsinternen Prozessen und Strukturen. Jede der internen Verwaltungs- und Organisationseinheiten besitzt eindeutige Zuständigkeiten und bietet spezielle Dienstleistungen mit speziellen Fachkräften an. Dabei werden die Nachfrager der Dienstleistungen nur segmentartig betreut, wobei das Interesse der Kommunen meist nur dem eigenen Leistungsangebot und nicht einer bürgerorientierten Bündelung der Dienste unterschiedlicher Träger gilt.
Aus Sicht eines Bürgers spielt es jedoch keine Rolle, ob ihm eine spezielle kommunale Stelle oder ein privates Unternehmen die Versorgung mit Informationen und Dienstleistungen gewährleistet. Er nimmt Kontakt mit einer Kommunalverwaltung auf und erwartet ein zu seiner konkreten Lebenssituation passendes Spektrum öffentlicher und privater Angebote [Daum 2002, S.14ff].
Aus diesem Grund wird in zunehmendem Maße eine Lebenslagen-Orientierung bei der Konzeption von Online-Auftritten berücksichtigt.
Das Lebenslagen-Prinzip ignoriert die Verwaltungsstruktur und richtet sich konsequent nach den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen bzw. dem täglichen Leben der Gesellschaft. Benutzer eines entsprechenden Portals sollen dadurch direkt und umfassend die nötigen Antworten und Informationen auf ihr Problem erhalten. Gleichzeitig dazu soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, die nötigen Transaktionen (Einreichung von Formularen, Bezahlung von Gebühren) elektronisch auslösen zu können.
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der kommunalen Internet-Portale unter Berücksichtigung der Herausforderungen des e-Governments.
2 GRUNDLAGEN: Vermittlung der Begrifflichkeiten und des aktuellen Stands des e-Governments in Deutschland sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen.
3 FACHLICHE ANFORDERUNGEN: Umfassende Beschreibung der funktionalen und inhaltlichen Spezifikationen, inklusive Methoden zur Auswahl und Strukturierung von Dienstleistungen.
4 TECHNOLOGISCHE UND ADMINISTRATIVE ANFORDERUNGEN: Analyse sicherheitstechnischer, administrativer und benutzerspezifischer Anforderungen an ein Portal-System.
5 ORGANISATORISCHE NOTWENDIGKEITEN: Erläuterung der notwendigen organisatorischen Schritte für Planung, Einführung und Produktivhaltung eines Portals.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fazit der Arbeit und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des e-Governments in Deutschland.
e-Government, kommunales Internet-Portal, Lebenslagen-Prinzip, Verwaltungsmodernisierung, One-Stop-Government, Personalisierung, Barrierefreiheit, Content-Management-System, elektronische Signatur, Online-Formulare, Public Private Partnership, IT-Sicherheit, Behördenwegweiser, Prozessoptimierung, Bürgerorientierung
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines kommunalen Internet-Portals, das als moderne Schnittstelle zwischen Bürger, Wirtschaft und Verwaltung fungiert.
Die zentralen Themen umfassen die fachliche Anforderungsanalyse, die technologische Infrastruktur, administrative Notwendigkeiten sowie die organisatorische Planung und Einführung.
Das Ziel ist die Bereitstellung einer ganzheitlichen Entscheidungshilfe für Kommunen, um den Aufbau zukunftsfähiger und nutzerorientierter Internet-Portale methodisch zu planen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und kombiniert theoretische Konzepte (wie das Lebenslagen-Prinzip) mit praxisorientierten Leitfäden für die Verwaltung.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die fachlichen Anforderungen, die in funktionale und inhaltliche Spezifikationen unterteilt sind, sowie auf technologische und organisatorische Implementierungsschritte.
Die zentralen Begriffe sind e-Government, Lebenslagen-Prinzip, Verwaltungsmodernisierung, One-Stop-Government und Barrierefreiheit.
Während Unternehmensportale stark auf eine homogene Zielgruppe ausgerichtet sind, müssen kommunale Portale eine breite Menge an Benutzern ansprechen und sind in einen strengeren rechtlichen Rahmen eingebunden.
Es bricht verwaltungsinterne Silostrukturen auf und orientiert sich konsequent an den realen Bedürfnissen der Bürger, was die Nutzerfreundlichkeit und Akzeptanz deutlich erhöht.
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